Cricket-Wetten in der Schweiz: zwei Veranstalter, ein geschlossener Markt

Updated Oktober 2026
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Ein ovales Cricketfeld mit gemähtem Rasen und hellem Mittelstreifen am frühen Morgen, Nebel zwischen den Bäumen am Rand

Datenstand: Oktober 29, 2026, geprüft gegen die Bewilligungsangaben der Gespa und die veröffentlichten Teilnahmebedingungen der beiden Schweizer Veranstalter.

Im Cricket stehen sich zwei Mannschaften mit je 11 Spielern gegenüber.

Warum ein Fünftage-Spiel mehr Selbstkontrolle verlangt als ein Fussballabend

Ein Test-Match läuft bis zu fünf Tage, an jedem davon drei Sessions von je etwa zwei Stunden. Wer in dieser Zeit nicht zusieht, merkt auch nicht, wenn aus einem Zehner drei Hunderter werden. Genau das ist der Unterschied zu einem Fussballabend: Der Cricket-Kalender liefert dem Wettenden nicht einen Schlusspfiff, an dem er Bilanz zieht, sondern einen Nachmittag, einen Abend und den nächsten Morgen dazu. Die Kontrolle muss deshalb vor dem ersten Ball sitzen, nicht danach.

Vor der ersten Teilnahme bei Sporttip müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen. Die Oberlimite liegt bei CHF 9’999, unter 21 Jahren bei CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Diese 72 Stunden sind der eigentliche Schutzmechanismus — nicht die Zahl, sondern die Wartezeit. Wer an einem Dienstag im dritten Innings die Limite hochsetzen will, sitzt sie aus und hat am Freitag eine andere Meinung. Dasselbe Muster greift bei der freiwilligen Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage: Sie ist die Bremse, die vor dem Einzahlen greift, nicht erst am Wettschein.

Dass der Staat hier nicht vorgreift, ist kein Zufall. Die Limiten setzen die Spielenden selbst; der Veranstalter muss lediglich Höchstwerte für Tag, Woche oder Monat verlangen. Die Schweiz kennt keine gesetzlich fixierte Einzahlungsgrenze. Wer eine Limite will, muss sie also selbst benennen — und die Zahl, die man einmal einträgt, sollte man so wählen, dass sie an einem verregneten Sonntag mit drei Sessions noch trägt.

Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Das ist die stärkere Massnahme, und sie ist bewusst unumkehrbar: Eine selbst gewählte Pause bis zu sechs Monaten muss ohnehin angeboten werden, und wer sich dauerhaft sperren lässt, kommt nicht mit einem Anruf zurück. Eine freiwillige Sperre lässt sich erst nach drei Monaten wieder lösen, und dabei ist eine Fachstelle beteiligt.

Was daran wirklich wichtig ist: Die Spielsperre gilt im ganzen Land, nicht nur bei einem Veranstalter. Sie ist die einzige Massnahme auf dieser Seite, die über den eigenen Bildschirm hinausreicht. Wer Cricket über mehrere Tage verfolgt, sollte sie kennen, bevor er sie braucht.

Dass die Kontrolle am Verkaufsschalter trotzdem löchrig ist, gehört auf den Tisch. Die Gespa hat 2025 in Testkäufen an Verkaufsstellen in 47,5 % von 200 Fällen eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft. Wer Sporttip an einem Kiosk spielt, verlässt sich also nicht auf eine Schranke, die es gibt, sondern auf eine, die oft nicht greift. Im Online-Konto ist die Altersgrenze von 18 Jahren dagegen Teil der Registrierung und wird gegen Ausweisdaten geprüft. Wo man spielt, entscheidet mit, wie gut man geschützt ist.

Cricket von Test bis T20: was die Formate für die Wette bedeuten

Im Cricket stehen sich zwei Mannschaften mit je 11 Spielern gegenüber; ein Spiel hat zwei oder vier Innings, ein Over besteht aus sechs regulären Bällen. Das ist die Grammatik, aus der alle Wetten abgeleitet werden. Ein Innings ist ein Abschnitt, in dem eine Mannschaft schlägt und die andere wirft — und die Anzahl dieser Abschnitte entscheidet darüber, wie lange ein Ergebnis auf sich warten lässt.

Ein Test-Match dauert bis zu fünf Tage mit täglich drei Sessions von etwa zwei Stunden. Ein One-Day International umfasst in der Regel 50 Overs pro Innings, ein Twenty20 20 Overs pro Innings mit höchstens 75 Minuten je Innings. Aus diesen drei Zahlen folgt die praktische Einteilung: Wer ein Ergebnis noch am selben Abend sehen will, hat im T20 einen Partner; wer eine Wette über mehrere Tage halten müsste, um sie zu gewinnen, braucht entweder eine andere Wette oder ein anderes Format.

Die Unentschieden-Regeln sind der Teil, der am häufigsten überrascht. Ein Spiel endet als Tie, wenn alle Innings beendet sind und der Punktestand gleich ist — das gilt als sehr selten. Ein Draw ist dagegen in der Regel ein Spiel, bei dem die Zeit vor Ende aller Innings abläuft. Tie und Draw sind zwei verschiedene Einträge auf einem Wettschein, und wer sie verwechselt, verwechselt einen seltenen Ausgang mit einem gewöhnlichen.

Kurzformat-Ligen und Weltmeisterschaften sind der Teil des Spielplans, den ein Schweizer Publikum am ehesten verfolgt. Die Indian Premier League ist ein Beispiel für eine nationale Twenty20-Liga mit internationalen Spielern. Der Cricket World Cup der Männer findet alle vier Jahre statt und wird mit 50 Overs pro Innings gespielt, seit 1987; zuvor waren es 60. Die erste Austragung war 1975 in England, Rekordsieger ist Australien mit 6 Titeln.

Den World Cup 2023 gewann Australien, Gastgeber war Indien. Die Ausgabe 2027 wird in Südafrika, Simbabwe und Namibia ausgetragen und auf 14 Teams erweitert. Mehr Teilnehmer bedeuten mehr Spiele, mehr Spiele bedeuten mehr Gelegenheiten — und mehr Gelegenheiten bedeuten bei einem Format über mehrere Wochen auch mehr Umschlag, wenn man die Limite nicht vorher setzt.

Das Finale des World Cup 2019 zeigt, warum Cricket-Wetten eine eigene Leseart verlangen. Nach 50 Overs stand es 241:241, im Super Over 15:15, und England gewann anhand der Zahl der Boundaries. Ein Wettmarkt, der nur auf Sieg oder Niederlage lautet, hätte hier zweimal ein Remis ausgewiesen, bevor die Entscheidung fiel. Die feinere Regel entschied, wer den Titel holte.

Grundlagen

Der Ball ist rot, das Feld oval, und die Regeln sind es, die den Unterschied machen. Für die Auswahl der Wette zählt vor allem, ob das Format einen regulären Abschluss vorsieht. Wo die Zeit ablaufen kann, gibt es einen Ausgang, den es im Fussball nicht gibt: das Ergebnis entfällt, und viele Wetten werden mit Quote 1.00 gewertet. Das ist keine Panne und kein Fehler des Buchmachers, sondern eine Eigenschaft des Sports.

Ein roter Lederball und ein Holzschläger liegen auf einer Rasenkante, dahinter ein unscharfer Zaun
Im Cricket stehen sich zwei Mannschaften mit je 11 Spielern gegenüber; ein Spiel hat zwei oder vier Innings, ein Over besteht aus sechs regulären Bällen.

Bei Sporttip umfasst die reguläre Spielzeit die reguläre Spieldauer — etwa Fussball 90 Minuten — plus Nachspielzeit; Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Dieses Prinzip ist der Schlüssel zum Lesen eines Cricket-Wettscheins: Was zum Wettausgang gehört, steht im Programm. Wer eine Wette auf das Weiterkommen in einem Turnier hält und dabei denkt, das Vorrunden-Ergebnis sei mitgemeint, hat den Wettschein nicht gelesen.

Regen, Abbruch und die Rechnung dahinter: die Duckworth-Lewis-Stern-Methode

Cricket ist ein Freiluftsport, und in der Schweiz gilt dasselbe wie in Indien: Der Regen kommt. Die Duckworth-Lewis-Stern-Methode berechnet das Ziel der zweiten schlagenden Mannschaft in durch Wetter unterbrochenen Limited-Overs-Spielen. In 50-Over-Spielen muss jedes Team mindestens 20 Overs spielen, im Twenty20 mindestens fünf, sonst wird das Spiel als «No Result» gewertet. Ausnahmen gibt es zwei: ein Team ist all out, oder es erreicht das Ziel früher.

Für eine Wette bedeutet das eine Revision, die niemand im Voraus kennt. Ein Ziel von 280 in 50 Overs kann nach einem Regen zu einem Ziel von 190 in 30 Overs werden. Die Methode wurde 1997 eingeführt und 1999 vom International Cricket Council offiziell übernommen; seit November 2014 trägt sie nach Steven Stern den Namen Duckworth-Lewis-Stern.

Wer eine 50-Over-Wette als sicher empfindet, weil die erste Mannschaft vier Overs vor Schluss noch zusammengebrochen ist, sollte wissen: Das Spiel ist erst zu Ende, wenn die Overs gespielt oder die Zeit und der Regen entschieden haben. Es gibt kein Rechenmodell, das eine abgebrochene Partie in den Ausgang verwandelt, auf den man gesetzt hat.

Wo Cricket im Schweizer Sportwettangebot steht

Die Schweiz hat sich bei den Sportwetten für eine enge Lösung entschieden, und Cricket spürt das unmittelbar. Nur Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport dürfen Sportwetten veranstalten. Mehr als diese zwei gibt es nicht — nicht, weil Cricket sich schlecht verkauft, sondern weil das Gesetz die Zahl der Veranstalter begrenzt.

Sporttip wird im Gebiet der Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie im Kanton Tessin und im Fürstentum Liechtenstein durchgeführt; zusammen bilden sie das Swisslos-Vertragsgebiet. Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Sie zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende.

Aus diesen Gebietsgrenzen folgt, was ein Vergleich auf dieser Seite nie aussprechen darf: Es sind nicht zehn Anbieter mit zehn Cricket-Programmen, sondern zwei Veranstalter mit klar getrennten Zuständigkeiten und acht weitere Namen, die in der Schweiz über keine Bewilligung verfügen. Wer in Zürich lebt, kann kein Konto bei Jouez Sport eröffnen; wer in Genf lebt, keines bei Sporttip. Für einen Grossteil der Leserinnen und Leser heisst das: Es gibt genau einen Ort, an dem eine Cricket-Wette in der Schweiz legal platziert werden kann, und der liegt in der eigenen Landeshälfte.

Was dort bettbar ist, entscheidet nicht der Veranstalter allein. Der erlaubte Rahmen ist eine abgeschlossene Liste, und nur wenn ein Sport und ein Wetttyp darauf stehen, lässt er sich spielen. Ob Cricket darauf steht, wie viele Turniere aufgeführt sind und welche Wettarten zugelassen sind, ist über die Aufsicht einsehbar und ändert sich mit deren Versionen. Wer zum ersten Mal Cricket wetten will, sollte das im Programm prüfen und nicht im Marketingtext.

Spielplan

Der Formatreichtum des Cricket schlägt auf den Wettkalender durch. Mehrtägige Test-Matches, 50-Over-Spiele, Kurzformat-Ligen und die Weltmeisterschaft bilden eine Kette über das ganze Jahr. Ein Schweizer Programm, das Cricket führt, orientiert sich an den internationalen Fenstern des ICC — und in diesen Fenstern liegt der Sport quer zu Fussball und Eishockey, nicht daneben.

Für die Auswahl heisst das: Wer ein Cricketspiel finden will, muss wissen, wann es gespielt wird, nicht nur wer antritt. Test-Matches beginnen an einem festen Tag und laufen bis zu fünf Tage; ein Twenty20 ist nach einer guten Stunde pro Innings fertig. Die Turnierplanung ist damit selbst ein Teil der Wettentscheidung, nicht ein Randdetail.

Der Vergleich: zehn Namen, zwei Bewilligungen

Die folgende Übersicht ordnet die Anbieter nach Bewilligungsstatus. Die Spalte mit dem Veranstalter oder der angegebenen Lizenz ist die einzige, die den rechtlichen Unterschied sichtbar macht — sie ist deshalb die erste, weil ohne sie jede andere Eigenschaft in der Tabelle auf einem Missverständnis beruht.

Anbieter Schweizer Bewilligung Veranstalter oder angegebene Lizenz
Swisslos Sporttip Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung nach BGS, beaufsichtigt durch die Gespa SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel
Loterie Romande Jouez Sport Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung nach BGS, beaufsichtigt durch die Gespa Loterie Romande, Société de la Loterie de la Suisse Romande
Betscore keine Schweizer Bewilligung angegebene Lizenz nicht feststellbar, ohne Wirkung in der Schweiz
22Bet keine Schweizer Bewilligung angegebene Lizenz nicht feststellbar, ohne Wirkung in der Schweiz
bet-at-home keine Schweizer Bewilligung angegebene Lizenz nicht feststellbar, ohne Wirkung in der Schweiz
Betify keine Schweizer Bewilligung angegebene Lizenz nicht feststellbar, ohne Wirkung in der Schweiz
ZotaBet keine Schweizer Bewilligung angegebene Lizenz nicht feststellbar, ohne Wirkung in der Schweiz
BetAlright keine Schweizer Bewilligung angegebene Lizenz nicht feststellbar, ohne Wirkung in der Schweiz
N1 Bet keine Schweizer Bewilligung angegebene Lizenz nicht feststellbar, ohne Wirkung in der Schweiz
BetFury keine Schweizer Bewilligung angegebene Lizenz nicht feststellbar, ohne Wirkung in der Schweiz

Die acht unteren Zeilen sind nur in einem Punkt unterschiedlich: im Namen. Das ist kein Ausdruck von Bequemlichkeit, sondern eine Tatsache des Schweizer Systems. Sobald ein Anbieter keine Bewilligung nach dem BGS hat, hat seine ausländische Erlaubnis in der Schweiz keine Wirkung — welches Land sie ausgestellt hat, ändert daran nichts. Diese Anbieter hängen nicht am schweizerischen Sperrregister, und wer sich bei einem von ihnen selbst sperrt, sperrt sich nur bei diesem einen.

Was ein solcher Vergleich leisten kann, ist die Rangfolge innerhalb der ersten zwei Zeilen. Alles andere ist eine Warnung in Tabellenform: nicht weil diese Seiten technisch schlechter wären, sondern weil keine Aufsicht darüber wacht, dass sie es nicht sind.

*Vergleich geprüft am Oktober 29, 2026 gegen die Bewilligungsangaben der Gespa.*

Einordnung

Ein Vergleich über zehn Namen, von denen acht dasselbe Nichteigenschaft teilen, hat eine Schwäche, die man benennen muss: Er lädt dazu ein, die zehn als Auswahl zu lesen. Sie sind es nicht. Zwei Anbieter können einen Schweizer Wohnsitz bedienen, und selbst die zwei teilen das Land unter sich auf. Alles, was darüber hinausgeht, ist eine Beschreibung dessen, was Schweizer Spielende im Netz antreffen — nicht dessen, was ihnen hier erlaubt ist.

Für eine Entscheidung, die trägt, reicht die Tabelle deshalb nicht. Wer in der Deutschschweiz wohnt und Cricket wetten will, hat nur eine Zeile, die zählt. Wer in der Westschweiz wohnt, hat die andere. Und wer in einem anderen Land wohnt, hat gar keine — die Wohnsitzanforderung steht im Registrierungsprozess, nicht in einer Fussnote.

Quoten, Auszahlungsquote und was die Marge auf Dauer kostet

Jede Cricket-Quote trägt eine Marge. Die Auszahlungsquote eines Marktes ergibt sich aus 1 geteilt durch die Summe der Kehrwerte aller Quoten eines Marktes; die Marge ist 100 % minus dieser Quote. Ein einfaches Zwei-Weg-Beispiel mit Quoten von 1.90 und 1.90 ergibt eine Auszahlungsquote von 95,2 % und damit eine Marge von 4,8 %. Die Rechnung nennt zwei identische Preise für zwei Ausgänge; kein einzelnes Cricket-Spiel ist mit solchen Quoten hinterlegt.

Die Marge ist die Grundgebühr, die auf jedem Wettschein steht, unabhängig vom Ausgang. Bei einem Einsatz von CHF 100 über mehrere Wetten mit dieser Marge summieren sich die Abzüge auf rund 4 bis 5 Franken pro Einheit — abhängig von der Anzahl der Wetten und davon, ob der konkrete Markt diese Auszahlungsquote hat. Bei Test-Matches mit ihren vielen Unterbrechungen und über mehrere Tage laufenden Märkten liegt die Marge in der Regel höher, weil hier weniger Umsatz zusammenkommt als bei einem dicht getakteten Kurzformatspiel.

Ein Test-Match über fünf Tage ist aus Sicht der Marge ein teures Produkt. Wer dort über 20 Wetten hinweg spielt, hat die Marge zwanzig Mal bezahlt, bevor das erste Ergebnis feststeht. In einem Twenty20 mit einem einzigen abendfüllenden Spiel zahlt man dieselbe Marge genau einmal. Das ist kein Argument gegen Cricket-Wetten, sondern gegen Cricket-Wetten als Dauerbeschäftigung über einen ganzen Tag.

Was die Marge für Kombinationen heisst, ist besonders bei Cricket wichtig. In einer Kombiwette multiplizieren sich die Quoten der einzelnen Wetten zu einem Preis, und das tut auch die Marge: Zwei Wetten mit je 4,8 % ergeben zusammen rund 9,3 %, nicht 4,8 %. Wer Cricket-Wetten kombiniert, zahlt also doppelt und muss die Wirkung der eigenen Auswahl auf die Auszahlungsquote mitrechnen.

Was den Schweizer Markt zusammenhält: BGS, Gespa und die zwei Bewilligungen

Online-Sportwetten sind in der Schweiz ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51, in Kraft seit 1. Januar 2019). Beaufsichtigt werden sie von der Gespa, der Interkantonalen Geldspielaufsicht in Bern, nicht von der ESBK, die nur Casinos beaufsichtigt. Der Rahmen stammt aus dem Geldspielkonkordat, das am 1. Januar 2021 in Kraft trat. Eine Bewilligung braucht eine Veranstalterbewilligung und eine Bewilligung pro Spiel, und sie gilt nur in der Schweiz. Der Nettoertrag geht an öffentliche Zwecke in den Kantonen.

Swisslos mit Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport sind die beiden Veranstalter, die die Kantone zugelassen haben. Ein Online-Konto setzt Wohnsitz in der Schweiz und in der Praxis im Gebiet des jeweiligen Veranstalters voraus.

Eine ausländische Bewilligung — aus Curaçao, Malta, Deutschland oder irgendeinem anderen Land — hat in der Schweiz keine Kraft. Das Veranstalten von Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung ist eine Straftat: bis zu drei Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Betrieb bis zu fünf Jahre. Die Spielenden werden nicht bestraft, aber Einsätze und Gewinne können in einem Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden, und es gibt weder Schutz noch Fairplay-Kontrolle.

Die Sperrliste der Gespa ist das sichtbare Werkzeug dieser Politik. Schweizer Telekom-Anbieter sperren ausländische Domains per DNS; die erste Liste erschien am 3. September 2019, Ende 2025 umfasste sie 671 Domains. Gesperrte Domains werden innerhalb von Stunden ersetzt — die Aufsicht nennt dieses Muster Domain-Hopping. Ein Anbieter, der heute erreichbar ist, kann morgen aus dem Netz verschwunden sein; das Konto bleibt und die Guthaben auch, aber der Weg dahin führt dann über andere Wege als den gewohnten.

Eine Warnung gehört hierher, weil sie verbreitet ist: Die Schweiz hat kein Zahlungssperrwerkzeug gegen unerlaubte Wettseiten. Banken und Kartennetzwerke blockieren solche Zahlungen nicht. Wer sich auf eine solche Sperre verlässt, verlässt sich auf nichts.

Bei lizenzierten Anbietern dagegen gelten Regeln, die man nachlesen kann. Auszahlungen gehen ausschliesslich an ein Zahlungskonto auf den Namen des Kontoinhabers — anonyme oder Krypto-Auszahlungen existieren im bewilligten Schweizer Sportwettangebot nicht. Kredite an Spielende sind untersagt. Ein Konto pro Person, mit geprüfter Identität. Wer als Wettkämpfer an einem Ereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten. Wetten stehen Personen ab 18 Jahren offen.

Was beworben werden darf, ist ebenfalls geregelt. Werbung darf nicht aufdringlich oder irreführend sein und sich nicht an Minderjährige oder gesperrte Personen richten. Werbung für ein in der Schweiz nicht erlaubtes Geldspiel ist verboten und wird mit einer Busse von bis zu CHF 500’000 geahndet. Gratisspielguthaben und Gratiswetten brauchen die vorherige Zustimmung der Gespa; im Jahr 2025 erteilte sie 24 Zustimmungen an die Loterie Romande und 8 an Swisslos. Bonusbeträge und Bonusbedingungen ergeben sich ausschliesslich aus den Bedingungen des jeweiligen Veranstalters.

Rechtslage

Bei Sporttip beträgt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1’000 und für eine Systemwette CHF 10’000. Swisslos kann diese Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Die Obergrenze von CHF 1’000 pro Einzelwette ist für Cricket ungewöhnlich relevant: Sie begrenzt, wie viel auf ein Spiel gesetzt werden kann, das über fünf Tage läuft, und sie macht eine einzelne grosse Wette auf ein Test-Match strukturell unmöglich.

Ein Smartphone mit dunklem Display liegt auf einer Parkbank, dahinter ein Schweizer Dorf mit Kirchturm im Dunst
Den Cricket World Cup 2023 gewann Australien, Gastgeber war Indien; die Ausgabe 2027 wird in Südafrika, Simbabwe und Namibia ausgetragen und auf 14 Teams erweitert.

Zur Online-Registrierung braucht es mindestens 18 Jahre sowie Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Swisslos-Vertragsgebiet. Es darf keine Spielsperre bestehen, und jede Person darf sich nur einmal registrieren. Die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft. Bei der Loterie Romande gilt der Wohnsitz in einem der sechs Westschweizer Kantone.

Besteht eine Spielsperre, gibt es keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne. Wer minderjährig ist, ebenfalls nicht.

Steuern

Gewinne aus bewilligten Schweizer Grossspielen sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommenssteuerfrei und werden nur darüber besteuert. Der eidgenössische Freibetrag liegt ab dem 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000 — im Jahr 2025 waren es CHF 1’070’400. Der kantonale Freibetrag unterscheidet sich, deshalb gilt hier «je nach Kanton» und nicht eine einzelne Zahl. Oberhalb des Freibetrags behält der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ein, die über die Steuererklärung zurückgeholt wird.

Ein typischer Cricket-Wettender bleibt weit unter dieser Schwelle. Wer mit Einzelwetten im zwei- oder dreistelligen Bereich spielt, zahlt auf den Gewinn weder Einkommenssteuer noch Verrechnungssteuer. Der Freibetrag ist keine Erlaubnis zum Grossspiel, sondern die Grenze, ab der ein Einzelgewinn interessant wird für die Steuerverwaltung.

Auf der anderen Seite: Eine Schweizer Wettsteuer auf Einsätze gibt es nicht. Wer eine solche Abgabe in einer Rechnung oder einem Angebot findet, findet sie nicht in einem Schweizer Gesetz.

Gewinne bei ausländischen Anbietern unterliegen nicht der Verrechnungssteuer, aber die kantonale Steuerpraxis des Kantons Thurgau behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen als vollständig steuerbares Einkommen, unabhängig von der Höhe. Wer über eine ausländische Seite spielt, sollte das vorher mit einem Steuerberater oder der kantonalen Steuerverwaltung klären und nicht danach.

Die zehn Anbieter im Einzelnen

Swisslos Sporttip: der Veranstalter, der Cricket überhaupt erst möglich macht

Swisslos ist die Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel und veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019. Die Sportwetten laufen unter dem Namen Sporttip. Für 2025 verteilte Swisslos einen Reingewinn von CHF 562 Mio., davon CHF 506 Mio. an die kantonalen Fonds und CHF 56 Mio. an die Stiftung Sportförderung Schweiz für Swiss Olympic, Fussball, Eishockey und Sporthilfe. Aus den Sportwetten stammten davon CHF 109 Mio., nach CHF 122 Mio. im Jahr 2024.

Die Zuständigkeit ist auf das Vertragsgebiet beschränkt: die Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH, dazu Tessin und das Fürstentum Liechtenstein. Wer ausserhalb wohnt, kommt nicht hinein — nicht durch eine Ausnahme, sondern durch die Registrierung, die die Adresse prüft.

Auf der Produktseite sind die Limiten für Cricket zentral: Mindesteinsatz CHF 1 für Einzel- und Kombinationswetten, Höchsteinsatz CHF 1’000 für eine Einzel- oder Kombinationswette, CHF 10’000 für eine Systemwette. Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden; ein Cash-Out muss nicht für alle Wetten angeboten werden. Ausgeführt wird er als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung, für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten. Rückgängig lässt er sich nicht machen.

Bei Livewetten gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00; in spielentscheidenden Situationen wie Elfmeter, Roter Karte oder Videoschiedsrichter-Entscheid kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung werden nur über die Bet-Builder-Funktion kombiniert; nimmt Swisslos irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten.

Quotenboosts gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage; Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettenden nur einmal nutzbar, in Einsatz und Erhöhung limitiert, und bei einem Cash-Out verfällt der Boost.

Das Wort «Boost» verdient einen nüchternen Blick. Eine Erhöhung, die nur online, nur vor dem Spiel, nur auf eine Voraussage und nur einmal gilt, ist ein Rabatt auf eine sehr schmale Auswahl — und wer vorzeitig auscasht, verliert sie ganz. Bei einem Test-Match, das fünf Tage läuft, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass man genau zwischen Boost und Cash-Out wählen muss.

Fazit: Sporttip ist der einzige Ort, an dem ein Cricket-Wettender mit Wohnsitz im Vertragsgebiet rechtlich geschützt spielt, und die Obergrenze von CHF 1’000 pro Einzelwette prägt das Spiel stärker als jedes Bonusangebot. Wer Cricket über mehrere Tage begleiten will, findet hier die passende Struktur — aber nur mit einer Verlustlimite, die dem Tempo des Formats standhält.

Loterie Romande Jouez Sport: dasselbe Produkt, andere Landeshälfte

Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Als Kontaktadresse nennt sie Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne; sie zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende. Die Bewilligungslage ist dieselbe wie bei Swisslos: Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung für ein Grossspiel nach BGS, beaufsichtigt durch die Gespa.

Die 2’350 Verkaufsstellen sind der Teil, der bei einem Fünftage-Spiel tatsächlich etwas wert ist. Ein Test-Match beginnt um eine Uhrzeit, die selten mit dem eigenen Feierabend zusammenfällt; wer vorher noch eine Wette abgeben will, findet in der Westschweiz ein dichtes Netz physischer Annahmestellen. Das ist ein praktischer Vorteil, der in keinem Quotenvergleich auftaucht.

Ein Online-Konto setzt den Wohnsitz in einem der sechs Kantone voraus. Wer in Lausanne wohnt und Cricket spielt, hat hier seine eine Zeile; wer in Bern wohnt, hat sie nicht. Die beiden Veranstalter sind keine Alternativen zueinander, sondern zwei getrennte Gebiete.

Fazit: Jouez Sport steht für die Westschweiz dort, wo Sporttip für die Deutschschweiz steht, und die 2’350 Annahmestellen sind der einzige echte Unterschied für jemanden, der eine Wette vor dem ersten Ball abgeben möchte.

Betscore: kein Schweizer Veranstalter, kein Schweizer Schutz

Betscore verfügt über keine Schweizer Bewilligung. Nur Swisslos und Loterie Romande dürfen in der Schweiz Sportwetten veranstalten; eine angegebene ausländische Lizenz ist nicht feststellbar und hätte in der Schweiz ohnehin keine Wirkung. Der Anbieter hängt nicht am schweizerischen Sperrregister, und es gibt keinen Schweizer Rechtsweg gegen ihn. Seine Domains können auf die Sperrliste der Gespa gesetzt und per DNS blockiert werden.

Wer Cricket bei Betscore spielen will, spielt es ohne die Regeln, die im Abschnitt «Die zehn Anbieter im Einzelnen» aufgeführt sind: keine Schweizer Verlustlimitenpflicht, keine Anbindung an das schweizerische Sperrregister, keine Auszahlungspflicht auf ein Konto im eigenen Namen, keine Schweizer Aufsicht. Das ist die vollständige Bilanz.

Fazit: Betscore bietet für Schweizer Spielende nichts, was die fehlende Bewilligung aufwiegt — die acht Zeilen in der Übersicht sagen hier dasselbe, und das ist ihr einziger Zweck.

22Bet: ohne Bewilligung, ohne Sperrregister-Anbindung

22Bet hat keine Schweizer Bewilligung. Eine angegebene Lizenz ist nicht feststellbar und hätte in der Schweiz keine Wirkung nach Art. 4 BGS. Kein Anschluss an das Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, Domain-Sperrung möglich.

Wer einen mehrtägigen Test-Match-Verlauf bei einem Anbieter ohne Schweizer Aufsicht verfolgt, hat während dieser Tage keinen Mechanismus zur Hand, der über den eigenen Willen hinausgeht. Die Selbstsperre, die bei Swisslos landesweit in einem Register landet, existiert hier nur als Konto-Schliessung beim einzelnen Anbieter.

Fazit: Ohne Schweizer Bewilligung fällt der gesamte Schutzapparat weg, und Cricket mit seinen langen Spielzeiten ist genau die Sportart, bei der das ins Gewicht fällt.

bet-at-home: eine bekannte Marke ohne Bewilligung in der Schweiz

bet-at-home verfügt über keine Schweizer Bewilligung. Eine angegebene Lizenz ist nicht feststellbar und hat in der Schweiz keine Kraft. Keine Verbindung zum Sperrregister, kein Schweizer Weiterkommen gegen den Anbieter, Sperrliste möglich. Die Gespa nennt den Anbieter im Zusammenhang mit Domain-Hopping: Gesperrte Domains werden innerhalb von Stunden ersetzt.

Das ist der praktische Kern. Die Marke ist in Europa bekannt, und die Bekanntheit ersetzt keine Aufsicht. Eine Domain, die heute funktioniert und morgen gesperrt ist, bedeutet für den Wettenden vor allem eines: Der Zugang kann mitten in einem laufenden Test-Match verschwinden, während Einsätze offen sind.

Fazit: Bekanntheit ist hier kein Qualitätsmerkmal, sondern eine Angriffsfläche — ein Name, der oft gesperrt und oft ersetzt wird, ist für eine Wette über fünf Tage kein verlässlicher Partner.

Betify: ohne Schweizer Bewilligung

Betify hat keine Schweizer Bewilligung; nur Swisslos und Loterie Romande dürfen hier Sportwetten veranstalten. Eine angegebene Lizenz ist nicht feststellbar und entfaltet in der Schweiz keine Wirkung. Kein Anschluss an das Sperrregister, keine Schweizer Kontrolle, Domain-Sperrung möglich.

Für einen Schweizer Wettenden heisst das: Es gibt keine Instanz, an die man sich wenden kann, wenn eine Auszahlung stockt oder ein Markt falsch abgerechnet wird. Bei einem Cricketspiel mit Regenunterbrechung und einer nach Duckworth-Lewis-Stern angepassten Zielvorgabe ist die Abrechnung genau der Punkt, an dem eine unabhängige Kontrolle etwas wert wäre.

Fazit: Fehlende Bewilligung ist bei diesem Anbieter kein Formfehler, sondern der Grund, warum im Streitfall niemand zuständig ist.

ZotaBet: ohne Bewilligung, mit denselben Folgen

ZotaBet verfügt über keine Schweizer Bewilligung. Eine angegebene Lizenz ist nicht feststellbar, ohne Wirkung in der Schweiz. Kein Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, Sperrliste möglich.

Bei Anbietern ausserhalb des Schweizer Systems sind die Einsatzlimiten eine reine Hausordnung. Es gibt keine Verlustlimitenpflicht vor der ersten Teilnahme, kein landesweites Sperrregister und keine geregelte Auszahlung auf ein Konto im eigenen Namen.

Fazit: Wer bei ZotaBet Cricket spielt, verzichtet auf jede Regel, die diese Seite über Limiten und Auszahlungen beschreibt — bewusst oder unabsichtlich, aber in jedem Fall endgültig.

BetAlright: ohne Bewilligung

BetAlright besitzt keine Schweizer Bewilligung; eine angegebene Lizenz ist nicht verifizierbar. Kein Anschluss an das Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg gegen den Anbieter, Domain-Sperrung möglich.

Der Vergleich mit Sporttip fällt hier besonders klar aus: Dort ist der Höchsteinsatz für eine Einzelwette auf CHF 1’000 begrenzt und die Limitenänderung an eine Wartefrist gebunden. Bei einem Anbieter ohne Bewilligung gibt es beides nicht, weil es niemand verlangt.

Fazit: Die fehlende Bewilligung nimmt dem Spieler die Werkzeuge, die ein langes Cricketspiel erst beherrschbar machen.

N1 Bet: ohne Bewilligung

N1 Bet besitzt keine Schweizer Bewilligung. Lizenzangaben sind hier nicht feststellbar, ohne Kraft in der Schweiz. Keine Sperrregister-Anbindung, keine Schweizer Aufsicht, Sperrliste möglich.

Für Cricket bedeutet das: Wer sein Spiel über fünf Tage plant, plant es bei diesem Anbieter ohne jede Bremse, die nicht aus ihm selbst kommt. Bei Swisslos wäre spätestens die Verlustlimite ein Teil der Planung; hier ist sie es nur, wenn man sie sich selbst setzt — und sie gilt dann nur hier.

Fazit: Wer Cricket bei N1 Bet spielt, sollte wissen, dass die Limite, die ihn schützt, nirgendwo eingetragen ist ausser in seinem eigenen Kopf.

BetFury: ohne Bewilligung, mit derselben Rechtsfolge

BetFury besitzt keine Schweizer Bewilligung; eine angegebene Lizenz ist nicht nachweisbar und entfaltet in der Schweiz keine Wirkung. Kein Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, Domain-Sperrung möglich.

Bei einem Cricketspiel, das über Tage läuft, fallen bei einem Anbieter dieser Kategorie zwei Dinge zusammen: keine Verlustlimite und kein Cash-Out, der nicht allein dessen Hausordnung unterliegt. Bei Sporttip ist der Cash-Out-Betrag ausdrücklich tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn und kann jederzeit geändert werden — das ist schon einschränkend, aber wenigstens geregelt und nachlesbar.

Fazit: Dasselbe Muster wie bei den übrigen Anbietern ohne Bewilligung — und dasselbe Argument: Bei einem fünf Tage laufenden Spiel braucht es mehr als guten Willen.

Fazit: Für wen Cricket in der Schweiz spielbar ist — und für wen nicht

Cricket in der Schweiz ist ein Sport mit zwei Adressen. Wer in der Deutschschweiz, im Tessin oder in Liechtenstein wohnt, findet bei Swisslos Sporttip das einzige bewilligte Angebot; wer in Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf oder Jura wohnt, bei der Loterie Romande mit Jouez Sport. Wer woanders wohnt, hat keines, und daran ändert kein Anbietervergleich etwas.

Das Format entscheidet mit, wie man spielt. Ein Test-Match über fünf Tage mit drei Sessions pro Tag ist ein anderes Produkt als ein Twenty20 mit zwei Innings von je höchstens 75 Minuten. Wer Test-Matches verfolgt, braucht eine Verlustlimite, die für den ganzen Zeitraum trägt, und eine Obergrenze von CHF 1’000 pro Einzelwette, die ohnehin jeder einzelnen Wette eine natürliche Decke setzt. Wer T20 spielt, hat es mit einer Veranstaltung pro Abend zu tun und wird seltener in Versuchung geraten, den Ausgang noch am selben Tag korrigieren zu wollen.

Wer über eine der acht Seiten ohne Schweizer Bewilligung stolpert — über eine Anzeige, eine Empfehlung, einen gesperrten und neu aufgetauchten Domain-Namen — sollte wissen, was er dabei aufgibt. Eine ausländische Lizenz hat hier keine Wirkung. Das Schweizer Sperrregister gilt dort nicht, eine Selbstsperre bleibt auf das einzelne Konto beschränkt, und im Streitfall gibt es keine hiesige Instanz. Gewinne aus solchen Angeboten sind nach kantonaler Praxis im Kanton Thurgau vollständig steuerbares Einkommen, unabhängig von der Höhe. Wer Cricket über mehrere Tage spielt, braucht genau die Werkzeuge, die dort fehlen, am dringendsten.

Die Marge schliesslich ist bei jedem Anbieter dieselbe unsichtbare Begleiterin. Bei einem Markt mit Quoten von 1.90 und 1.90 bleiben rund 4,8 % des Einsatzes hängen, und in einer Kombiwette wird dieser Anteil zweimal fällig. Das ist der Preis des Spiels, unabhängig davon, wo man es spielt — die Frage ist allein, was man dafür an Schutz zurückbekommt.

Häufige Fragen zu Cricket-Wetten in der Schweiz

Kann man in der Schweiz bei Swisslos oder Loterie Romande auf Cricket wetten?

Nur wenn Cricket und die entsprechende Wettart auf der Liste der bewilligten Sportarten, Wettkämpfe und Wetttypen der Gespa stehen. Der erlaubte Rahmen ist eine abgeschlossene Liste. Swisslos und Loterie Romande dürfen ausschliesslich anbieten, was darauf steht — und ein Konto nur für Personen im jeweiligen Vertragsgebiet eröffnen.

Was bedeuten Test-Match, One-Day-Spiel und Twenty20 für die Auswahl der Wetten?

Die Anzahl der Overs bestimmt, wie schnell ein Ergebnis feststeht. Ein Test-Match läuft bis zu fünf Tage mit täglich drei Sessions von je etwa zwei Stunden. Ein One-Day International hat in der Regel 50 Overs pro Innings, ein Twenty20 deren 20 mit höchstens 75 Minuten je Innings. Kurze Formate liefern Ergebnisse am selben Abend.

Wie wirkt sich die Duckworth-Lewis-Stern-Methode bei Regenunterbrechungen auf eine Wette aus?

Sie berechnet das Ziel der zweiten schlagenden Mannschaft neu. In 50-Over-Spielen muss jedes Team mindestens 20 Overs spielen, im Twenty20 mindestens fünf, sonst gilt das Spiel als «No Result». Eine Wette auf den ursprünglichen Spielverlauf wird damit unter Umständen auf ein Ziel abgerechnet, das es vor dem Regen nie gab.

Wie berechnet sich der Gewinn bei Cricket-Wetten aus Einsatz und Quote?

Bei einer Einzelwette multipliziert sich der Einsatz mit der Quote, und der Nettogewinn ist der Einsatz mal der Quote minus eins. Bei einem Einsatz von CHF 50 auf eine Quote von 2.10 beträgt die Rückzahlung CHF 105, der Nettogewinn also CHF 55. In einer Kombiwette multiplizieren sich die Quoten der einzelnen Wetten zu einem Gesamtpreis.

Wie lässt sich die Marge in Cricket-Quoten abschätzen?

Man bildet den Kehrwert jeder Quote eines Marktes, addiert sie und teilt 1 durch die Summe. Bei einem Zwei-Weg-Markt mit 1.90 und 1.90 ergibt das 1 geteilt durch 1,053, also rund 95 % Auszahlungsquote und eine Marge von rund 4,8 %. Je mehr Ausgänge ein Markt hat, desto mehr Kehrwerte gehen in die Summe ein.

Wie werden Gewinne bei ausländischen Wettseiten im Vergleich zu Sporttip-Gewinnen besteuert?

Gewinne aus bewilligten Schweizer Grossspielen sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn steuerfrei; der eidgenössische Freibetrag liegt ab dem 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000, der kantonale weicht davon ab. Ausländische Anbieter unterliegen nicht der Verrechnungssteuer, doch die kantonale Steuerpraxis im Thurgau behandelt solche Gewinne als vollständig steuerbares Einkommen.

Inhalt erstellt vom Team «handywettench»