Online Curling Wetten Schweiz 2026: Was auf dem Eis wirklich geht

Updated Oktober 2026
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Eine Curlinghalle von der Tribüne aus gesehen: ein glatter Granitstein auf blauem Eis, daneben ein Besen, kühles Hallenlicht

Stand: Oktober 29, 2026 — Bewilligungen und Veranstalterstatus abgeglichen mit der Gespa und den veröffentlichten Spielregeln von Swisslos und Loterie Romande.

Swisslos verteilte für 2025 einen Reingewinn von CHF 562 Mio.: CHF 506 Mio. an die kantonalen Fonds und CHF 56 Mio. an die Stiftung Sportförderung Schweiz.

Wer in der Schweiz auf Curling setzen will, trifft auf ein Angebot, das kleiner ist, als die Suchmaschine verspricht. Es gibt genau zwei Veranstalter, die Sportwetten anbieten dürfen: Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport. Beide sind nicht austauschbar, denn jeder bedient sein eigenes Gebiet. Und Curling selbst steht nicht automatisch im Programm, weil Curling kein Programm ist, sondern eine Sportart auf einer Liste, die die Gespa führt.

Der Genuss kommt später. Zuerst die Reihenfolge der Dinge, denn bei Wetten auf Randsportarten entscheidet nicht die Quote, sondern die Zulässigkeit, dann die Limite, dann das Konto. Wer diese Reihenfolge umdreht, findet eine Quote für eine Begegnung, auf die er gar nicht setzen darf, oder er setzt bei einem Brand, der in der Schweiz keine Bewilligung hat und dessen Domain kurzfristig nicht mehr erreichbar ist.

Zuerst die Limiten, nicht die Quote: was vor dem ersten Einsatz festgelegt wird

Der Griff zum Wettschein ist der letzte Schritt, nicht der erste. Vor der ersten Teilnahme an Sporttip müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen. Die Oberlimite liegt bei CHF 9’999, für Personen unter 21 Jahren bei CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Dazu kommt die Möglichkeit einer freiwilligen Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage.

Zwei Curlingbesen lehnen an einer Bande am Rand einer leeren Eisfläche, kaltes Licht fällt durch hohe Fenster
Der Gewinnbetrag einer Sporttip-Wette ergibt sich aus Einsatz mal Quote und wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf 5 Rappen genau abgerundet.

Diese 72 Stunden sind die wichtigste Zahl im ganzen Abschnitt. Nicht der Gewinn, nicht die Quote. Wer an einem schlechten Abend die Limite hochsetzen will, kann das nicht am selben Abend. Diese Frist ist keine Schikane, sondern die einzige eingebaute Bremse im System, und sie funktioniert genau dann, wenn sie weh tut. Ein Kunde, der sich über die Wartezeit ärgert, hat gerade den Beweis geliefert, dass sie nötig war. Bei einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung gibt es diese Frist nicht, weil es die Limitenpflicht dort nicht gibt — fremde Brands setzen ihre Hausregeln, und Art. 4 BGS lässt ihre ausländische Bewilligung in der Schweiz nicht gelten.

Ich würde die Limiten nicht auf Anschlag setzen, «weil man ja nie weiss». Realistisch ist die Zahl, die man in einem normalen Monat tatsächlich einsetzt. Wer Curling verfolgt und auf eine WM oder die Europameisterschaft setzt, braucht in den meisten Monaten gar nichts. Die 30-Tage-Limite ist die, die zählt, denn ein Turnier dauert eine Woche und nicht einen Tag.

Die Spielsperre und das Register, das auch vor dem Casino nicht haltmacht

Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren. Innerhalb dieser Frist gibt es keine Aufhebung. Eine unbefristete Spielsperre wird dagegen in einem schweizweiten Register eingetragen — und dieses Register gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein.

Das ist keine Kleinigkeit. Die unbefristete Sperre ist die einzige Massnahme auf dieser Seite, die nicht beim Sporttip-Konto endet. Wer sie einmal auslöst, sperrt sich aus einem grösseren Teil des Schweizer Geldspielmarktes aus, als er beim Auslösen überblickt, und eine freiwillige Sperre lässt sich erst nach drei Monaten wieder aufheben, wobei eine Fachstelle einbezogen wird. Die befristete Sperre ist für die Pause gedacht; die unbefristete ist eine Entscheidung mit Reichweite.

Wer das Gefühl kennt, dass ein Abend länger wird als geplant, sollte von der befristeten Variante Gebrauch machen, statt weiterzusetzen und am nächsten Tag die Limite zu erhöhen. Beides ist möglich; nur eines ist rückholbar.

Wenn jemand anders die Entscheidung abnimmt: Ausschluss, Minderjährige und die Prüfung an der Verkaufsstelle

Ausgeschlossene oder minderjährige Personen haben keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne. Sporttip-Wetten stehen Personen ab 18 Jahren offen; wer als Wettkämpfer an einem Wettereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten. Ein Konto pro Person mit verifizierter Identität ist die Regel, nicht die Ausnahme: Zur Online-Registrierung braucht es mindestens 18 Jahre sowie Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Swisslos-Vertragsgebiet, es darf keine Spielsperre bestehen, jede Person darf sich nur einmal registrieren, und die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adress-Datenbanken geprüft.

Man kann das bürokratisch nennen. Man kann es auch als das betrachten, was es im Vergleich zu einem Konto bei einem Brand ohne Schweizer Bewilligung ist: Hier steht ein Name und eine Adresse im System, und deshalb gibt es eine Instanz, die nachschauen kann, wenn jemand auffällt. Bei einem Anbieter ohne Bewilligung steht man in keiner schweizerischen Sperrliste und hat kein schweizerisches Beschwerdeverfahren.

Die Prüfung an den Verkaufsstellen sollte man trotzdem nicht für streng halten. Die Gespa hat 2025 Testkäufe gemacht und in 200 Fällen an Verkaufsstellen in 47,5 % der Fälle eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft. Wer sein Kind an einen Kiosk schickt, sollte nicht damit rechnen, dass es abgewiesen wird. Die Zahl beschreibt nicht die Absicht des Personals, sondern die Wirklichkeit einer Prüfung, die offenbar oft nicht stattfindet.

Wann der Betrag auf dem Konto ist und wann er verfällt

Auszahlungen laufen nicht anonym. Spielguthaben zahlt Swisslos innerhalb von 365 Tagen zweimal gratis auf ein auf den eigenen Namen lautendes Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto aus; ab der dritten Auszahlung kann eine Kommission von 3 % belastet werden, die Überweisung erfolgt innert 5 bis 10 Arbeitstagen, und Gratisspielguthaben aus Promotionen ist überhaupt nicht auszahlbar.

Gewinne bis CHF 1’000 pro Spielbestätigungsquittung schreibt Swisslos automatisch dem Wallet gut. Beträge über CHF 1’000 gehen bei bekannter Zahlungsverbindung innert 3 Arbeitstagen auf das Konto. Das ist für diese Grössenordnung schnell, und es ist der Teil des Schweizer Systems, der glatter läuft, als mancher erwartet.

Die unangenehmste Frist steht weiter hinten in den Regeln: Gewinne, die nicht innerhalb von 26 Wochen nach der öffentlichen Bekanntmachung der Wettauswertung geltend gemacht werden, verfallen zugunsten des Zwecks der Swisslos. Wer nach einer gewonnenen Wette drei Wochen im Ausland ist, hat genug Zeit. Wer ein halbes Jahr nicht auf sein Konto schaut, verliert. Und wem eine Auszahlung verweigert wird, muss innert 10 Tagen per eingeschriebenem Brief Einsprache erheben — zehn Tage, nicht drei Monate.

Auf das Spielguthaben einzahlen lässt sich per Online-Zahlungsmöglichkeit oder Einzahlungsschein, mit einem Mindestbetrag von CHF 20; ein Kauf ist nur möglich, solange das Guthaben CHF 9’999 nicht übersteigt, und in 30 Tagen sind höchstens CHF 10’000 möglich. Swisslos führt PostFinance Pay als Zahlungsart, bei der die Transaktion direkt in der PostFinance App bestätigt wird.

Vom Europameisterschaftsturnier bis Olympia: wann überhaupt gespielt wird

Der Spielplan ist bei Curling das Angebot. Keine Begegnung, keine Quote — und weil die grossen Turniere in einem engen Fenster liegen, entscheidet die Kalenderlage darüber, wie viele Wochen im Jahr überhaupt etwas zu setzen ist. Wer die Sportart verfolgt, kennt die Fixpunkte; wer sie nur zu Olympia sieht, wird in den Jahren dazwischen wenig finden.

Der genehmigte Rahmen ist eine geschlossene Liste. Die zulässige Sportart, der Wettbewerb und die Wettart stehen in der Gespa-Liste der bewilligten Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten (Version 10.09.2026; Art. 25 BGS, Art. 29 VGS). Qualifikationsrunden erscheinen nur, wenn sie aufgeführt sind. Frauenwettbewerbe ebenfalls nur, wenn sie aufgeführt sind. Ranglistenwetten nur, wenn die Rangliste über den Einzug in einen internationalen Wettbewerb oder auf das Podest entscheidet. Wetten auf Trainingsläufe gibt es nicht. Corner- und Kartenmärkte sucht man in der Liste vergebens, und ein Esport-Abschnitt existiert dort nicht.

Für Curling heisst das: Es braucht zuerst den Eintrag in der Liste, dann gibt es eine Quote. Torwetten, Schuss- oder Präzisionsmärkte auf einzelne Steine sind keine abgeleiteten Selbstverständlichkeiten, sondern eigene Wettarten, die aufgeführt sein müssen. Der Blick in das Wettprogramm bei Swisslos oder in der Sporttip App löst diese Frage besser als jede Annahme, und er kostet nichts.

Einzelwette, Kombiwette, Systemwette: der Unterschied liegt in der Rechnung

Eine Einzelwette hat eine Voraussage und eine Quote. Eine Kombiwette verbindet mehrere Voraussagen, und ihre Gesamtquote ist das Produkt der Einzelquoten. Eine Systemwette ist keine einzelne Wette, sondern ein Bündel von Kombinationen aus einer Auswahl — deshalb liegen die Einsatzgrenzen dort anders.

Der Gewinnbetrag ergibt sich aus Einsatz mal Quote, bei Kombinationen mal Gesamtquote, und wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Die zweite Rundung ist die, die man spürt: Sie geht immer nach unten. Bei einer Quote von 2.10 und einem Einsatz von CHF 1 ergibt der erste Schritt CHF 2,10, und der zweite lässt davon so viel übrig, wie auf fünf Rappen passt. Auf eine einzelne Wette gerechnet ist das wenig. Über eine Saison mit vielen Wetten ist es ein Betrag, den der Veranstalter behält, ohne dass er je auf einem Wettschein aufscheint.

Bei Sporttip beträgt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1’000 und für eine Systemwette CHF 10’000. Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Wer in einer Livephase bei einem Curling-End einen hohen Betrag platzieren will, kann also nicht darauf bauen, dass CHF 1’000 durchgehen.

Marge: warum eine 1.90 auf beiden Seiten keine zwei Franken aus zwei Franken macht

Ein Curling-Match wird meist als Zweiwegemarkt angeboten — ein Team gewinnt, das andere verliert, ein Unentschieden gibt es nach Verlängerung und End nicht. Nehmen wir für die Rechnung ein Beispiel: beide Seiten stehen bei Quote 1.90. Das ist ein illustratives Beispiel und kein quotierter Preis.

Der Quotenschlüssel dieser beiden Quoten ist 1 ÷ (1/1,90 + 1/1,90), also rund 95 %. Die Marge ist der Rest, und sie liegt damit bei etwa 5 % — bei einer Quote von 1,90 und 1,90 sind es rund 5,3 %. Das ist eine saubere Zahl für den Veranstalter und keine schlechte für den Kunden. Nur steht sie selten so auf dem Programm.

Bei einer Sportart mit wenig Wettumsatz sieht die Sache anders aus. Die Marge ist nicht in Stein gemeisselt, sie ist eine Entscheidung des Veranstalters, und sie hängt am Risiko, das er auf diesem Markt trägt. Wenige Einsätze auf zwei Mannschaften, die er unterschiedlich gut einschätzen kann, bedeuten ein Klumpenrisiko. Wer zwei Curling-Begegnungen über je vier End beobachtet und dann CHF 20 auf eine Seite setzt, kann die Bewegung der Quote unter Umständen sehen — und das, was er dann sieht, ist die Marge, die dort gerade eingepreist wird.

Für den Kunden heisst das: In einem engen Markt mit wenigen Anbietern gibt es keinen Wettbewerb um die Marge. Es gibt zwei Veranstalter, und nur einer davon ist für den eigenen Wohnkanton zuständig. Wer das mit den Margen der grossen Sportarten bei den Schweizer Veranstaltern vergleicht, sieht keinen Skandal, sondern eine Kleinigkeit mit einer Begründung. Wer über die Grenze schaut, zahlt manchmal eine niedrigere Marge und dafür mit etwas, das in der Abrechnung erst später auftaucht, nämlich fehlenden Schweizer Rechtsschutz und eine ausländische Bewilligung, die hier nichts gilt.

Der Verlauf eines Turniers im Angebot: was online steht und was an der Verkaufsstelle landet

Sporttip-Wetten lassen sich online bei Swisslos oder die Sporttip App für iOS und Android abgeben. In der App zusammengestellte Wetten können auch per QR-Code an einer Sporttip Verkaufsstelle gespielt werden. Diese Brücke ist praktisch, wenn jemand keinen Kartenzahlungsweg für das Wallet nutzt: erst in Ruhe auf dem Telefon zusammenstellen, dann an der Verkaufsstelle mit Einzahlungsschein bezahlen.

Auf der anderen Seite der Sprachgrenze verläuft der Weg parallel, aber getrennt. Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura; sie nennt als Kontaktadresse Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne, und zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschraanz sowie 221 Mitarbeitende. Wer in Genf wohnt, kommt also gar nicht an Sporttip heran, und wer in Zürich wohnt, nicht an Jouez Sport. Das ist keine Empfehlung, sondern die Mechanik der interkantonalen Aufteilung.

Der Vergleich: zehn Angebote, drei davon relevant

Die Liste unten ordnet die Angebote nach Bewilligung, nicht nach Bonus. Das ist die einzige Reihenfolge, die im Schweizer Markt etwas erklärt, denn die Bewilligung ist das Merkmal, an dem sich alles andere entscheidet: Ob es Limiten gibt, ob es ein Sperrregister gibt, ob Auszahlungen auf ein Konto laufen, und ob eine Domain in der Schweiz blockiert werden kann.

Ein Wort zu den ausländischen Brands, bevor die Tabelle kommt. Sie stehen hier, weil Schweizer Spielende ihnen begegnen, und sie werden nach denselben Kriterien bewertet wie die beiden einheimischen Veranstalter. Aber die Bewertung endet bei einer harten Kante: Ohne Schweizer Bewilligung lässt sich bei einem dieser Brands nichts von dem beanspruchen, was im Abschnitt über Limiten und Spielsperren steht. Es gibt dort kein schweizerisches Sperrregister, keine Schweizer Limitenpflicht und keinen Schweizer Rechtsweg. Art. 4 BGS sagt es klar: Eine Bewilligung gilt nur in der Schweiz, und eine ausländische hat hier keine Kraft.

Anbieter Schweizer Bewilligung Veranstalter bzw. gemeldete Bewilligung
Swisslos Sporttip Ja — Veranstalter- und Spielbewilligung für ein Grossspiel, Aufsicht Gespa SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel; gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung vom 20. Mai 2019 (IKV 2020)
Loterie Romande Jouez Sport Ja — Veranstalter- und Spielbewilligung für ein Grossspiel, Aufsicht Gespa Loterie Romande (Société de la Loterie de la Suisse Romande); sechs Westschweizer Kantone
Betwinner Nein — ohne Schweizer Bewilligung keine in der Schweiz anerkannte Bewilligung; gemeldete Bewilligung ohne Geltung in der Schweiz
Fezbet Nein — ohne Schweizer Bewilligung keine in der Schweiz anerkannte Bewilligung; gemeldete Bewilligung ohne Geltung in der Schweiz
1Bet Nein — ohne Schweizer Bewilligung keine in der Schweiz anerkannte Bewilligung; gemeldete Bewilligung ohne Geltung in der Schweiz
BetFury Nein — ohne Schweizer Bewilligung keine in der Schweiz anerkannte Bewilligung; gemeldete Bewilligung ohne Geltung in der Schweiz
Playzilla Nein — ohne Schweizer Bewilligung keine in der Schweiz anerkannte Bewilligung; gemeldete Bewilligung ohne Geltung in der Schweiz
IviBet Nein — ohne Schweizer Bewilligung keine in der Schweiz anerkannte Bewilligung; gemeldete Bewilligung ohne Geltung in der Schweiz
BassBet Nein — ohne Schweizer Bewilligung keine in der Schweiz anerkannte Bewilligung; gemeldete Bewilligung ohne Geltung in der Schweiz
20Bet Nein — ohne Schweizer Bewilligung keine in der Schweiz anerkannte Bewilligung; gemeldete Bewilligung ohne Geltung in der Schweiz

Die Spalte mit der gemeldeten Bewilligung ist bei acht Zeilen inhaltsgleich. Das ist keine Nachlässigkeit in der Darstellung, sondern das Ergebnis: Bei diesen Brands ist keine Bewilligung feststellbar, die in der Schweiz etwas bewirkt. Man kann sich das als acht verschiedene Häuser mit acht verschiedenen Aushängen vorstellen — keiner dieser Aushänge hängt in Bern.

Für den Leser heisst das konkret: Die Auswahl, die diese Seite wirklich treffen kann, ist eine Zweierauswahl mit einem Ausschlusskriterium, nämlich dem Wohnort. Alles andere ist Information darüber, was auf dem Markt herumliegt.

Swisslos Sporttip: das Vollprogramm mit dem engsten Rechtsrahmen

Swisslos hat ihren Sitz in Basel und veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 (IKV 2020); die Sportwetten laufen unter dem Namen Sporttip. Die Bewilligung ist eine Veranstalter- und eine Spielbewilligung für ein Grossspiel unter dem Geldspielgesetz, die Aufsicht führt die Gespa.

Sporttip wird im Gebiet der Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie im Kanton Tessin und im Fürstentum Liechtenstein durchgeführt; zusammen bilden sie das Swisslos-Vertragsgebiet. Wer in Genf oder Lausanne wohnt, ist nicht dabei. Wer in Lugano wohnt und italienisch liest, ist dabei.

Zur Online-Registrierung braucht es mindestens 18 Jahre sowie Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet, es darf keine Spielsperre bestehen, und die Identität wird über den hochgeladenen Ausweis gegen Adressdatenbanken geprüft. Das ist der Preis für ein reguliertes Produkt: Man wird nicht in zwei Minuten fertig.

Der Gewinnbetrag ergibt sich aus Einsatz mal Quote und wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf 5 Rappen abgerundet. Bei Kombinationen gilt das Produkt der Einzelquoten. Voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung lassen sich nur über die Bet-Builder-Funktion kombinieren; nimmt Swisslos irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten.

Die reguläre Spielzeit umfasst die reguläre Spieldauer plus Nachspielzeit; Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Für Curling ist das keine Formalie: Ein Match über zehn End plus Extras ist ein anderer Zeitrahmen als 90 Minuten Fussball, und wer auf ein Ergebnis nach Verlängerung setzt, muss die Programmangabe wirklich lesen.

Quotenboosts gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage. Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettenden nur einmal nutzbar, in Einsatz und Erhöhung limitiert, und bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Der Kombiboost gilt nur online für Prematch-, Live- und Systemwetten und verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50; der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn solchen Voraussagen.

Vier Voraussagen mit je mindestens 1.50 — an einem Curling-Wochenende machbar, aber nicht trivial, denn die Zahl der Märkte ist begrenzt und eine Quote unter 1.50 zählt nicht mit. Der Sprung von 5 % auf 20 % verlangt drei weitere Voraussagen, und jede davon muss dieselbe Mindestquote tragen. Wer den Boost als Rabatt versteht, versteht ihn falsch: Er ist ein Zuschlag, der an ein Modell gebunden ist.

Cash-Out gibt es für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und eine Garantie für jeden Markt besteht nicht. Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden; Swisslos muss Cash-Out nicht für alle Wetten anbieten.

Bei Livewetten gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00, und in spielentscheidenden Situationen wie einem Elfmeter, einer Roten Karte oder einem Videoschiedsrichter-Entscheid kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten.

Wer nach Zählung Tabelle und Statistik gelesen hat, um zu verstehen, warum Livewetten so schnell sein müssen, kann das hier gut nachlesen.

Zum Schluss die Zahl, die den Charakter des Hauses am besten beschreibt, ohne dass sie aus der Wettabteilung stammt. Swisslos verteilte für 2025 einen Reingewinn von CHF 562 Mio.: CHF 506 Mio. an die kantonalen Fonds und CHF 56 Mio. an die Stiftung Sportförderung Schweiz für Swiss Olympic, Fussball, Eishockey und Sporthilfe. Aus den Sportwetten stammten CHF 109 Mio., nach CHF 122 Mio. im Jahr 2024.

Diese CHF 109 Mio. aus den Sportwetten sind der eigentliche Vergleichspunkt. Sie zeigen das Gewicht des Sportwettgeschäfts innerhalb des Hauses — und sie passen zu einem Produkt, dessen Sportartenliste geschlossen ist und dessen Angebot nicht um jeden Preis wächst. Dass der Ertrag im Übrigen an kantonale Fonds und Sportförderung geht, ist keine Marketingzeile, sondern eine statutarisch vorgesehene Verwendung.

Das Urteil: Sporttip ist für Curling der einzige Veranstalter, der für einen grossen Teil der Deutschschweiz und für das Tessin überhaupt in Frage kommt, und die Bindung an die Sportartenliste ist ihr eigentlicher Preis. Wann immer ein Curling-Turnier nicht auf der Liste steht, wird es nicht dadurch handelbar, dass man sich bei einem anderen Anbieter einloggt — es wird nur unreguliert handelbar. Für wen das dennoch zutrifft: Wer in einem Westschweizer Kanton wohnt, ist hier von vornherein draussen und sollte den nächsten Abschnitt lesen.

Loterie Romande Jouez Sport: dasselbe Gesetz, ein anderes Vertragsgebiet

Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Sie ist neben Swisslos der zweite Veranstalter, den das interkantonale Recht zulässt, und sie hält dieselbe Art von Bewilligung: Veranstalter- und Spielbewilligung für ein Grossspiel unter dem Geldspielgesetz, Aufsicht durch die Gespa.

Die Zahlen, die das Haus über sich selbst nennt, sind 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende, mit Sitz an der Avenue de Provence 14 in 1001 Lausanne. Die Verkaufsstellendichte ist in einem Land mit vier Sprachen ein eigener Wert: Sie entscheidet darüber, wie einfach jemand dort einzahlen oder einen Wettschein abgeben kann, wo die Zahl der Anbieter von Natur aus bei eins liegt.

Für den Spielplan-Kalender ist die Zweiteilung entscheidend. Ein Westschweizer Curling-Fan und ein Zürcher Curling-Fan sehen unter Umständen dasselbe Turnier im Fernsehen und können es nicht bei demselben Veranstalter bespielen. Die interkantonale Aufteilung ist keine Servicelücke, sondern die Konstruktion des Schweizer Modells: Zwei Veranstalter mit je einem Gebiet, statt mehrerer im Wettbewerb.

Die Kehrseite liegt auf der Hand. Wer umzieht, wechselt möglicherweise den Veranstalter. Wer zwei Wohnsitze hat, muss die Bedingungen des jeweiligen Hauses prüfen. Und wer in einem Kanton ohne Zugang zu Jouez Sport wohnt, findet hier keine Alternative innerhalb der Schweiz — nur die ausländischen Brands, deren Bewilligung in der Schweiz keine Geltung hat.

Das Urteil: Jouez Sport ist für die sechs Westschweizer Kantone dieselbe Selbstverständlichkeit, die Sporttip für die Deutschschweiz ist, und die Wohnsitzbindung an das Vertragsgebiet ist die Grenze, die den Vergleich entscheidet. Wer in Genf wohnt, hat bei Swisslos nichts verloren; wer in Basel wohnt, bei Jouez Sport nichts. Beides ist kein Mangel der Häuser, sondern die Aufteilung, die das Gesetz vorsieht.

Die ausländischen Brands: achtmal dieselbe Bewilligungslücke

Die folgenden acht Angebote eint ein Merkmal, und es ist das einzige, das für einen Schweizer Wettenden den Unterschied macht: Für keines von ihnen ist eine Schweizer Bewilligung feststellbar. Nur Swisslos und Loterie Romande dürfen in der Schweiz Sportwetten anbieten; eine ausländische Bewilligung hat nach Art. 4 BGS in der Schweiz keine Kraft. Damit fehlen zugleich der Anschluss an das schweizerische Sperrregister, ein Schweizer Rechtsweg und die Schweizer Limitenpflicht.

Das ist keine Randnotiz zu einem Bonus, sondern die Beschreibung dessen, was man bekommt: ein Wettkonto nach fremden Hausregeln. Und es ist eine Situation, die sich von einem Tag auf den anderen ändern kann, denn Domains dieser Art landen regelmässig auf der Sperrliste der Gespa, die Schweizer Telekom-Anbieter per DNS-Sperre umsetzen. Die erste Liste stammt vom 3. September 2019; Ende 2025 umfasste sie 671 Domains. Blockierte Domains werden innert Stunden ersetzt — die Gespa nennt dieses Domain-Hopping ausdrücklich und nennt Interwetten und Bet-at-Home als Beispiele sowie bet365 als auf der Liste stehend.

Wenn eine Domain nachts nicht mehr antwortet, dann ist das kein Serverausfall, sondern ein Eintrag. Der Kontostand verschwindet nicht, aber der Weg dorthin wird beschwerlich und der Rechtsweg führt in ein Land, dessen Bewilligung hier von Anfang an nichts galt.

Die Schweiz hat kein Instrument, das Zahlungen an solche Anbieter blockiert. Wer hier eine Zahlung freigibt, freigibt er sie endgültig.

Ich beurteile die acht nicht nach ihrer Bewilligung allein — die ist gleich und dieser Punkt ist damit entschieden. Ich beurteile sie danach, was für einen Schweizer Wettenden beim Thema Curling übrig bleibt, und das ist wenig. Ein Curling-Markt ist ein Nischenmarkt mit wenigen Einsätzen; ein Anbieter, dessen Domains in der Schweiz gesperrt werden, kann daraus kein verlässliches Produkt machen. Wer ein Konto bei einem dieser Brands betreibt, sollte die Domain-Verfügbarkeit als das behandeln, was sie ist: unsicher.

Anbieter Was für Schweizer Wettende gilt
Betwinner Ohne Schweizer Bewilligung; nicht an das Sperrregister angebunden, kein Schweizer Rechtsweg
Fezbet Ohne Schweizer Bewilligung; nicht an das Sperrregister angebunden, kein Schweizer Rechtsweg
1Bet Ohne Schweizer Bewilligung; nicht an das Sperrregister angebunden, kein Schweizer Rechtsweg
BetFury Ohne Schweizer Bewilligung; nicht an das Sperrregister angebunden, kein Schweizer Rechtsweg
Playzilla Ohne Schweizer Bewilligung; nicht an das Sperrregister angebunden, kein Schweizer Rechtsweg
IviBet Ohne Schweizer Bewilligung; nicht an das Sperrregister angebunden, kein Schweizer Rechtsweg
BassBet Ohne Schweizer Bewilligung; nicht an das Sperrregister angebunden, kein Schweizer Rechtsweg
20Bet Ohne Schweizer Bewilligung; nicht an das Sperrregister angebunden, kein Schweizer Rechtsweg

Wer trotzdem wissen will, was von diesen Brands zu halten ist, prüft den Status am einfachsten selbst: Die Gespa veröffentlicht ihre Sperrliste öffentlich, und ein Blick darauf beantwortet in einer Minute, ob eine Domain aktuell blockiert wird. Das ist keine Formalie, sondern die einzige belastbare Auskunft, die ein Kunde ohne Vertragsprüfung bekommen kann.

Wie organisiert man eine Curling-Wette in der Schweiz wirklich? Zuerst den Wohnkanton klären und damit den Veranstalter. Dann prüfen, ob das Turnier und die Wettart in der Liste stehen — das Wettprogramm beantwortet das. Dann Limiten setzen, bevor der erste Einsatz fällt. Dann die Wette platzieren, bei einer Kombination mit Blick auf die Mindestquote des Boosts. Und zuletzt den Wettschein so lange aufbewahren, bis der Gewinn entweder gutgeschrieben oder ausgezahlt ist; die 26-Wochen-Frist ist lang genug, aber sie läuft.

Wie eine abgesagte Begegnung abgerechnet wird, und was das für Kombinationen heisst

Curling ist eine Hallensportart, aber ein Turnier kann ausfallen. Wird ein Wettereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn oder im Rahmen eines Turniers nachgeholt, ist die Wette ungültig. Einzelwetten werden zurückbezahlt, in Kombinationswetten erhält die Voraussage Quote 1.00.

Diese Regel ist wichtiger, als sie klingt, denn die Kombiwette ist der häufigste Wetttentyp bei Randsportarten. Bei einer Kombination aus vier Voraussagen mit je mindestens 1.50, wie der Kombiboost sie verlangt, senkt der Ausfall einer Begegnung die Gesamtquote auf das Produkt der drei verbliebenen Einzelquoten. Der Boost-Zuschlag wird dann nach der Regel für die kombinierte Voraussagenzahl berechnet, nicht nach der ursprünglichen. Wer eine Kombination mit dem Kombiboost spielt und auf ein Ausfallspiel hofft, verliert in der Regel mehr als den Einsatz des einen Spiels.

Abstriche, die man vorher kennen sollte: was Cash-Out wert ist und was die Steuer nicht nimmt

Cash-Out wird oft wie ein Freifahrtschein dargestellt. Bei Sporttip gibt es ihn für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur online und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung; der ausgeführte Cash-Out ist unwiderruflich, und eine Garantie für jeden Markt besteht nicht. Der Betrag liegt unter dem möglichen nicht vorzeitigen Wettgewinn und kann jederzeit geändert werden.

Der Punkt ist die Unwiderruflichkeit. Der «sichere Ausstieg» ist keine Versicherung, sondern eine andere Wette mit einem schlechteren Preis — wer ihn als Plan nutzt, zahlt dafür, dass er ihn nutzen darf. Und wer einen Quoten- oder Profitboost in Anspruch genommen hat, verliert ihn genau in dem Moment, in dem er cash out macht.

Bei den Steuern ist die Lage für den typischen Wettenden entspannter, als viele glauben. Gewinne aus schweizerisch bewilligten Grossspielen sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommenssteuerfrei; die ESTV nennt Sportwetten ausdrücklich. Der eidgenössische Schwellenwert beträgt CHF 1’071’000 ab dem 1.1.2026, nach CHF 1’070’400 im Jahr 2025. Oberhalb des Schwellenwerts behält der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ein, die über die Steuererklärung zurückgefordert werden kann.

Zwischen dem Schwellenwert und einem normalen Wettschein liegen Grössenordnungen. Ein Curling-Gewinn von ein paar Hundert Franken löst weder Einkommenssteuer noch Verrechnungssteuer aus. Der kantonale Schwellenwert unterscheidet sich allerdings je nach Kanton, und wer sich über die eigene Situation informieren will, fragt einen Steuerberater oder die kantonale Steuerverwaltung.

Bei ausländischen Anbietern zieht die Verrechnungssteuer nicht. Dafür behandelt die kantonale Steuerpraxis des Thurgau Gewinne aus ausländischen Grossspielen unabhängig von der Höhe als volles steuerbares Einkommen. Wer seinen Wohnsitz dort hat, sollte das bei der Wahl des Anbieters mitrechnen, denn die Steuer ist eine Folge, die erst im nächsten Jahr auftaucht.

Und noch etwas, das häufig falsch kolportiert wird: Eine Schweizer Wettsteuer auf Einsätze gibt es nicht. Wenn jemand eine solche Zahl in einer Übersicht findet, ist sie erfunden.

Die Rechtslage: zwei Veranstalter, eine Liste, keine dritte Option

Online-Sportwetten sind ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz, in Kraft seit dem 1. Januar 2019 (Art. 3 lit. c und e), und die Aufsicht führt die Gespa, die Interkantonale Geldspielaufsicht in Bern; das Geldspielkonkordat ist seit dem 1.1.2021 in Kraft. Die ESBK ist nicht zuständig — sie beaufsichtigt nur die Casinos. Eine Bewilligung besteht aus einer Veranstalterbewilligung und einer Bewilligung je Spiel (Art. 21-25 BGS) und gilt nur in der Schweiz (Art. 4 BGS).

Ein Bergdorf im Schnee am Morgen aus der Ferne gesehen, aus einem Kamin steigt Rauch auf
Swisslos hat ihren Sitz in Basel und veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung vom 20. Mai 2019 (IKV 2020).

Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter für Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt: Swisslos mit Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport. Ein Online-Konto setzt Wohnsitz in der Schweiz voraus (Art. 47 Abs. 3 VGS) und in der Praxis einen Wohnsitz im Gebiet des Veranstalters. Eine Liste weiterer bewilligter Anbieter gibt es nicht, weil es keine gibt; die Gespa veröffentlicht nur die Sperrliste der blockierten ausländischen Domains. Der Reingewinn geht an gemeinnützige Zwecke in den Kantonen (Art. 125 BGS).

Was überhaupt angesetzt werden darf, ist eine geschlossene Liste: die Gespa-Liste der bewilligten Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten (Version 10.09.2026; Art. 25 BGS, Art. 29 VGS). Livewetten sind zulässig, prematch und live, soweit der Veranstalter eine entsprechende Bewilligung hat; eine gesetzliche Beschränkung auf bestimmte Live-Märkte kennt das BGS nicht. Cash-Out ist nicht geregelt und bleibt eine Funktion des jeweiligen Veranstalters. Wettbewerbe, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen, sind ausgeschlossen (Art. 25 Abs. 2 BGS).

Sportwetten sind Sache von Personen ab 18 Jahren (Gespa), und Minderjährige sind online nicht zugelassen (Art. 72 BGS). Ein Konto pro Spieler mit verifizierter Identität ist vorgeschrieben (Art. 47-52 VGS). Die Limiten setzt der Spielende selbst, nicht der Staat: Der Veranstalter muss einen oder mehrere Höchstwerte für Tages-, Wochen- oder Monatseinsätze oder -verluste verlangen (Art. 87 VGS); eine Senkung wirkt nach dem Gesetz sofort, eine Erhöhung nach 24 Stunden, wobei Swisslos und Loterie Romande in ihren eigenen Bedingungen 72 Stunden anwenden. Eine gesetzlich festgelegte Einzahlungsobergrenze kennt die Schweiz nicht.

Der springende Punkt für den Leser: Was im Abschnitt über Limiten und Spielsperren steht, gilt nur bei den beiden bewilligten Veranstaltern. Ein ausländischer Anbieter arbeitet nach seinen eigenen Hausregeln, und eine Senkung der Limite dort ist eine Kulanzhandlung und kein durchsetzbarer Anspruch.

Auszahlungen laufen nur auf ein Zahlungskonto auf den Namen der Kontoinhaberin oder des Kontoinhabers (Art. 50 Abs. 2 VGS); anonyme oder Krypto-Auszahlungen gibt es im bewilligten Schweizer Sportwettgeschäft nicht, und eine Kreditgewährung an Spielende ist untersagt (Art. 75 Abs. 1 BGS). Welche Zahlungsmarken ein Veranstalter akzeptiert, ist seine eigene Sache und steht in seinen Bedingungen. Ein Zahlungsblocking-Werkzeug gegen unbewilligte Wettseiten hat die Schweiz nicht.

Bei der Werbung gelten klare Grenzen. Werbung darf nicht aufdringlich oder irreführend sein und sich nicht an Minderjährige oder gesperrte Personen richten (Art. 74 BGS). Werbung für Geldspiele, die in der Schweiz nicht erlaubt sind, ist verboten (Art. 74 Abs. 3 BGS) und wird mit einer Busse von bis zu CHF 500’000 geahndet (Art. 131 BGS) — deshalb beschreibt diese Seite und wirbt nicht. Gratisspiele oder Gratisguthaben brauchen die vorgängige Zustimmung der Gespa (Art. 75 Abs. 2 BGS; 2025 erteilte sie 24 Zustimmungen an die Loterie Romande und 8 an Swisslos). Beträge und Bedingungen von Boni stehen ausschliesslich in den Bedingungen des jeweiligen Veranstalters. Ein Werbeverbot zu bestimmten Tageszeiten existiert nicht.

Und die unangenehmste Folge für den Leser selbst: Das Veranstalten von Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung ist strafbar — bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Betrieb bis zu fünf Jahren (Art. 130 BGS). Der Spielende wird nicht bestraft. Aber Einsätze und Gewinne können in einem Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden, und Schutz- oder Fair-Play-Kontrollen bestehen nicht.

Ein Wort zur ehrlichen Einordnung, weil beide Seiten gern zu einfach dargestellt werden. Der bewilligte Schweizer Weg liefert vollen Schweizer Schutz — und dafür nur zwei Veranstalter, eine geschlossene Liste von Sportarten und Märkten, eine Wohnsitzanforderung und eine Identitätsprüfung. Der ausländische Weg liefert keine Schweizer Bewilligung, keinen Anschluss an das Schweizer Sperrregister und keinen Schweizer Rechtsweg. Keiner der beiden ist von sich aus «die sichere Wahl» — aber nur einer von beiden hat im Schweizer Recht überhaupt einen Boden.

Häufige Fragen zu Curling-Wetten in der Schweiz

Gibt es bei Sporttip oder Jouez Sport Wetten auf Curling?

Nur wenn Curling mit dem jeweiligen Turnier und der Wettart in der Gespa-Liste der bewilligten Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten steht. Diese Liste ist geschlossen, und Qualifikationsrunden erscheinen nur, wenn sie aufgeführt sind. Ein Blick ins aktuelle Wettprogramm beantwortet die Frage für das konkrete Turnier.

Welche Sportarten und Wettarten genehmigt sind, wo steht das?

In der Gespa-Liste der bewilligten Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten (Version 10.09.2026; Art. 25 BGS, Art. 29 VGS). Sie ist eine geschlossene Aufzählung: Corner- und Kartenmärkte fehlen darin, ein Esport-Abschnitt fehlt darin, und Wetten auf Trainingsläufe sind ausgeschlossen. Zugelassen sind nur Sportwettbewerbe.

Was bedeutet die Marge bei einer Sportart mit wenig Wettumsatz?

Die Marge ist der Teil jeder Quote, den der Veranstalter behält. Bei zwei Quoten von je 1,90 liegt der Quotenschlüssel bei rund 95%, die Marge also bei etwa 5% bis 5,3%. In einem engen Markt mit wenigen Einsätzen kann sie höher ausfallen, weil der Veranstalter dort ein grösseres Risiko trägt. Ein Beispiel ist kein quotierter Preis.

Wie berechnet sich der Gewinn einer Kombination aus Einsatz und Gesamtquote?

Die Gesamtquote ist das Produkt der Einzelquoten; der Gewinnbetrag ist Einsatz mal Gesamtquote. Das Ergebnis wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Bei einer abgesagten und nicht nachgeholten Begegnung erhält die betroffene Voraussage Quote 1.00.

Was geschieht mit einer Wette, wenn ein Curling-Spiel abgesagt wird?

Wird ein Wettereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn oder im Rahmen eines Turniers nachgeholt, ist die Wette ungültig. Einzelwetten werden zurückbezahlt, in Kombinationswetten erhält die Voraussage Quote 1.00. Bei einer Kombination sinkt damit die Gesamtquote.

Bis zu welchem Betrag bleibt ein Gewinn steuerfrei?

Bei schweizerisch bewilligten Grossspielen bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn: eidgenössisch CHF 1’071’000 ab dem 1.1.2026. Der kantonale Schwellenwert unterscheidet sich je nach Kanton. Oberhalb des Schwellenwerts behält der Veranstalter 35% Verrechnungssteuer ein. Fragen Sie einen Steuerberater oder die kantonale Steuerverwaltung.

Inhalt erstellt vom Team «handywettench»