EuroLeague-Wetten in der Schweiz: nur zwei Veranstalter, und beide verlangen eine Limite
Ladevorgang...
Ein Land mit zwei Sportwett-Veranstaltern und einer Liga, die an einem Abend sechs Spiele austrägt: dazwischen sitzt der Wettende, und was er dafür zahlt, steht selten auf dem Wettschein.
Datenstand: Oktober 29, 2026. Die Bewilligungsangaben wurden gegen die Veranstalter- und Spielbewilligungen nach Geldspielgesetz sowie die Angaben der interkantonalen Geldspielaufsicht Gespa geprüft.
Was die EuroLeague in dieser Saison ist — und was das für den Wettschein bedeutet
Die EuroLeague ist keine nationale Meisterschaft, sondern ein geschlossener Klubwettbewerb, den im Jahr 2000 grosse Klubs wie Real Madrid, der FC Barcelona und Olympiakos Piräus unter dem Dach der ULEB aus der Taufe hoben. Die erste Saison 2000/01 wurde mit 24 Teams gespielt. Heute steht hinter dem Wettbewerb ein Gemeinschaftsunternehmen von Euroleague Basketball und der International Management Group, die zur Endeavor Group gehört. Wer auf diese Liga wettet, wettet also nicht auf einen Verband, sondern auf ein Unternehmen, das seinen Spielplan selbst schreibt.
Dieser Spielplan ist eng. Ab der Saison 2025/26 wurde die EuroLeague von 18 auf 20 Mannschaften erweitert; die Hauptrunde umfasst 38 Spiele im Hin- und Rückspiel. Jede Mannschaft bekommt also zwei Dutzend Gegner doppelt vorgesetzt, und das über einen Winter, der in der Halle beginnt und im Frühling endet. Die Saison lief vom 30. September 2025 bis zum 24. Mai 2026, das Final Four wurde im Telekom Center Athens in Athen ausgetragen.
Für den Wettmarkt zählt vor allem die Qualifikation, weil sie die Zahl der Spiele mit Bedeutung auflädt. In der EuroLeague 2025/26 qualifizierten sich die ersten sechs Teams direkt für die Playoffs; die Plätze 7 bis 10 spielten in Play-ins um die letzten beiden Plätze, danach folgten Playoff-Serien im Modus «Best of five». Ein Spiel im Februar kann damit für die eine Mannschaft ein Pflichttermin und für die andere ein Übergangsspiel sein — die Quoten spiegeln diese Ungleichzeitigkeit, und wer das übersieht, liest eine Quote als Prognose, obwohl sie vor allem die Einsatzlage widerspiegelt.
Diese Liga schreibt auch Geschichte, was für die Einordnung des Wettangebots nicht unwichtig ist. Der millionste Punkt der EuroLeague-Geschichte fiel am 18. Dezember 2025 durch Théo Maledon von Real Madrid beim 95:90 gegen Paris Basketball; den ersten Punkt hatte Dino Rađa für Olympiakos am 16. Oktober 2000 erzielt. Olympiacos Piräus gewann die EuroLeague 2025/26 und ist damit der erste Hauptrunden-Erste überhaupt, der den Titel holte; zum wertvollsten Spieler des Final Four wurde Evan Fournier gewählt. Solche Sätze klingen nach Chronik, sie sind aber auch der Grund, warum ein Anbieter überhaupt EuroLeague-Märkte in sein Programm nimmt: ein Wettbewerb mit stabiler Sendezeit und bekannten Namen lässt sich bepreisen.
Ein wettbewerbsrechtlicher Hinweis gehört hierher, und er ist der wichtigste Inhalt dieses Abschnitts. In der Schweiz dürfen Sportwetten nur auf Sportwettkämpfe angeboten werden, und das Angebot ist eine geschlossene Liste: die Gespa-Liste der bewilligten Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten (Version 10.09.2026; Art. 25 BGS, Art. 29 VGS). Qualifikationsrunden stehen darauf nur, wenn sie aufgeführt sind, Frauenwettbewerbe nur, wenn sie aufgeführt sind, Ranglistenwetten nur dann, wenn die Rangliste über die Teilnahme an einem internationalen Wettkampf oder über das Podest entscheidet, und Wetten auf Trainingsläufe stehen überhaupt nicht darauf. Die Liste enthält keine Corner- oder Kartenmärkte und keinen Esport-Abschnitt. Ereignisse, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen, sind gesperrt (Art. 25 Abs. 2 BGS). Wer also von der wilden Marketflut internationaler Anbieter kommt, findet hier ein Programm, das weniger Wettarten führt — und dieses Weniger ist kein Mangel, sondern die Bedingung, unter der die Bewilligung überhaupt erteilt wurde.
Wetten auf das Wetter, auf Politik oder auf Fernsehsendungen sind damit ebenfalls vom Tisch. Livewetten sind erlaubt, vor Spielbeginn und während des Spiels, soweit der Veranstalter eine entsprechende Entscheidung vorliegen hat; das BGS begrenzt sie nicht auf bestimmte Live-Märkte. Cash-Out ist gesetzlich nicht geregelt und bleibt Sache jedes Veranstalters. Über die Zulässigkeit virtueller Sportarten ist nichts festgehalten, dazu steht hier nichts.
Ein 38-Spiele-Programm, zwei Anbieter und ein Wohnsitzkriterium
Der Vergleich dieses Programms hat eine Besonderheit, die manchem erst im Registrierungsformular auffällt: Ein Online-Spielerkonto setzt Wohnsitz in der Schweiz voraus (Art. 47 Abs. 3 VGS) und in der Praxis zusätzlich Wohnsitz im Gebiet des Veranstalters. Bei Swisslos braucht es zur Online-Registrierung mindestens 18 Jahre sowie Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Swisslos-Vertragsgebiet; es darf keine Spielsperre bestehen, und jede Person darf sich nur einmal registrieren. Die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adress-Datenbanken geprüft. Das erklärt, weshalb die Schweizer Wahlfreiheit kleiner ist, als die Zahl der Kantone vermuten lässt.
Wie eine Kombination aus mehreren EuroLeague-Spielen gerechnet wird
Der Gewinnbetrag einer Sporttip-Wette ergibt sich aus Einsatz mal Quote, bei Kombinationen mal der Gesamtquote, dem Produkt der Einzelquoten. Zwei Beispiele aus dem EuroLeague-Programm, mit CHF 20 Einsatz: eine Einzelwette zu Quote 2.10 bringt CHF 42.00 zurück, also CHF 22.00 Nettogewinn; eine Kombination aus zwei Spielen zu Quote 1.80 und 1.65 ergibt eine Gesamtquote von 2.97 und damit CHF 59.40 Rückzahlung. Angenehm daran: Der Betrag wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Die Rundung läuft also zugunsten des Spielenden, was in einem Geschäft mit Margen eine Seltenheit ist — und es ändert nichts daran, dass die Marge in jeder dieser Quoten schon steckt.
Abhängige Ereignisse derselben Sportveranstaltung lassen sich bei Sporttip nur über die Bet-Builder-Funktion kombinieren. Nimmt Swisslos eine solche Kombination irrtümlich ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Wer also Punkte und Sieger desselben EuroLeague-Spiels zusammen auf den Schein setzt, sollte auf die Funktion achten und nicht auf sein Glück.
Fällt ein EuroLeague-Spiel aus — Streik, Hallenschaden, was auch immer — und wird es nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn oder im Rahmen des Turniers nachgeholt, ist die Wette ungültig: Einzelwetten werden zurückbezahlt, in Kombinationswetten erhält die Voraussage Quote 1.00. Das ist die faire Variante, und sie ist nicht überall selbstverständlich.
Einordnung: was Wetten auf diese Liga hier überhaupt sind
Zwei Veranstalter, ein Land. Wer in Deutschland, Österreich oder Malta nach einem Buchmacher sucht, hat die Auswahl unter Dutzenden; hier ist das Angebot von Gesetzes wegen auf zwei konzessionierte Häuser beschränkt. Swisslos (SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft) hat ihren Sitz in Basel und veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 (IKV 2020); die Sportwetten laufen unter dem Namen Sporttip. Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura; sie nennt Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne als Kontaktadresse und zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz sowie 221 Mitarbeitende.
Das bedeutet für den Wettenden auf EuroLeague-Basketball zunächst: Die beiden Häuser teilen sich das Land geografisch, nicht nach Geschmack. Sporttip wird im Gebiet der Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie im Kanton Tessin und im Fürstentum Liechtenstein durchgeführt; zusammen bilden sie das Swisslos-Vertragsgebiet. In der Westschweiz bleibt Jouez Sport. Ein Genfer kann also nicht zu Sporttip wechseln, weil ihm die Quoten dort besser gefallen, und ein Zürcher nicht zu Jouez Sport. Die Vergleichsfrage lautet damit nicht «welcher Anbieter ist besser», sondern «welcher Anbieter ist für meinen Wohnsitz überhaupt erreichbar», und daran ändert keine Quote der Welt etwas.
Für Basketball-Freunde ist das eine Zwickmühle eigener Art. Die EuroLeague ist die stärkste Klub-Liga Europas ausserhalb der NBA, und beide bewilligten Häuser führen sie auf der Gespa-Liste der bewilligten Wettkämpfe. Wer sonst Basketball verfolgt — NCAA, NBA, nationale Ligen — findet ein kleineres Programm, weil die Liste geschlossen ist und nicht wächst, nur weil ein Turnier populär wird.
Was der Veranstalter einbehält: die Marge einer Quote
Eine Quote ist keine Wahrscheinlichkeit, sondern ein Preis. Zwei gleich wahrscheinliche Ausgänge müssten bei fairem Preis je 2.00 stehen. Stehen sie bei 1.90/1.90, zahlt das Buch für jeden Einsatz von CHF 1 über beide Ausgänge hinweg im Schnitt weniger aus, als es eingenommen hat.
Der Anteil, den ein Markt zurückzahlt, ist der Quotenschlüssel: 1 geteilt durch die Summe der Kehrwerte aller Quoten eines Marktes. Bei 1.90 und 1.90 sind das 1 ÷ (1/1.90 + 1/1.90), also rund 95 %. Die Marge ist 100 % minus diesem Schlüssel — hier also rund 5 %, unter der Annahme, dass nur diese beiden Ausgänge im Markt stehen und die Quoten genau so gestellt sind wie in diesem Beispiel. Bei Quoten zwischen 1.85 und 1.95 je Seite wandert die Marge in einen Korridor von etwa 5,1 % bis 2,6 %; je enger das Buch die beiden Seiten zusammenzieht, desto näher kommt der Schlüssel der 100-%-Marke. Das ist ein Rechenbeispiel, kein bei einem Schweizer Veranstalter abgelesener Preis — die tatsächlichen Quoten für ein EuroLeague-Spiel stehen im Wettprogramm, und sie ändern sich mit der Einsatzlage.
Wer diese Zahl einmal gesehen hat, liest jede Bonusankündigung anders. Ein «Gratisspielguthaben» von CHF 50, das über zwanzig Wetten zu je CHF 2.50 umgesetzt werden muss, kostet bei 5 % Marge im Erwartungswert CHF 2.50 — der Betrag, den der Wettende unterwegs an die Marge verliert. Das ist kein Argument gegen die Wette; es ist der Preis des Vergnügens, und er ist ehrlicher ausgewiesen als in jedem Werbespruch. Ein hoher Quotenschlüssel ist das, was ein Buchmacher dem Kunden tatsächlich gibt; alles andere ist Beiwerk.
Was in dieser Schweiz fehlt — und was das kostet
Kein legaler Anbieter in der Schweiz zahlt auf ein Spielerkonto in Bitcoin aus, und keiner zahlt auf ein Konto, das nicht auf den Namen des Kontoinhabers lautet: Gewinne und Guthaben werden nur auf ein Zahlungskonto im Namen des Kontoinhabers ausbezahlt (Art. 50 Abs. 2 VGS), und ein Kredit an Spielende ist untersagt (Art. 75 Abs. 1 BGS). Anonyme oder Krypto-Auszahlungen gibt es im bewilligten Schweizer Sportwettgeschäft nicht. Welche Zahlungsmarken ein Veranstalter akzeptiert, steht in seinen eigenen Bedingungen.
Es gibt in der Schweiz auch kein Instrument, mit dem Banken oder Kartengesellschaften Zahlungen an unbewilligte Wettseiten sperren — solche Behauptungen kursieren, sie stimmen nicht. Was existiert, ist die Sperrliste der Gespa: eine Liste ausländischer Domains, die Schweizer Telekom-Anbieter per DNS blockieren (Art. 86–93 BGS; erste Liste vom 3. September 2019, 671 Domains Ende 2025). Blockierte Domains werden innert Stunden ersetzt.
Rechtslage: warum ausländische Lizenzen hier nichts gelten
Online-Sportwetten sind in der Schweiz ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51, in Kraft seit 1. Januar 2019; Art. 3 lit. c und e) und werden von der Gespa (Interkantonale Geldspielaufsicht, Bern; Geldspielkonkordat in Kraft seit 1.1.2021) beaufsichtigt — nicht von der ESBK, die nur Casinos überwacht. Eine Bewilligung braucht eine Veranstalterbewilligung und eine Bewilligung pro Spiel (Art. 21–25 BGS) und gilt nur in der Schweiz (Art. 4 BGS). Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter von Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt: Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport.

Bewilligung, Sperrliste und die Grenzen der Aufsicht
Eine Bewilligung aus Curaçao, Malta, Deutschland oder irgendeinem anderen Land hat in der Schweiz keine Geltung (Art. 4 BGS). Wer Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung veranstaltet, macht sich strafbar — bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Betrieb bis zu fünf Jahren (Art. 130 BGS). Bestraft wird der Spielende nicht; Einsätze und Gewinne können jedoch in einem Verfahren gegen den Veranstalter eingezogen werden, und es besteht kein Schutz- und Fairplay-Kontrollsystem. Das ist der Kern der Sache, und er wird gern weggelassen: Das Risiko liegt nicht in einer Strafe für den Wettenden, sondern im Fehlen jeder Instanz, an die er sich wenden kann.
Die Sperrliste macht die Lage unübersichtlich, und der Wettende zahlt diese Unübersichtlichkeit mit Zeit. Eine gesperrte Domain ist innerhalb von Stunden durch eine neue ersetzt; dieses Domain-Hopping ist der Grund, weshalb Blocklisten nichts endgültig schliessen. Die Aufsicht kennt dieses Muster und nennt Anbieter, die auf der Liste gestanden haben, darunter bet365 sowie Interwetten und Bet-at-Home im Zusammenhang mit dem Wechsel der Domains. Wer heute auf eine Seite ohne Schweizer Bewilligung zugreift, weiss also nicht, ob sie morgen noch erreichbar ist — und Guthaben, das auf einer nicht mehr erreichbaren Seite liegt, ist ein Guthaben ohne Rechtsweg.
Das Geld, das bei den beiden bewilligten Veranstaltern liegen bleibt, geht indes nicht in eine Privatschatulle: Die Reinerträge fliessen in der Schweiz gemeinnützigen Zwecken in den Kantonen zu (Art. 125 BGS). Wer diese Zahl einmal gesehen hat, versteht, weshalb die Kantone an der Beschränkung auf zwei Veranstalter festhalten. Es ist keine Marktregulierung aus Ordnungsliebe, sondern eine Interessenlage.
Gespa-Liste, Livewetten und Cash-Out: was erlaubt ist und was nicht
Die Gespa führt die Liste der bewilligten Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten (Version 10.09.2026) — das ist der eigentliche Engpass des Angebots, nicht die Zahl der Anbieter. Qualifikationsrunden stehen nur darauf, wenn sie ausdrücklich aufgeführt sind; Frauenwettbewerbe nur, wenn sie aufgeführt sind; Ranglistenwetten nur, wenn die Rangliste über die Teilnahme an einem internationalen Wettkampf oder das Podest entscheidet. Wetten auf Trainingsläufe sind ausgeschlossen, Corner- und Kartenmärkte erscheinen nicht, und einen Esport-Abschnitt gibt es nicht. Wer das als Lücke empfindet, sollte es beim Namen nennen: Es ist eine politische Entscheidung darüber, was in der Schweiz überhaupt Gegenstand einer Wette sein darf.
Livewetten sind demgegenüber erlaubt, vor Spielbeginn und während des Spiels, soweit der Veranstalter eine entsprechende Entscheidung vorliegen hat; eine gesetzliche Beschränkung auf einzelne Live-Märkte enthält das BGS nicht. Bei Sporttip-Livewetten gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird; Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00, und in spielentscheidenden Situationen — Elfmeter, Rote Karte, Videoschiedsrichter-Entscheid — kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Das ist eine Bestimmung, die man vor dem Live-Wetten auf ein EuroLeague-Spiel lesen sollte, weil ein Zoom auf eine strittige Situation genau in diese Kategorie fallen kann.
Cash-Out ist gesetzlich nicht geregelt und bleibt ein Merkmal des jeweiligen Veranstalters. Bei Sporttip gibt es ihn für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung; ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und eine Garantie für jeden Markt besteht nicht. Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden; Swisslos muss Cash-Out nicht für alle Wetten anbieten. Die Botschaft dahinter: Cash-Out ist ein Zusatzgeschäft, kein Rückzugsknopf.
Steuern sind der Punkt, an dem die Kostenrechnung eines durchschnittlichen Wettenden überraschend kurz wird. Gewinne aus bewilligten Schweizer Grossspielen sind bis zum Steuerfreibetrag je Einzelgewinn einkommenssteuerfrei und erst darüber steuerpflichtig — der Bundesbetrag liegt ab 1.1.2026 bei CHF 1’071’000 (2025: CHF 1’070’400), der kantonale Schwellenwert weicht davon ab, weshalb hier «je nach Kanton» gilt und nie eine einzelne kantonale Zahl. Oberhalb des Schwellenwerts behält der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ein, die über die Deklaration in der Steuererklärung zurückgeholt wird. Ein typischer Wettender gewinnt weit darunter: keine Einkommenssteuer und keine Verrechnungssteuer auf dem Gewinn. Eine Schweizer Wettsteuer auf Einsätze gibt es nicht — wer sie behauptet, hat sie erfunden.
Ausländische Anbieter sind steuerlich der unangenehmere Fall. Gewinne von ausländischen Veranstaltern unterliegen nicht der Verrechnungssteuer, aber die kantonale Steuerpraxis etwa von Thurgau behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen als vollumfänglich steuerbares Einkommen, unabhängig vom Betrag. Was hier als «lizenzfrei» daherkommt, kann in der Steuererklärung also teurer sein als der Schweizer Weg, der bei den meisten Wetten gar nichts kostet. Das ist allgemeine Information und ersetzt keine Beratung: Für den eigenen Fall ist die Steuerberatung oder die kantonale Steuerverwaltung die richtige Adresse.
Werbung, Gewinnspiele und Freiguthaben sind ebenfalls eingezäunt. Werbung darf nicht aufdringlich oder irreführend sein und sich nicht an Minderjährige oder gesperrte Personen richten (Art. 74 BGS); Werbung für in der Schweiz nicht bewilligtes Glücksspiel ist verboten (Art. 74 Abs. 3) und mit einer Busse von bis zu CHF 500’000 bedroht (Art. 131 BGS). Gratisspiele oder Gratisguthaben brauchen die vorgängige Zustimmung der Gespa (Art. 75 Abs. 2 BGS; 2025 erteilte sie 24 Zustimmungen an die Loterie Romande und 8 an Swisslos). Beträge und Bedingungen von Boni stehen allein in den Bedingungen des jeweiligen Veranstalters. Eine Sperrstunde für Werbung gibt es nicht.
Spielerschutz: die Limite, die vor der ersten Wette steht
Der wirksamste Kostenschutz in der Schweiz ist keine Hausregel, sondern eine Zahl, die der Spielende selbst eingibt, bevor er überhaupt wetten kann. Der Veranstalter muss einen oder mehrere Höchstwerte für tägliche, wöchentliche oder monatliche Einsätze oder Verluste verlangen (Art. 87 VGS). Vor der ersten Sporttip-Teilnahme müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen (Oberlimite CHF 9’999, unter 21 Jahren CHF 1’000); eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich. Gesetzlich gilt eine Erhöhung ohnehin erst nach 24 Stunden — Swisslos und die Loterie Romande wenden in ihren eigenen Bedingungen 72 Stunden an, und der Unterschied ist der Puffer, in dem ein impulsiver Entschluss verpuffen kann.

Ein festgeschriebener staatlicher Einzahlungsdeckel existiert in der Schweiz nicht. Wer aus einem Land mit gesetzlichem Einzahlungslimit hierher kommt, sucht vergeblich nach einer Zahl, die der Staat vorgibt; sie ist durch die selbst gesetzte Limite ersetzt, und das verlagert die Verantwortung, statt sie aufzuheben. Die Hausnummer für Sporttip ist die Limite, die im Konto steht. Wer sie senkt, merkt das sofort. Wer sie erhöhen will, wartet.
Die Limite und die 72 Stunden: ein Preis, den viele zu spät bemerken
Eine Verlustlimite ist keine Bremse, die man während der Fahrt zieht. Sie ist ein Vertrag mit dem eigenen Konto, und die Erhöhungssperre ist die eigentliche Schutzwirkung: In einer Nacht, die schlecht läuft, kommt man nicht an die Limite heran. Wer im EuroLeague-Programm auf fünf Spiele gleichzeitig setzt, weil er sich die Paarungen lange angesehen hat, kann sich mit einer 30-Tage-Limite in genau die Lage bringen, in der er sein Kontingent schon am zweiten Spieltag aufgebraucht hat. Der Rat ist unspektakulär und teuer, wenn man ihn ignoriert: die Limite auf die Summe setzen, die man im Monat ohnehin verlieren kann, und nicht auf die Summe, die man ausgeben möchte.
Spielsperre und Register: wenn die Limite nicht mehr genügt
Wer sich vollständig aus dem Spiel nehmen will, kann sich bei Swisslos produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Ein freiwilliger Ausschluss kann nach drei Monaten wieder aufgehoben werden (Art. 84 VGS), wobei eine Fachstelle einbezogen ist (Art. 81 BGS); eine selbst gewählte Pause von bis zu sechs Monaten muss angeboten werden (Art. 89 VGS). Wer als gesperrte oder minderjährige Person spielt, hat keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne (Art. 45 BGS).
Wichtig für alle, die Sporttip als Kassenschlager einschätzen: Die Aufsicht hat 2025 Testkäufe durchgeführt und dabei an Verkaufsstellen in 47,5 % von 200 Fällen eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft. Wer die Verkaufsstelle als schärfer kontrollierten Kanal darstellt, irrt. Sehr gut funktioniert dagegen die Online-Registrierung mit Ausweisabgleich gegen Adressdatenbanken. Wer das Gefühl hat, an der Theke gelinge ihm mehr — das ist der Grund, warum hier die Empfehlung nicht dorthin geht.
Die Datenpflege dahinter ist kein Nebenschauplatz. Ein Spielerkonto pro Person mit verifizierter Identität ist vorgeschrieben (Art. 47–52 VGS); zur Online-Registrierung bei Swisslos braucht es mindestens 18 Jahre, Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet, keine bestehende Spielsperre, und jede Person darf sich nur einmal registrieren. Sporttip-Wetten stehen Personen ab 18 Jahren offen; unter 18-Jährige sind ausgeschlossen. Wer als Wettkämpfer an einem Wettereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten. Ein EuroLeague-Spieler wird hier also weder unter den Kundinnen noch unter den Kundennamen des Scheins stehen, auf dem dieser Satz steht.
Wo man sich hinwendet, wenn das Spiel die Kontrolle übernimmt
Kann man Limiten im Konto nicht ändern oder kehren die gelöschten Beträge zurück, sind das Signale, die nichts mit der nächsten EuroLeague-Runde zu tun haben. Die Spielsperre im Konto ist der formale Weg; die Beratungsstelle im Kanton ist der persönliche, und beide schliessen sich nicht aus. Gesperrt wird nicht bestraft. Das Register, in das eine unbefristete Sperre eingetragen wird, gilt gerade deshalb für Casinos mit, weil es denselben Schutz in einem anderen Spiel erfüllt.
Vergleich: die zehn Anbieter in der Schweiz
Einordnung: Bewilligung, Veranstalter und der eigene Wohnsitz
Die folgende Übersicht ordnet die zehn Häuser nach ihrer Bewilligungslage. Sie ist die Grundlage jeder weiteren Entscheidung, denn sie beantwortet die Frage, ob man sich überhaupt registrieren kann.
| Anbieter | Schweizer Bewilligung | Veranstalter oder berichtete Lizenz |
|---|---|---|
| Swisslos Sporttip | Veranstalter- und Spielbewilligung nach BGS (SR 935.51), Aufsicht Gespa | SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel |
| Loterie Romande Jouez Sport | Veranstalter- und Spielbewilligung nach BGS (SR 935.51), Aufsicht Gespa | Loterie Romande, Société de la Loterie de la Suisse Romande, Lausanne |
| PowBet | ohne Schweizer Bewilligung | berichtete Lizenz, in der Schweiz ohne Geltung (Art. 4 BGS) |
| Cloudbet | ohne Schweizer Bewilligung | berichtete Lizenz, in der Schweiz ohne Geltung (Art. 4 BGS) |
| MrXbet | ohne Schweizer Bewilligung | berichtete Lizenz, in der Schweiz ohne Geltung (Art. 4 BGS) |
| Rabona | ohne Schweizer Bewilligung | berichtete Lizenz, in der Schweiz ohne Geltung (Art. 4 BGS) |
| Betovo | ohne Schweizer Bewilligung | berichtete Lizenz, in der Schweiz ohne Geltung (Art. 4 BGS) |
| DirectionBet | ohne Schweizer Bewilligung | berichtete Lizenz, in der Schweiz ohne Geltung (Art. 4 BGS) |
| 1Bet | ohne Schweizer Bewilligung | berichtete Lizenz, in der Schweiz ohne Geltung (Art. 4 BGS) |
| N1 Bet | ohne Schweizer Bewilligung | berichtete Lizenz, in der Schweiz ohne Geltung (Art. 4 BGS) |
Die Spalte mit der Bewilligung ist deshalb die erste, weil sie jede andere Frage schlägt. Wer im Vertragsgebiet von Swisslos wohnt, kann bei den acht Häusern darunter kein Konto eröffnen, das vor einem Schweizer Gericht Bestand hätte — Anmeldung ja, Schutz nein. Und wer diese Zeile gelesen hat, versteht auch, warum die Auswahl hier nicht nach Quoten erfolgt: Bei zwei Häusern, die geografisch getrennt sind, gibt es für den einzelnen Wettenden in der Regel nur ein erreichbares bewilligtes Haus.
Die zehn Anbieter im Einzelnen
Swisslos Sporttip: das Haus für die Deutschschweiz, mit Bet-Builder und strengen Live-Regeln
Swisslos ist eine Genossenschaft mit Sitz in Basel und veranstaltet Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 (IKV 2020). Das Produkt heisst Sporttip. Bewilligungsrechtlich stehen eine Veranstalterbewilligung und eine Spielbewilligung unter dem BGS (SR 935.51) hinter dem Angebot, beaufsichtigt von der Gespa.
Die Reichweite ist der erste harte Faktor. Sporttip wird im Gebiet der Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie im Kanton Tessin und im Fürstentum Liechtenstein durchgeführt. Wer ausserhalb dieses Gebiets wohnt, kommt nicht an ein Online-Konto. Zur Registrierung braucht es mindestens 18 Jahre, Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet, keine bestehende Spielsperre und die Prüfung des hochgeladenen Ausweises gegen Adressdatenbanken. Einmal registriert, ist jede weitere Registrierung ausgeschlossen.
Die Einsatzgrenzen sind für ein EuroLeague-Programm geräumig. Der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten beträgt CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1’000 und für eine Systemwette CHF 10’000; Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Wer mit grossen Beträgen auf ein EuroLeague-Spiel gehen will, stösst hier also auf eine Decke, die nicht am Konto, sondern an der einzelnen Wette hängt. Das ist der Preis dafür, dass das Angebot ein öffentlich-rechtlich gerahmtes Grossspiel ist.
Das Marketing-Beiwerk ist ausführlich und in seinen Bedingungen eng gefasst. Der Kombiboost gilt nur online — Prematch, Live und Systemwetten — und verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50; der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn solchen Voraussagen, wobei Einsatz und Gewinnerhöhung limitiert sind. Quotenboosts gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage, Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz; beide sind pro Wettenden nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert, und bei einem Cash-Out verfällt der Boost. «100 % Bonus» klingt grosszügig, bis man die fünfzehn Voraussagen zu je mindestens 1.50 zusammenzählt — die Kombination, die den vollen Prozentsatz auslöst, ist die schwierigste im ganzen Programm.
Live ist Swisslos vorsichtig. Bei Livewetten gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird; Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00, und in spielentscheidenden Situationen — Elfmeter, Rote Karte, Videoschiedsrichter-Entscheid — kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Das ist ein wirksamer Schutz gegen Nachzügler und zugleich eine Bremse für alle, die in der heissen Phase setzen. Bei EuroLeague-Spielen ohne Videobeweis fällt der Anlass seltener an, im Europapokal der Fussballer dagegen häufig.
Für die reguläre Spielzeit hat Sporttip eine klare Definition: Sie umfasst die reguläre Spieldauer (etwa Fussball 90 Minuten) plus Nachspielzeit; Verlängerung und Penaltischiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Ein EuroLeague-Spiel geht ins vierte Viertel und, wenn es geht, in die Verlängerung — wer auf ein Ergebnis nach regulärer Spielzeit wettet, weiss damit, wann diese endet.
Im Zentrum des Vergleichs steht bei Sporttip die Marge. Wer CHF 20 auf Quote 2.10 setzt, erhält bei einem Treffer CHF 42.00 zurück; der Betrag wird auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen abgerundet. Die Rundung ist das sympathische Detail, die Marge die nüchterne Realität.
Fazit. Swisslos Sporttip ist das einzige bewilligte Haus für den grössten Teil der Schweiz — und genau deshalb keine Wahl, sondern eine Vorgabe. Was daran wirklich bedeutsam ist, sind nicht die Quoten, sondern die zwei Deckel: CHF 1’000 auf eine Einzelwette und 72 Stunden Wartezeit auf jede Limitienerhöhung. Der erste begrenzt, was ein grosser Spieler setzen kann; der zweite begrenzt, was ein getriebener Spieler nachlegen kann. Wer in der Deutschschweiz EuroLeague-Wetten platzieren will, wird sich an beide gewöhnen, und dem Spieler, der einen Monat lang ruhig ein Dutzend Spiele durchtippt, sind sie kein Nachteil, sondern eine Hausordnung mit Sinn.
Loterie Romande Jouez Sport: das Westschweizer Pendant ohne Wahlmöglichkeit
Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Sie nennt Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne als Kontaktadresse und zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz sowie 221 Mitarbeitende. Bewilligungsrechtlich steht sie auf der gleichen Grundlage wie Swisslos: Veranstalter- und Spielbewilligung nach BGS (SR 935.51) unter Aufsicht der Gespa, mit dem Unterschied, dass sich ihr Gebiet nicht überlappt.
Für den Wettenden ist die Lage damit symmetrisch und unerbittlich. Ein Genfer, ein Waadtländer oder ein Walliser bis hin zur Jurassierin kann kein Konto bei Swisslos eröffnen, und ein Zürcher keines bei der Loterie Romande. Es gibt in der Schweiz also keinen zweiten Anbieter als Ausweichmöglichkeit, sondern nur den einen, der zum Wohnkanton gehört — mit Ausnahme des Tessins und Liechtensteins, die im Swisslos-Vertragsgebiet liegen. Wer in der Westschweiz mit EuroLeague-Wetten liebäugelt, sollte die eigene Entscheidung deshalb nicht als Wahl zwischen zwei Buchmachern verstehen; sie ist eine Entscheidung zwischen Wette und Nichtwette.
Der zweite Punkt ist der Kanal. 2’350 Verkaufsstellen sind eine Vertriebsstruktur mit Publikumsverkehr, und die Aufsicht hat 2025 an Verkaufsstellen in 47,5 % von 200 Testfällen eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft. Für Erwachsene ist das kein persönliches Risiko, aber es ist ein Hinweis darauf, wo die Kontrolle sitzt: online, am Ausweis, nicht am Schalter. Wer sein Konto wegen der Anonymität der Theke meidet, wählt den strengeren Weg und den besseren.
Bewilligungsrechtlich gilt für Jouez Sport dasselbe, was für alle Schweizer Anbieter gilt: Das Programm richtet sich nach der Gespa-Liste der bewilligten Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten. EuroLeague-Basketball gehört dazu, wenn er auf der Liste steht; Corner- und Kartenmärkte sowie Esport sucht man vergebens. Und die Limitenmechanik ist die gleiche: erst die Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage, dann die Wette, mit Senkung sofort und Erhöhung nach 72 Stunden.
Fazit. Bei der Loterie Romande entscheidet nicht die Qualität des Angebots, sondern das Wohnsitzkriterium, das sie mit Swisslos teilt — und der Umstand, dass ein Westschweizer keine Alternative hat, macht die 72-Stunden-Regel zur wichtigsten Zahl im Konto. Wer sie nutzt, hat aus einer fehlenden Wahl das Beste gemacht; wer sie ignoriert, wird sie einmal bezahlen.
PowBet: ausländisches Buch ohne Schweizer Bewilligung
PowBet gehört zu den acht ausländischen Häusern, die hier aus einem einzigen Grund stehen: Schweizer Spielende begegnen ihnen, und die Begegnung soll keine sein, die man nicht einordnen kann. Schweizer Recht ist eindeutig — nur Swisslos und die Loterie Romande dürfen Sportwetten veranstalten. PowBet hat keine Schweizer Bewilligung. Eine berichtete ausländische Lizenz hat in der Schweiz keine Geltung (Art. 4 BGS).
Praktisch heisst das: kein Anschluss an das schweizerische Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, keine Schweizer Aufsicht über Quotenstellung, Auszahlung oder Streitfälle. Die Domain kann auf die Sperrliste der Gespa gesetzt und per DNS blockiert werden (Art. 86–93 BGS). Und wer dort gewinnt, muss den Gewinn steuerlich selbst einordnen; die kantonale Praxis kann ihn als vollumfänglich steuerbares Einkommen behandeln, wie das Beispiel Thurgau zeigt.
Fazit. Bei PowBet steht nicht die Produktqualität zur Debatte, sondern die Zuständigkeit — und die ist bei einer in der Schweiz nicht bewilligten Veranstaltung die falsche Adresse im Streitfall. Wer dieses Haus trotzdem nutzt, sollte die Steuerdeklaration des Gewinns von Anfang an mitdenken.
Cloudbet: gehört zur Gruppe der nicht bewilligten Anbieter
Cloudbet teilt die Lage der übrigen sieben ausländischen Häuser: keine Schweizer Bewilligung, eine berichtete Lizenz ohne Geltung hier (Art. 4 BGS), kein Anschluss an das Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, mögliche Aufnahme in die Sperrliste und damit in die DNS-Blockade von Swisscom und Konsorten.
Für Schweizer EuroLeague-Fans ist das eine eigentümliche Offerte. Die Liga wird in der Schweiz nicht landesweit im Free-TV übertragen, und ein ausländisches Buch macht sie auch nicht sichtbarer. Was bleibt, ist ein Konto ohne Schutzinstanz — und die Bereitschaft, Guthaben auf einer Seite zu halten, deren Domain innerhalb von Stunden austauschbar ist.
Fazit. Der Unterschied zwischen Cloudbet und den beiden bewilligten Häusern ist nicht die Quote, sondern die Frage, wer im Streit entscheidet: bei Swisslos die Aufsicht, hier niemand.
MrXbet: ohne Schweizer Bewilligung, ohne Schweizer Weg
MrXbet ist wie die übrigen sieben ohne Schweizer Bewilligung. Die Bewilligungslage, die Folgen für Sperrregister und Rechtsweg und die Möglichkeit der Aufnahme in die Sperrliste sind bei allen identisch; sie unterscheiden sich in diesem Punkt nicht.
Beachtenswert ist die Erwartungshaltung, mit der solche Namen auftreten. Ausländische Seiten führen ein grösseres Programm, weil sie nicht an die Gespa-Liste gebunden sind — ob sie EuroLeague-Basketball führen und zu welchen Quoten, ist damit gerade nicht garantiert. Ein grösseres Programm ist kein Versprechen, und ein Name sagt nichts über die Bücher.
Fazit. Bei MrXbet verhält es sich wie bei den anderen nicht bewilligten Häusern: Das Fehlen einer Schweizer Bewilligung ist die eine Eigenschaft, die zählt, und die ausländische Lizenz macht daraus keinen Nachteil für den Anbieter, sondern für den Wettenden.
Rabona: nicht bewilligt, mit denselben Folgen für den Wettenden
Rabona trägt keine Schweizer Bewilligung. Damit gilt: kein Anschluss an das Sperrregister, keine Schweizer Aufsicht, kein Rechtsweg in der Schweiz, mögliche DNS-Blockade über die Sperrliste. Eine berichtete ausländische Lizenz hat hier keine Kraft (Art. 4 BGS).
Der Punkt, an dem solche Häuser für einen Schweizer Wettenden teuer werden, ist selten das Spiel. Es ist die Auszahlung: Guthaben auf einer blockierten Domain erreicht man nicht, und ein Support-Ticket nach Zürich schickt niemand. Wer ein Konto bei einem Haus ohne Schweizer Bewilligung unterhält, verwaltet ein Rechtsverhältnis in einer Jurisdiktion, die er nicht kennt.
Fazit. Bei Rabona bleibt von der Offerte am Ende die Streitfrage übrig — und eine Streitfrage ohne Gerichtsstand ist der teuerste Teil eines Kontos.
Betovo: keine Bewilligung, kein Schweizer Schutz
Betovo gehört zur Gruppe ohne Schweizer Bewilligung. Es gilt die gleiche Rechtsfolge: Die ausländische Lizenz hat keine Geltung (Art. 4 BGS), das Sperrregister erreicht dieses Konto nicht, und im Konfliktfall ist keine Schweizer Instanz zuständig.
Gewarnt sei vor der Umkehrung dieses Arguments. Aus «nicht verboten für den Spielenden» folgt nicht «sicher für den Spielenden». Der Spielende wird nach Bundesangaben nicht bestraft, aber Einsätze und Gewinne können in einem Verfahren gegen den Veranstalter eingezogen werden, und es gibt keine Fairplay-Kontrolle. Das ist die nüchterne Fassung von «ohne Lizenz» — kein Skandal, nur ein fehlender Ansprechpartner.
Fazit. Bei Betovo liegt die Entscheidung nicht zwischen zwei Quotenhöhen, sondern zwischen einem Konto mit Ansprechpartner und einem ohne; der zweite Fall ist der billigere in der Werbung und der teurere im Konflikt.
DirectionBet: ausländisches Haus ohne Schweizer Bewilligung
DirectionBet ist ohne Schweizer Bewilligung. Damit wiederholen sich die Eigenschaften der Gruppe: berichtete Lizenz ohne Geltung in der Schweiz, fehlender Registeranschluss, fehlender Rechtsweg, Sperrlistenrisiko.
Wer ein solches Konto dennoch führen will, sollte die zwei Dinge prüfen, die er selbst kontrollieren kann: ob die Seite ihre Bedingungen in einer Sprache und Fassung zeigt, die er im Streitfall versteht, und ob die Auszahlung an ein Konto geht, das auf seinen Namen lautet. Bei den bewilligten Schweizer Häusern ist die zweite Frage gesetzlich beantwortet (Art. 50 Abs. 2 VGS); hier ist sie offen.
Fazit. Der eigentliche Unterschied zwischen DirectionBet und den Schweizer Häusern ist nicht auf der Startseite zu sehen: Bei dem einen ist die Auszahlung an ein Konto im eigenen Namen Vorschrift, bei dem anderen eine Frage der Hausordnung.
1Bet: ohne Schweizer Bewilligung
1Bet steht in der Liste der acht ausländischen Häuser ohne Schweizer Bewilligung. Es gibt keine Bewilligung nach BGS, keine Aufsicht durch die Gespa und keine Geltung einer berichteten ausländischen Lizenz (Art. 4 BGS). Die Domain kann auf die Sperrliste kommen und per DNS blockiert werden.
Für die Steuerfrage bedeutet das einen zweiten Rechenweg. Gewinne von ausländischen Veranstaltern unterliegen nicht der Verrechnungssteuer, können aber nach kantonaler Praxis vollumfänglich steuerbares Einkommen sein, wie es am Beispiel Thurgau festgehalten ist. Bei Schweizer Grossspielen sieht die Regel anders aus: bis zum Steuerfreibetrag je Einzelgewinn steuerfrei, je nach Kanton mit abweichendem Schwellenwert.
Fazit. Bei 1Bet ist die Bewilligungslücke kein Nebensatz, sondern die Feder, die den ganzen Block trägt — für einen Schweizer Wettenden bleibt am Ende die Frage, wem er sein Guthaben anvertraut, und diese Frage beantwortet keine Werbeseite.
N1 Bet: nicht bewilligt, der Schweizer Weg bleibt verschlossen
N1 Bet schliesst die Reihe der acht ausländischen Häuser ohne Schweizer Bewilligung ab. Es gilt die gleiche Bewilligungslage mit den gleichen Folgen: kein Registeranschluss, kein Schweizer Rechtsweg, mögliche Aufnahme in die Sperrliste und DNS-Blockade, berichtete ausländische Lizenz ohne Kraft in der Schweiz (Art. 4 BGS).
Wer die zehn Einträge dieser Liste nebeneinanderlegt, sieht zwei Häuser mit Bewilligung und acht ohne. Das ist die Schweizer Marktlage in einer Zeile. Der Vergleich der acht untereinander bringt für einen Schweizer Wettenden wenig, weil keines von ihnen in sein Vertragsgebiet hinein eine bewilligte Dienstleistung erbringt.
Fazit. Bei N1 Bet ist die Bewilligungslage die ganze Nachricht; alles, was darüber hinaus über Quoten und Märkte gesagt werden könnte, hängt an einer Genehmigung, die für Schweizer Boden nicht existiert.
Was auf dem Wettschein steht, wenn die Marge schon eingerechnet ist
Der Quotenschlüssel ist das Mass, an dem sich ein Buch lesen lässt. Bei einem zweiseitigen Markt mit Quoten von 1.90 für beide Ausgänge liegt der Schlüssel bei rund 95 %, die Marge bei rund 5 %. Bei einem Buch zwischen 1.85 und 1.95 je Seite wandert die Marge in den Korridor von etwa 5,1 % bis 2,6 %. Derselbe Aufschlag sitzt in jedem Markt, den ein Anbieter für die EuroLeague stellt, und über 38 Hauptrundenspiele hinweg ergibt er eine Summe, die kaum jemand zusammenrechnet.
Folgenreicher als die Summe ist die Verschiebung. Wer eine Limite von CHF 1’000 im Monat hat und zwölf Wetten zu je CHF 80 setzt, hat CHF 960 eingesetzt — der Erwartungswert dieser Wette liegt knapp 5 % unter dem Return des Marktes. Das ist der eigentliche Preis des Vergnügens, und er ist in beiden Schweizer Häusern derselbe Mechanismus, weil er in der Quote steckt und nicht in einer Gebühr.
Fragen und Antworten
Dürfen Schweizer Veranstalter Wetten auf die EuroLeague anbieten, und wo ist das geregelt?
Ja, aber nur die beiden bewilligten Veranstalter und nur, wenn der Wettbewerb auf der Gespa-Liste der bewilligten Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten steht (Art. 25 BGS, Art. 29 VGS). Die Liste ist eine geschlossene Aufzählung und ändert sich nicht dadurch, dass ein Wettbewerb populär wird.
Wer darf in der Schweiz überhaupt Sportwetten veranstalten, und wofür steht die Bewilligung?
Nur Swisslos mit Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport; die Kantone haben die Zahl auf zwei begrenzt. Die Bewilligung braucht eine Veranstalterbewilligung und eine Bewilligung pro Spiel (Art. 21–25 BGS) und gilt nur in der Schweiz (Art. 4 BGS). Beaufsichtigt wird sie von der Gespa.
Wie viele Teams und Spiele umfasst die EuroLeague-Hauptrunde, und wie wirkt sich das auf die Wettmärkte aus?
Ab der Saison 2025/26 besteht die EuroLeague aus 20 Mannschaften; die Hauptrunde umfasst 38 Spiele im Hin- und Rückspiel. Viele Spiele bedeuten viele Anlässe, aber nicht viele Märkte: Was angeboten werden darf, entscheidet die Gespa-Liste, nicht die Zahl der Partien.
Wie berechnet sich der Gewinn einer Wette aus Einsatz und Quote, und was ist die Marge des Anbieters?
Der Gewinn ergibt sich aus Einsatz mal Quote, bei Kombinationen mal dem Produkt der Einzelquoten. Der Quotenschlüssel eines Marktes ist 1 geteilt durch die Summe der Kehrwerte aller Quoten; die Marge ist 100 % minus diesen Wert — bei 1.90/1.90 rund 5 %.
Welche Verlustlimiten müssen vor der ersten Wette gesetzt werden, und wann gilt eine Erhöhung?
Vor der ersten Sporttip-Teilnahme sind Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage zu setzen (Oberlimite CHF 9’999, unter 21 Jahren CHF 1’000). Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Gesetzlich sind 24 Stunden vorgesehen; beide Schweizer Veranstalter wenden 72 Stunden an.
Wie werden Gewinne steuerlich behandelt, und was bedeutet der Steuerfreibetrag je nach Kanton?
Gewinne aus bewilligten Schweizer Grossspielen sind bis zum Steuerfreibetrag je Einzelgewinn einkommenssteuerfrei; der Bundesbetrag liegt ab 1.1.2026 bei CHF 1’071’000 (2025: CHF 1’070’400), der kantonale Schwellenwert weicht ab. Darüber behält der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ein.
US-Sport – handywettench
Inhalt erstellt vom Team «handywettench»
