Quotenvergleich in der Schweiz: Was hinter der Zahl auf dem Wettschein steckt

Updated Oktober 2026
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Eine Balkenwaage aus Messing mit zwei leeren Schalen steht im Gleichgewicht auf einem Holztisch.

Die Daten dieses Vergleichs sind aktuell per Oktober 29, 2026; die Bewilligungs- und Veranstalterangaben wurden gegen die öffentlich einsehbaren Angaben der Gespa (Interkantonale Geldspielaufsicht) und der beiden bewilligten Veranstalter geprüft.

Buchmacher kalkulieren ihre Quoten so, dass die impliziten Wahrscheinlichkeiten aller Ausgänge zusammen mehr als 100 % ergeben; der Überschuss heisst Overround.

Wer Quoten vergleicht, vergleicht keine Zahlen. Er vergleicht, was ihm nach dem Ausgang noch bleibt. Zwei Anbieter können auf dasselbe Spiel dieselbe Quote drucken und trotzdem unterschiedlich viel von jedem Einsatz behalten — die Differenz steckt nicht in der Quote, sondern zwischen den Ausgängen. Genau deshalb ist der Quotenvergleich in der Schweiz keine Recherche unter zehn Anbietern. Es ist eine Recherche unter zweien, und der Rest des Themas ist Arithmetik.

Verlustrisiko zuerst: Limiten setzen, bevor die erste Quote fällt

Der teuerste Fehler beim Quotenvergleich passiert vor dem ersten Blick auf ein Wettprogramm. Wer sich anmeldet, nur um die Quoten zu lesen, hat in der Regel schon ein Konto — und in der Schweiz gehört zu einem Konto eine Verlustlimite, die man selbst unterschreibt. Sie ist keine Formalität, die man später anpasst.

Eine Wasserwaage liegt auf einem Brett an einer Werkbank in einer Schreinerei, Holzspäne bedecken den Boden.
Bei variablen Quoten (Totalisator) setzen die Wettenden untereinander; der Auszahlungsanteil liegt bei staatlichen Anbietern unter 50 % und bei Pferderennen bis etwa 85 %.

Warum eine bessere Quote an der Sache nichts ändert

Eine Quote von 1.95 ist keine Prognose und keine Zusage. Sie ist ein Preis, an dem der Buchmacher bereit ist, gegen die eigene Einschätzung zu handeln. Wer 50 Franken auf diese Quote setzt, gewinnt im Schnitt gut vier Prozent häufiger als bei einer Quote von 1.90 — gerechnet auf denselben fairen Ausgang — und verliert in beiden Varianten den Rest. Die Quote verbessert das Verhältnis zwischen Einsatz und Rückzahlung. Sie verbessert nicht die Trefferhäufigkeit. Wer zwei Wochen lang Quoten verglichen hat und deshalb glaubt, besser zu treffen, hat nichts verglichen, sondern sich eingeredet.

Diese Unterscheidung ist der Grund, warum der Spielerschutz in der Schweiz an den Limiten hängt und nicht an der Quote. Die Limite begrenzt den Schaden, der auch bei perfekter Anbieterwahl entsteht; die Quote verschiebt nur, wie schnell er entsteht.

Ein Bücherregal mit ledergebundenen Bänden in dunklen Farben in einer stillen Bibliothek, davor ein Lesetisch.
Swisslos hat ihren Sitz in Basel und veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung vom 20. Mai 2019 (IKV 2020).

Rechnen statt hoffen: gefragte Limiten unterscheiden sich von «vernünftigen»

Ein Limit, das im Kopf festgelegt wird, hält selten. Deshalb erheben die bewilligten Veranstalter es als Zahl beim ersten Login. Vor der erstmaligen Teilnahme an Sporttip müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen; die Oberlimite liegt bei CHF 9’999 und für Personen unter 21 Jahren bei CHF 1’000. Eine Senkung wirkt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich lässt sich eine freiwillige Einzahlungslimite über jeweils 30 Tage setzen. Wer im Depot denkt und nicht im Wochenbudget, sollte die 1-Tages-Limite zuerst setzen — die Erhöhungssperre von 72 Stunden ist die Bremse, die man in einem schlechten Moment braucht, und sie funktioniert nur, wenn die Zahl vorher schon klein war.

Wenn der Vergleich zur Ausrede wird

Nichts an diesen Zahlen hindert jemanden daran, das Konto zu wechseln. Der 72-Stunden-Vorlauf gilt je Anbieter und je Konto, nicht für die Person. Das ist die eine Lücke, die der Limitenmechanismus bewusst offenlässt, weil niemand die Limiten über alle Anbieter hinweg saldieren kann. In der Schweiz fällt dieser Weg zum Glück auf zwei bewilligte Veranstalter zurück — mehr gibt es nicht, und beide setzen dieselbe 72-Stunden-Regel in ihren eigenen Bedingungen.

Kontoübergreifend greift der andere Mechanismus: Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Diese unbefristete Sperre ist die einzige Limite, die wirklich hält, weil sie beim nächsten Anbieter schon steht, bevor der erste Klick fällt.

Was das mit dem Vergleich zu tun hat

Wer sich fragt, warum ein Quotenvergleich mit Limiten anfängt: Weil der Vergleich die Versuchung erzeugt, mehr zu setzen. Ein Prozent mehr Ausschüttungsquote klingt klein, solange der Einsatz konstant bleibt. Sie ist der Anlass, den Einsatz zu erhöhen, und in diesem Moment verdient die grössere Zahl auf dem Papier mehr, als die Quote je zurückgibt. Die Limite ist die Bedingung, unter der der Vergleich überhaupt ein Vorteil ist. Ohne sie ist er ein Argument gegen den Wettenden.

Fixe Quoten, variable Quoten: wo der Vergleich überhaupt greift

Bevor sich zwei Quoten nebeneinanderlegen lassen, muss klar sein, welche Art von Quote man gerade liest. Der Unterschied ist nicht akademisch, er entscheidet, ob ein Vergleich überhaupt Sinn ergibt.

Der Buchmacher als Gegner — und was das kostet

Bei festen Quoten setzt der Buchmacher die Quote fest und tritt als Gegner des Wettenden auf; die Quote gilt ab Wettabschluss und kann nachträglich nicht geändert werden. Diese Fixierung ist der eigentliche Wert des Produkts. Man handelt zu einem Preis, den man kennt, in dem Moment, in dem man ihn sieht. Das Geschäftsmodell auf der anderen Seite ist der Overround: Buchmacher kalkulieren ihre Quoten so, dass die impliziten Wahrscheinlichkeiten aller Ausgänge zusammen mehr als 100 Prozent ergeben; der Überschuss ist der Gewinn des Buchmachers bei ausgeglichenem Buch. Bei Sporttip liegt der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette bei CHF 1’000, für eine Systemwette bei CHF 10’000. Als Privatperson ist das praktisch kein Limit. Wer 5’000 Franken setzen möchte, merkt dagegen sofort, dass das Angebot für Klein- und Normaleinsätze gebaut ist.

Bei variablen Quoten gibt es nichts zu vergleichen

Beim Totalisator setzen die Wettenden untereinander, die Quote steht erst nach dem Ereignis fest. Die Ausschüttungsquote liegt bei staatlichen Anbietern unter 50 Prozent und bei Pferderennen bis etwa 85 Prozent. Deshalb ist der Totalisator kein Kandidat für einen Quotenvergleich. Man hat vorher keinen Preis, also gibt es keine zwei Anbieter, deren Preise man nebeneinanderlegen könnte. Wer dennoch einsteigt, tut das aus einem anderen Grund als dem der Quote. Die Ausschüttungsquote gibt an, welcher Anteil der Einsätze in Form von Gewinnen an die Spieler zurückfliesst. Bei einem Anteil unter 50 Prozent ist es ein teures Vergnügen mit Spannungswert. Es ist keine Wette, bei der die Suche nach dem besseren Preis irgendetwas bringt.

Feste Quoten, ungleiche Märkte, feste Regeln

Wer eine feste Quote liest, liest drei Dinge auf einmal: den Preis, die implizite Wahrscheinlichkeit dieses Ausgangs und den Anteil, den der Buchmacher für sich behält. Die implizite Wahrscheinlichkeit ist der Kehrwert der Quote. Eine Quote von 2.00 steht für 50,00 Prozent, eine von 4.00 für 25,00 Prozent, eine von 1.01 für 99,01 Prozent. Am Overround sieht man, dass diese Prozente nicht unabhängig sind. Sie addieren sich zu mehr als 100 Prozent, und der Betrag über 100 Prozent ist der eingebaute Vorsprung des Buchmachers.

Wenn der Wettschein gar nicht zustande kommt

Quotenregeln entscheiden auch darüber, ob und zu welchem Preis eine Wette überhaupt zählt. Das ist der Teil, der in der Anbieterbeschreibung selten auftaucht und in der Praxis am häufigsten Geld kostet. Bei Sporttip-Livewetten gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00, ebenso in spielentscheidenden Situationen wie Elfmeter, Roter Karte oder Videoschiedsrichter-Entscheid, wo Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten kann. Man wird also nicht betrogen — aber man ist für einige Sekunden faktisch ausgesperrt, und genau in diesen Sekunden liegen die meisten Live-Wetten, die man setzen möchte. Wer Live-Wetten über die Quotenwahl anderer Anbieter erklärt, sollte wissen, dass sein Wettschein für den Preis, den er sieht, oft keine Gültigkeit hat.

Fällt aus, zahlt zurück — aber nicht alles

Wird ein Sporttip-Wettereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn (oder im Rahmen eines Turniers) nachgeholt, ist die Wette ungültig. Einzelwetten werden zurückbezahlt, in Kombinationswetten erhält die Voraussage Quote 1.00. Die 48-Stunden-Grenze ist die Todeslinie: Nach ihr ist der Einsatz wieder da, der Gewinn aber nie. Das ist die richtige Entscheidung für einen riskanten Markt und die falsche für jeden, der eine Kombiwette gebaut hat.

Die wichtigste Rechnung im Quotenvergleich: Marge auf beiden Seiten

Hier steht die Rechnung, auf die die ganze Seite zuläuft. Die Marge sagt, was der Buchmacher von jedem regulären Einsatz auf diesen Markt behält, wenn das Buch ausgeglichen steht — und genau danach sollte man einen Anbieter beurteilen, statt nach der schönsten Quote auf dem beliebtesten Spiel.

Der Overround, den jeder Buchmacher selbst mitbruchrechnet, ist keine Gebühr und kein Trick. Er ist der Preis der Gegenpartei. Wer das weiss, kann die Quoten zweier Anbieter auf einem Spiel nicht mehr naiv vergleichen, sondern untersucht, welcher von beiden auf beiden Seiten teurer ist.

Man sollte annehmen, dass eine Marge von 10 Prozent die Hälfte des Vorteils eines günstigeren Marktes auffrisst — das ist der falsche Schluss. Die Marge ist kein Abzug, der einmal wirkt, sondern ein Faktor, der auf jeden Einsatz wirkt.

Die Aufteilung ist eine Momentaufnahme vom 12.03.2026 — Zahlen eines Beispiels, nicht eines laufenden Spiels.

Das Testspiel, das man in der Praxis sieht

Die Marge eines Buchmachers aus den Quoten eines Spiels berechnen: Man nimmt die Kehrwerte aller möglichen Ausgänge, addiert sie und teilt eins durch die Summe. Bei den Quoten 1,25 / 5,00 / 10,00 ergibt das rund 90,91 Prozent. Das ist die Ausschüttung dieses Dreiwegmarktes. Der Rest, hier 9,09 Prozent, ist die Marge.

Was dieses Beispiel zeigt: Der grosse Preis auf einem Aussenseiter ist der Grund, warum die Summe so tief liegt. Der Aussenseitersieger zu 10,00 hat nur eine implizite Wahrscheinlichkeit von 10 Prozent und trägt damit einen erheblichen Teil des Overrounds, obwohl seine reale Chance weit darunter liegen dürfte. Die Marge entsteht eben nicht nur aus den drei Quoten, sondern aus der Verteilung des Buchmachers.

Wenn zwei Ausgänge genügen, wird die Marge klein

Die Rechnung, die diesen Markt an einer Stelle abschliesst, hat einen Grenzwert: die Zweiwegwette. Typisch sind bei Buchmacher-Quoten etwa 90 Prozent Ausschüttung bei Wetten mit zwei möglichen Ausgängen, zum Beispiel Tennis, und etwa 85 Prozent bei Wetten mit drei möglichen Ausgängen, zum Beispiel Fussball.

Für den Rand dieses Bereichs gibt es eine Rechnung, die man selbst nachvollziehen kann — ein Markt mit zwei Ausgängen zu je 1.90: Die Summe der Kehrwerte beträgt 0,5263 + 0,5263 = 1,0526, die Ausschüttungsquote also rund 95,24 Prozent und die Marge rund 4,76 Prozent, bezogen auf die einzelne Wette und unabhängig von der Einsatzhöhe. Dieser Wert liegt damit im üblichen Bereich von 2,5 bis 10 Prozent Marge, den Buchmacher für ihre Zweiwegwetten typischerweise ansetzen. Bei einer Quote von 1.95 auf beiden Seiten bleiben rund 97,5 Prozent Ausschüttung, also rund 2,5 Prozent Marge, und bei 1.80 auf beiden Seiten sind es rund 10 Prozent Marge. Zwischen dem günstigsten und dem teuersten Ende dieser Spanne liegt ein Faktor von rund vier — und dasselbe Faktorverhältnis gilt für den Geldbetrag.

Was die Marge über einen Gewinn sagt — und was nicht

Der Betrag über 100 Prozent ist der eingebaute Vorteil des Buchmachers. Aber daraus folgt nur eins: Auf lange Sicht, bei ausgeglichenem Buch, verliert der Durchschnitts-Wettende in Höhe der Marge. Das ist die Aussage der Zahl, und mehr steht nicht darin. Kein Buchmacher wettet auf irgendeinen Ausgang; er verschiebt die Quoten mit dem Geld und hält sich aus der Richtung heraus. Der Overround ist deshalb keine Meinung zu einem Spiel, sondern eine garantierte Einnahmequelle aus dem Spiel.

Wie die Marge den Erwartungswert dreht

Auf beide Seiten einer Wette wirkt sie nicht einzeln, sondern addiert sich: Bei 2,5 Prozent Marge und einer ausgeglichenen Chance von 50 Prozent gewinnt man 95 statt 100 Prozent einer fairen Auszahlung; bei 10 Prozent Marge bleiben 90. Der Betrag, den man im Schnitt retour verliert, ist genau diese 2,5 bis 10 Prozent des Umsatzes, und er hängt nicht vom Ergebnis ab. Der Vergleich der Anbieter läuft in der Schweiz also auf diese eine Frage hinaus: Wer bleibt mit seiner Marge weiter von den 100 Prozent weg.

Wo die Regeln der bewilligten Veranstalter greifen — und wo nicht

Die Schweiz vergleicht keine zehn Anbieter, weil es zehn nicht gibt. Die Rechtslage begrenzt den Vergleich in der Schweiz auf zwei bewilligte Veranstalter; Quoten ausländischer Seiten lassen sich nachschlagen, bieten aber keinen Schweizer Schutz.

Zwei Bewilligungen, die das Feld schliessen

Online-Sportwetten sind ein Grossspiel unter dem Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51, in Kraft seit 1. Januar 2019, Art. 3 lit. c und e) und werden von der Gespa (Interkantonale Geldspielaufsicht, Bern; Geldspielkonkordat in Kraft seit 1.1.2021) beaufsichtigt — nicht von der ESBK, die nur Casinos beaufsichtigt. Eine Bewilligung braucht eine Veranstalterbewilligung und eine Bewilligung je Spiel (Art. 21-25 BGS) und «gilt nur in der Schweiz» (Art. 4 BGS). Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter von Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt.

Was das für die Anbieterwahl bedeutet

Swisslos betreibt Sporttip und deckt das Swisslos-Vertragsgebiet ab: die Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie Tessin und das Fürstentum Liechtenstein. Die Loterie Romande betreibt Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Wer seinen Wohnsitz ausserhalb seines Vertragsgebiets hat, wird nicht angenommen.

Ein Wohnsitzwechsel innerhalb der Schweiz macht also aus einem der beiden Anbieter den anderen — nicht einen Wechsel zu einem besseren Preis, sondern den Verlust des eigenen Kontos. Deshalb ist die Frage «wo vergleiche ich Quoten?» in der Schweiz oft die Frage «wo wohne ich?».

Kein dritter, kein Nachrücken

Ein weiterer bewilligter Buchmacher würde eine Änderung des Geldspielkonkordats und eine Neuvergabe brauchen, und nichts deutet darauf hin, dass das kurz bevorsteht. Ausländische Anbieter, die Quoten in Schweizer Franken anzeigen, ändern daran nichts — Art. 4 BGS nimmt ihrer Bewilligung jede Geltung im Inland.

Was der Gesetzgeber nicht vorschreibt

Einige Punkte, die man beim Quotenvergleich gern als «Anbietervorteil» liest, sind in Wahrheit gesetzlich geregelt. Cash-out zum Beispiel ist in der Schweiz nicht gesetzlich reguliert. Es ist eine Funktion jedes einzelnen Anbieters, und bei Sporttip gibt es sie für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführtes Cash-out lässt sich nicht rückgängig machen, eine Garantie für jeden Markt besteht nicht. Wer cash-out als Grund nennt, sich gerade für diesen Anbieter zu entscheiden, argumentiert mit einer Kulanz, nicht mit einer Bewilligung.

Dasselbe gilt für das Wohnsitzprinzip, das kein regulatorisches Detail ist: Es ist der Grund, warum ausländische Quoten in den Händen eines Schweizer Wettenden ein Wert ohne Durchsetzung sind. Richtig vergleichen kann man in der Schweiz zwei Angebote. Alles andere ist Referenz.

Was ausländische Seiten praktisch bedeuten

Ausländische Anbieter dürfen in der Schweiz kein Sportwetten-Angebot bewerben oder betreiben. Die zuständige Aufsicht führt eine Sperrliste mit Domains, die Schweizer Telekom-Anbieter per DNS sperren; gesperrte Domains werden innerhalb von Stunden ersetzt, und die Aufsicht nennt dieses Vorgehen Domain-Hopping. Für den Wettenden heisst das: keine Schweizer Aufsicht, keine Aufnahme ins Schweizer Sperrregister, keine Schlichtungsstelle. Wer sich dort anmeldet, verliert die Werkzeuge, die Spielerschutz in der Schweiz tatsächlich bewirken.

Steuer auf einen Schweizer Gewinn

Gewinne aus bewilligten Schweizer Grossspielen sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn von der Einkommenssteuer befreit und werden erst darüber besteuert. Der Bundesbetrag liegt ab dem 1.1.2026 bei CHF 1’071’000; der kantonale Betrag weicht davon ab, deshalb gilt «je nach Kanton». Oberhalb des Freibetrags behält der Veranstalter eine Verrechnungssteuer von 35 Prozent ein, die man über die Steuererklärung zurückholt. Für einen normalen Wetter ist das eine theoretische Grösse, keine Abgabe aus jedem Gewinn.

Der Vergleich selbst: was sich zwischen den beiden Anbietern messen lässt

Ein Quotenvergleich misst in der Schweiz zwei Dinge: Was ein Anbieter an Ausschüttung behält, und wie viel Spielraum er lässt, bevor sein Programm dichtmacht. Alles andere ist Ausstattung.

Die Margen gehören dem Markt, nicht der Marke

Fast alle Faustregeln des Buchmacherhandwerks betreffen Zwei- und Dreiwegmärkte — Tennis und Fussball — und dieselben Zahlen. Ein Vergleich, der die Marge eines Angebots gegen 2,5 Prozent stellt, vergleicht sie mit dem günstigsten Fall, den es in einem Zweiwegmarkt geben kann, nicht mit dem, was ein konkreter Anbieter auf ein konkretes Spiel schreibt. Diese Unterscheidung kostet nichts und verhindert die häufigste Fehleinschätzung der ganzen Seite.

Der Punkt, an dem der Vergleich in der Praxis ankommt

Wer zwei Anbieter vergleicht, kommt fast nie direkt bei den Quoten an, sondern beim Wettschein. Bei Jouez Sport beträgt der Mindesteinsatz online CHF 2 (in Verkaufsstellen CHF 3, für Multiples CHF 2) und der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten CHF 500; ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten. Bei Sporttip liegen Mindesteinsatz und Höchsteinsatz in der Einzel- beziehungsweise Kombinationswette bei CHF 1 und CHF 1’000, für die Systemwette bei CHF 10’000 — und Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, während eine Wette über der Limite gar nicht angenommen wird. Eine Wette über den Maximalbetrag von Jouez Sport lässt sich nicht einfach anders platzieren; sie fällt weg.

Die Spanne zwischen 1 und 500 Franken ist die Stelle, an der der Quotenvergleich praktisch wird: Bei kleinen Einsätzen sind beide Anbieter gleich teuer, bei mittleren entscheidet die Marge, bei grossen Einsätzen ist die Wahl entschieden — nicht weil eine Quote besser wäre, sondern weil eine der beiden Zahlen die Wette nicht zulässt.

Was die Höchstgewinne über die beiden Angebote sagen

Bei Jouez Sport beträgt der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette CHF 300’000 und für alle Gewinne eines Multiples zusammen CHF 1’000’000; eine Kombiwette umfasst 2 bis 10 Voraussagen, die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombi muss mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen. Der letzte Punkt ist der, der den Markt für Kombinationen schliesst: Ein Kombinationsfall, der mathematisch einen höheren Gesamtquotienten ergäbe, ist kein gültiger Wettschein. Die Obergrenze von 100’000 setzt eine Grenze, die man bei zwei bis zehn Voraussagen selten erreicht — es sei denn, man kombiniert konsequent Aussenseiter. Diese Limite schützt den Anbieter vor einem Ausreisser. Für den Spielenden ist sie der Punkt, an dem ein Kombinationsmodell auf dem Papier funktioniert und auf dem Wettschein verschwindet.

Die zehn Anbieter im Vergleich: Quoten, Margen und was dahintersteht

Die erste Gruppe der Gegenüberstellung — die beiden Veranstalter mit Bewilligung — steht aus zwei Gründen vor der Ansicht ausländischer Seiten. Erstens: Sie vergleicht etwas, das den Vergleich tatsächlich aushält. Zweitens: Ohne diese Reihenfolge würde Art. 74 Abs. 3 BGS — das Verbot von Werbung für in der Schweiz nicht erlaubtes Glücksspiel — durch die Struktur der Seite selbst verletzt. Die Ansicht dahinter ist daher eine Referenz für das, was Schweizer Wettende im Netz antreffen, keine Liste von Alternativen.

Anbieter Bewilligungsstatus Veranstalter / gemeldete Lizenz
Swisslos Sporttip Bewilligung für ein Grossspiel (Veranstalter- und Spielbewilligung, BGS SR 935.51; Aufsicht: Gespa) SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel; Sporttip im Swisslos-Vertragsgebiet
Loterie Romande Jouez Sport Bewilligung für ein Grossspiel (Veranstalter- und Spielbewilligung, BGS SR 935.51; Aufsicht: Gespa) Loterie Romande (Société de la Loterie de la Suisse Romande), Lausanne; Jouez Sport in den sechs Westschweizer Kantonen
AmunRa ohne Schweizer Bewilligung gemeldete Lizenz nicht belegt; keine Geltung in der Schweiz (Art. 4 BGS)
Boomerang Bet ohne Schweizer Bewilligung gemeldete Lizenz nicht belegt; keine Geltung in der Schweiz (Art. 4 BGS)
Wettigo ohne Schweizer Bewilligung gemeldete Lizenz nicht belegt; keine Geltung in der Schweiz (Art. 4 BGS)
Rainbet ohne Schweizer Bewilligung gemeldete Lizenz nicht belegt; keine Geltung in der Schweiz (Art. 4 BGS)
BassBet ohne Schweizer Bewilligung gemeldete Lizenz nicht belegt; keine Geltung in der Schweiz (Art. 4 BGS)
Pribet ohne Schweizer Bewilligung gemeldete Lizenz nicht belegt; keine Geltung in der Schweiz (Art. 4 BGS)
Coolzino ohne Schweizer Bewilligung gemeldete Lizenz nicht belegt; keine Geltung in der Schweiz (Art. 4 BGS)
HighFlyBet ohne Schweizer Bewilligung gemeldete Lizenz nicht belegt; keine Geltung in der Schweiz (Art. 4 BGS)

Wer die beiden Bewilligungen in dieser Tabelle liest, liest keine Rangliste der Qualität, sondern die einzige Trennlinie, die in diesem Markt wirklich existiert. Die oberen zwei Zeilen beschreiben Anbieter, deren Bewilligung im Inland gilt. Die acht Zeilen darunter beschreiben Angebote, deren gemeldete Lizenz hier keine Wirkung entfaltet — das ist keine Wertung, die man aus der Spalte herausrechnen müsste, sondern ihr Inhalt.

Wie sich Marge und Ausschüttung aus jeder Quote ablesen

Der Vergleich ist damit rechnerisch geschlossen. Was folgt, ist die Anwendung, nicht die Theorie.

Die Rechnung hinter 1.90, 1.90 und was sie wert ist

Die Ausschüttungsquote eines Marktes erhält man, indem man eins durch die Summe der Kehrwerte aller Quoten dieses Marktes teilt; die Marge ist der Rest auf 100 Prozent. Ein Zweiwegmarkt mit 1.90 auf beiden Seiten führt so auf rund 95,24 Prozent Ausschüttung und rund 4,76 Prozent Marge je Einheit. Die Bandbreite, in der sich dieselbe Rechnung bei den üblichen Quoten bewegt, liegt zwischen rund 2,5 Prozent bei 1.95/1.95 und rund 10 Prozent bei 1.80/1.80. Zwischen diesen beiden Grenzen liegt kein Zufall, sondern der Preisunterschied, mit dem zwei Anbieter auf demselben Spiel arbeiten können.

Wichtig ist, was das für den einzelnen Wettschein bedeutet. Eine Marge von 2,5 Prozent belastet einen Einsatz von 100 Franken im Erwartungswert mit 2,50 Franken. Bei 4,76 Prozent sind es 4,76 Franken, bei 10 Prozent zehn Franken. Das sind keine Renditen und keine Wahrscheinlichkeiten. Es sind Durchschnittswerte über viele Wetten unter der Annahme, dass das Buch ausgeglichen steht — eine statistische Schätzung, kein Ergebnis, das für eine einzelne Wette garantiert wäre.

Wo der Anbieterwechsel aufhört zu helfen

Der Durchschnittsverlust ist auf lange Sicht identisch mit der Marge, und deshalb kann der Wechsel zu einem günstigeren Anbieter den Erwartungswert des Wettenden deutlich verbessern. Er kann ihn aber nie ins Positive drehen. Ein Quotenvergleich optimiert den Preis; er schafft keinen. Wer aus zwei Quoten eine Überlegenheit ableitet, hat den Unterschied zwischen einer besseren Auszahlung und einer höheren Gewinnchance übersprungen — und der Unterschied ist der ganze Rest dieser Seite.

Die Grenze der Rechnung

Zahlen aus dieser Rechnung hängen am Markt, an der Zahl der Ausgänge und an der Verteilung des Buchmachers. Für einen Dreiwegmarkt mit ähnlicher Marge bleibt die Aussage dieselbe; für einen Markt mit einem klaren Favoriten verschiebt sich die Aufteilung, der Rest bleibt. Wer die Marge eines konkreten Spiels wissen will, muss drei Quoten in drei Kehrwerte umrechnen. Es führt kein Weg darum herum.

Die Zehn im Einzelnen

Zehn Anbieter, zwei davon mit Schweizer Bewilligung. Der Rest läuft ohne Zulassung in der Schweiz und ohne die Aufsicht, die daran hängt.

Swisslos Sporttip — der Anbieter mit der Sportwetten-Bewilligung und dem grössten Vertragsgebiet

Swisslos (SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft) hat ihren Sitz in Basel und veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 (IKV 2020); die Sportwetten laufen unter dem Namen Sporttip. Unter den beiden Anbietern, die eine Bewilligung für ein Grossspiel halten, ist Sporttip derjenige mit dem breitesten Vertragsgebiet: die Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie Tessin und das Fürstentum Liechtenstein.

Wer in diesem Gebiet wohnt, findet bei Sporttip die niedrigste Einstiegsgrenze: Der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten liegt bei CHF 1, der Höchsteinsatz bei CHF 1’000 für Einzel- und Kombinationswetten und CHF 10’000 für eine Systemwette. Das ist die angenehme Hälfte der Zahlen. Die unangenehme ist dieselbe: Über der Limite wird eine Wette nicht angenommen, und Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern. Wer die Limite als Zusage liest, wird im schlechtesten Moment von ihr überrascht.

Der Auszahlungsmechanismus verrät die Haltung: Der Gewinnbetrag einer Wette ergibt sich aus Einsatz mal Quote (bei Kombinationen mal Gesamtquote, dem Produkt der Einzelquoten) und wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Der Rundungsvorteil liegt in beiden Schritten beim Verlag, nicht beim Wettenden. Man verliert dabei nicht viel, aber es steht in jedem einzelnen Wettschein.

Das Zusatzangebot ist breiter, als es klingt. Es gibt Cash-Out für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur online und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung; ein ausgeführter Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und eine Garantie für jeden Markt besteht nicht. Der Kombiboost gilt nur online und verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50; der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 Prozent bei vier, 20 Prozent bei sieben, 40 Prozent bei zehn und 100 Prozent bei fünfzehn Voraussagen. Quoten- und Profitboosts gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage, sind pro Wettenden nur einmal nutzbar, in Einsatz und Erhöhung limitiert, und bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Die Treppe bis zu 100 Prozent hört sich nach einem Geschenk an, bis man zählt: Fünfzehn Voraussagen mit je mindestens 1.50 sind eine Wette mit einer Trefferwahrscheinlichkeit, für die die vierzig anfänglichen Franken Einsatz ein Zwölftel des Weges sind.

Zwei Fallen im Regelwerk lohnen eine eigene Zeile. Voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung dürfen bei Sporttip nur über die Bet-Builder-Funktion kombiniert werden; nimmt Swisslos irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Und Livewetten gelten unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird: Nach dem tatsächlichen Eintreffen des Ausgangs platziert, zählt eine Wette mit Quote 1.00, und in spielentscheidenden Situationen wie Elfmeter, Roter Karte oder Videoschiedsrichter-Entscheid kann Swisslos mit Quote 1.00 werten. In diesen Sekunden ist der Wettschein aus dem Spiel, und das ist für Live-Wettende der wichtigere Unterschied als eine Zehntelquote.

Die Daten werden bei der Online-Registrierung aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adress-Datenbanken geprüft; nötig sind mindestens 18 Jahre, Wohnsitz oder gewöhnlicher Aufenthalt im Vertragsgebiet, keine bestehende Spielsperre und eine einmalige Registrierung. Ein Doppelkonto ist ausgeschlossen. Wenn man einen Nachteil sucht, findet man ihn hier: Das Angebot ist für den Freizeitwetter gebaut, der seine Einsätze kennt, und es belohnt nicht den, der Einsatzhöhe als Strategie einsetzt. Genau das ist die Bewilligung: kein Zugang für die, die am wenigsten geschützt sind.

Loterie Romande Jouez Sport — die Westschweizer Bewilligung mit dem kleinsten Maximalgewinn

Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura; als Kontaktadresse nennt sie Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne, und sie zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz sowie 221 Mitarbeitende. Sie ist zusammen mit Swisslos eine der Veranstalterinnen, die das Gesetz zulässt.

Auf der Ebene der Quotenregeln fällt sie durch zwei Zahlen auf. Der Mindesteinsatz online beträgt CHF 2 (in Verkaufsstellen CHF 3, für Multiples CHF 2), der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten CHF 500, und ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten. Wer 600 Franken auf ein Spiel setzen möchte, steht bei Jouez Sport vor geschlossener Tür. Das ist kein Nebeneffekt eines Regelwerks, sondern der Regelkern: Das Produkt ist auf viele kleine Wettscheine ausgelegt, nicht auf wenige grosse.

Der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette liegt bei CHF 300’000, für alle Gewinne eines Multiples zusammen bei CHF 1’000’000. Eine Kombiwette umfasst 2 bis 10 Voraussagen; die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombi muss mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen. Damit ist auch hier die Kombination nach oben begrenzt — nicht durch Vertrauen in den Markt, sondern durch die Grösse des Wettscheins.

In den sechs Kantonen, die Jouez Sport bedient, ist die Zahl der Verkaufsstellen das eigentliche Merkmal: Wer Wetten nicht online, sondern am Schalter aufgeben will, ist hier zu Hause.

AmunRa — ohne Schweizer Bewilligung, nicht mit dem Sperrregister verbunden

AmunRa fällt unter die Anbieter, die ohne Schweizer Bewilligung operieren. Nur Swisslos und Loterie Romande dürfen in der Schweiz Sportwetten anbieten; eine ausländische Bewilligung hat nach Art. 4 BGS keine Geltung im Inland. AmunRa ist nicht an das Schweizer Sperrregister angeschlossen, und wer dort sein Geld verliert, hat keine Schweizer Schlichtungsstelle; die Domains des Anbieters können zudem auf die Sperrliste der Gespa gesetzt und von Schweizer Telekom-Anbietern per DNS blockiert werden. Als Referenz für das, was Schweizer Wettende im Netz antreffen, ist der Status eindeutig: Der Schutz bei einem Streit endet an der Grenze, weil der Anbieter ihn hier nicht schuldet.

Boomerang Bet — ohne Schweizer Bewilligung, kein Rückgriff auf Schweizer Aufsicht

Boomerang Bet gehört zur gleichen Gruppe wie AmunRa: ohne Schweizer Bewilligung, mit einer im Ausland gemeldeten Lizenz, die in der Schweiz nichts bewirkt (Art. 4 BGS), ohne Verbindung zum Schweizer Sperrregister und ohne Schweizer Rechtsschutz. Ein Guthaben bei Boomerang Bet steht unter der Gerichtsbarkeit seines Sitzlandes, nicht unter Schweizer Aufsicht. Die Domain kann auf der Sperrliste landen; ob sie gerade gesperrt wird, ist keine Eigenschaft des Angebots, sondern eine Momentaufnahme.

Wettigo — ohne Schweizer Bewilligung, Domain-Hopping als Normalzustand

Wettigo läuft ohne Schweizer Bewilligung. Für ein Konto, das nur unter Schweizer Aufsicht geschützt wäre, ist das der entscheidende Status: Es besteht kein Anspruch auf Schutz durch die Schweizer Aufsicht, das Sperrregister führt den Anbieter nicht, und ein Rechtsstreit spielt sich in der Jurisdiktion des ausländischen Sitzes ab. Die Sperrliste der Gespa kann die Domain des Anbieters enthalten; gesperrte Domains werden innerhalb von Stunden ersetzt. Für den Wettenden heisst das nicht, dass der Zugang verschwindet, sondern dass er sich verschiebt — und dass der Anbieter, bei dem er dann landet, kein anderer ist.

Rainbet — ohne Schweizer Bewilligung, nur beschreibend einzuordnen

Rainbet ist ein weiteres ausländisches Angebot ohne Schweizer Bewilligung. Was hier gesagt werden kann, ist die generelle Einordnung dieses Segments: kein Schweizer Rechtsweg, keine Aufnahme ins Sperrregister, dafür die Möglichkeit, auf die Sperrliste gesetzt zu werden. Der Zugang ist juristisch nicht durchsetzbar, die Domain im Zweifel austauschbar, und der Wettende ist in beiden Richtungen der Einzige ohne Ansprechpartner in der Schweiz.

BassBet — ohne Schweizer Bewilligung, ohne Schweizer Aufsicht

BassBet gehört zu den Anbietern, denen in der Schweiz keine Bewilligung erteilt wurde. Der Status ist der gleiche wie bei den übrigen Seiten dieser Gruppe. Wer dort ein Konto erwägt, sollte die Sperrliste der Gespa vor der ersten Einzahlung prüfen: Eine blockierte Domain ändert nichts am Guthaben, aber viel an der Geschwindigkeit, mit der man es erreicht.

Pribet — ohne Schweizer Bewilligung, eine Bewilligung ist keine Schweizer Bewilligung

Pribet operiert ohne Schweizer Bewilligung; eine im Ausland gemeldete Lizenz hat in der Schweiz keine Geltung (Art. 4 BGS). Wer den Namen liest und die Lizenzangabe sieht, liest den falschen Teil: Die massgebliche Frage ist nicht, ob irgendwo eine Lizenz existiert, sondern ob die Schweizer Aufsicht diesen Anbieter kennt. Bei Pribet kennt sie ihn nicht, und damit fehlt auch der Anschluss an das Sperrregister.

Coolzino — ohne Schweizer Bewilligung, Casino-Marke auf einem Sportwetten-Markt

Coolzino ist eine Marke, deren Name auf das Casino-Geschäft verweist, und auch für sie gilt: ohne Schweizer Bewilligung. In der Schweiz sind Casinos eine eigene Bewilligungskategorie, überwacht von der ESBK; die Gespa beaufsichtigt die Grossspiele. Eine Casino-Marke, die Sportwetten anbietet, fällt damit in einen Bereich, in dem die Schweizer Aufsicht ohnehin nicht greift, und ihre Casino-Herkunft macht sie hier nicht besser, sondern nur schwerer einzuordnen. Wer den Markt vergleichen will, hat bei dieser Marke nichts zu vergleichen.

HighFlyBet — ohne Schweizer Bewilligung, ohne Anspruch auf Schweizer Schutz

HighFlyBet steht am Ende dieser Gegenüberstellung wie die anderen acht ausländischen Anbieter: ohne Schweizer Bewilligung, ohne Verbindung zum Sperrregister, ohne Schweizer Rechtsweg. Der einzige ausländische Anbieter, an den man in diesem Zusammenhang einen Gedanken verschwenden sollte, ist der, dessen Domain gerade nicht gesperrt ist — und selbst dann bleibt der Status derselbe.

2026 noch einmal nachgerechnet: was ein Prozentpunkt Quotenunterschied wert ist

Die Rechnung dieser Seite lässt sich in einem Satz zusammenfassen, und der Satz ist die ganze Antwort auf die Frage, warum ein Quotenvergleich in der Schweiz so kurz ist. Von jedem Franken Umsatz behält ein Anbieter mit 2,5 Prozent Marge 2,5 Rappen, einer mit 10 Prozent 10 Rappen. Mehr als diese Spanne bewegt der Vergleich nicht — und in der Schweiz stehen für die Höhe der Spanne nur zwei Bewilligungen zur Wahl.

Was ein Prozentpunkt wert ist

Wer auf einem ausgeglichenen Zweiwegmarkt eine um einen Prozentpunkt bessere Ausschüttung hat, gewinnt auf einen Einsatz von 100 Franken im Schnitt einen Franken mehr. Über ein Jahr mit tausend Wetten sind das tausend Franken, die der bessere Anbieter mehr zurückgibt — unter der Annahme eines ausgeglichenen Buches und der ausdrücklichen Bedingung, dass die Einsätze gleich bleiben. Das ist die Grösse, um die es beim Quotenvergleich geht, und sie ist deutlich kleiner als der Effekt, den die Einsatzhöhe selbst hat.

Wie die Ausschüttungsquote zustande kommt

Die Ausschüttungsquote gibt an, welcher Anteil der Einsätze in Form von Gewinnen an die Spieler ausgeschüttet wird. Sie ist der Kehrwert der Summe der Kehrwerte aller Quoten eines Marktes, und der Rest auf 100 Prozent ist die Marge. Bei einer Dreiwegquote von 1,25 / 5,00 / 10,00 ergibt diese Rechnung rund 90,91 Prozent Ausschüttung und damit eine Marge von rund 9,09 Prozent; bei 1.95 / 1.95 bleibt eine Marge von rund 2,5 Prozent. Beide Werte gelten für genau den Markt, aus dem sie gerechnet wurden, und für keinen anderen. Ein Buch kann einen bestimmten Markt mit einer niedrigen Marge führen und andere mit einer hohen; die Summe über alle Wetten hinweg ist keine feste Zahl, sondern eine Verteilung.

Häufige Fragen zum Quotenvergleich

Die Fragen, die vor dem ersten Wettschein am häufigsten gestellt werden.

Wie berechnet man die Marge eines Buchmachers auf ein einzelnes Spiel?

Man bildet den Kehrwert jeder Quote des Marktes, addiert sie und teilt eins durch die Summe. Das Ergebnis ist die Ausschüttungsquote, die Differenz zu 100 Prozent die Marge. Für einen Dreiwegmarkt mit 1,25 / 5,00 / 10,00 ergibt das rund 90,91 Prozent Ausschüttung und rund 9,09 Prozent Marge.

Unterscheiden sich die Quoten von Sporttip und Jouez Sport für dasselbe Spiel?

Das lässt sich pauschal nicht beantworten, weil beide ihre Quoten unabhängig kalkulieren und laufend anpassen. Verlässlich unterschiedlich sind dagegen die Einsatzgrenzen: CHF 1 bis CHF 1’000 bei Sporttip, online CHF 2 bis CHF 500 bei Jouez Sport. Wer die Marge eines konkreten Spiels wissen will, rechnet beide Angebote nach.

Was bedeutet der Overround für den Gewinn des Buchmachers?

Der Overround ist die Summe der impliziten Wahrscheinlichkeiten aller Ausgänge, die über 100 Prozent liegt. Bei ausgeglichenem Buch ist dieser Überschuss der Ertrag des Buchmachers aus dem Markt, unabhängig davon, welcher Ausgang eintritt. Er ist kein Aufschlag auf einen einzelnen Wettschein, sondern die Differenz zwischen bezahlten und fairen Quoten.

Wie wird aus einer Dezimalquote die implizite Wahrscheinlichkeit?

Die implizite Wahrscheinlichkeit ist der Kehrwert der Quote. Die Quote 2.00 entspricht 50,00 Prozent, die Quote 4.00 entspricht 25,00 Prozent, die Quote 1.01 entspricht 99,01 Prozent. Addiert man diese Werte über alle Ausgänge eines Marktes, ergibt die Summe mehr als 100 Prozent.

Warum ist die Ausschüttung bei zwei möglichen Ausgängen höher als bei drei?

Bei einem Markt mit zwei Ausgängen steht jedem Ausgang rechnerisch mehr Raum zur Verfügung als bei einem mit drei. Typisch sind etwa 90 Prozent Ausschüttung bei einem Zweiwegmarkt wie Tennis und etwa 85 Prozent bei einem Dreiwegmarkt wie Fussball. Deshalb unterscheiden sich die Margen zweier Märkte desselben Anbieters.

Lohnt sich der Vergleich mit ausländischen Seiten ohne Schweizer Schutz?

Für die Quote allein betrachtet kann eine ausländische Seite günstiger stehen. Der Preis dafür ist der gesamte Schweizer Schutz: keine Bewilligung mit Geltung im Inland, kein Anschluss ans Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg. Diese Gegenleistung ändert nichts an der Quote, aber alles an dem, was passiert, wenn etwas schiefgeht.

Inhalt erstellt vom Team «handywettench»