Online Serie A Wetten in der Schweiz – zwei Veranstalter, ein geschlossener Markt

Updated Oktober 2026
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Ein Fussball liegt auf dem Anstosspunkt eines leeren Rasenplatzes in der Abenddämmerung, dahinter leuchten Flutlichtmasten über einer Tribüne.

Stand: Oktober 29, 2026. Die Bewilligungsangaben der Veranstalter und der ausländischen Anbieter wurden gegen die Gespa als zuständige Aufsichtsbehörde sowie gegen die öffentlich einsehbaren Bewilligungs- und Sperrlisten abgeglichen.

Die Serie A 2025/26 lief vom 23. August 2025 bis zum 24. Mai 2026; Meister wurde Inter Mailand mit 87 Punkten.

Wer in der Schweiz auf die Serie A wetten will, trifft auf eine Lage, die sich in einem Satz erklären lässt und danach mehrere Absätze braucht: Sportwetten sind hier ein Grossspiel, das zwei Veranstalter veranstalten dürfen, und alles, was ein italienisches Meisterschaftsspiel über eine andere Adresse anbietet, tut das ohne Bewilligung. Das klingt nach einer klaren Sache. Es ist auch eine, nur nicht immer die angenehme.

Denn der Vergleich, den die meisten erwarten – zehn Anbieter, zehn Quoten, nimm die beste – findet in der Schweiz gar nicht statt. Es gibt ihn, aber die zwei Spalten, die ihn entscheiden, heissen nicht «Quote» und «Live-Wetten», sondern Bewilligung und Vertragsgebiet. Und weil die Zahl der Anbieter so klein ist, verschiebt sich alles, was den Wettenden sonst beschäftigt, nach hinten: die Marge, die Limiten, die Spielzeit, die Steuer.

Zahlen aus der zurückliegenden Saison helfen bei der Orientierung. Die Serie A 2025/26 lief vom 23. August 2025 bis zum 24. Mai 2026, Meister wurde Inter Mailand mit 87 Punkten. Das ist keine Prognose für die nächste Saison, sondern der Bezugspunkt: die Form, die Tabellenlage, die Auf- und Absteiger, an denen sich eine Einschätzung festmacht – und über der dann die Quote steht, mit der Marge darin.

Um genau diese Rechnung geht es im Folgenden. Was ein Vergleich nach Kriterien hergibt, wenn nur zwei Anbieter wirklich im Vergleich stehen. Was die Bewilligung kostet – nicht in Franken, sondern an Zugang, Auswahl und Wohnsitz. Wer schützt, wenn man schon zu tief drin ist. Warum eine Prognose ein gutes Argument und trotzdem kein Einkommen ist. Und warum die Marge in einer Langzeitwette deutlich mehr auffällt als in einer Einzelwette auf ein Spiel.

##VERGLEICH## Vergleich der Serie-A-Anbieter in der Schweiz: zehn Namen, zwei Bewilligungen

Ein Ranking über zwei Schweizer Veranstalter und acht ausländische Marken ist kein Wettbewerb um den ersten Platz, sondern eine Einordnung. Die Einordnung nimmt man am klarsten nach einer einzigen Frage vor: Wer darf hier überhaupt, und wer darf nur besucht werden? Alles andere – Quotenniveau, Zahl der Märkte, Live-Angebot – ordnet sich dahinter ein, weil es an einer Adresse ohne Bewilligung rechtlich nichts zu bewerten gibt und an einer mit Bewilligung nichts zu vergleichen.

Die beiden Schweizer Veranstalter sind die einzigen, die Sportwetten auf die Serie A veranstalten dürfen. Swisslos mit dem Produkt Sporttip, Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport. Der Rest der Liste sind Namen ohne Schweizer Bewilligung. Sie werden hier genannt, weil Schweizer Wettende ihnen begegnen, und sie werden hier nicht angepriesen: die Bewilligung fehlt, und mehr ist zu ihrer Schweizer Rechtsstellung nicht zu sagen.

##TABELLE## Einordnung der vorgestellten Anbieter nach Bewilligungsstatus

Anbieter Schweizer Bewilligung Veranstalter bzw. gemeldete Bewilligung
Swisslos Sporttip Ja – Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel
Loterie Romande Jouez Sport Ja – Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung Loterie Romande, Société de la Loterie de la Suisse Romande
22Bet Ohne Schweizer Bewilligung nicht etabliert
IviBet Ohne Schweizer Bewilligung nicht etabliert
BassBet Ohne Schweizer Bewilligung nicht etabliert
Sportuna Ohne Schweizer Bewilligung nicht etabliert
Rollbit Ohne Schweizer Bewilligung nicht etabliert
BillyBets Ohne Schweizer Bewilligung nicht etabliert
BetAlright Ohne Schweizer Bewilligung nicht etabliert
myBet Ohne Schweizer Bewilligung nicht etabliert

Die Spalte mit der Bewilligung ist die einzige, in der sich die zehn Zeilen überhaupt voneinander unterscheiden – und genau darin liegt der Punkt. In einem gewöhnlichen Quotenvergleich wäre die Liste eine Rangfolge. Hier ist sie ein Rechtsstatus mit acht Wiederholungen. Wer das als Nachteil des Artikels liest, liest richtig: es ist der Nachteil des schweizerischen Systems, und er hat eine Begründung.

Das Geldspielgesetz lässt Sportwetten als Grossspiel zu und knüpft jede Bewilligung an die Schweiz: eine Bewilligung gilt nur hier (Art. 4 BGS). Es gibt keine Liste weiterer bewilligter Buchmacher, weil es keine gibt – die Aufsichtsbehörde Gespa veröffentlicht nur die Sperrliste, auf der ausländische Domains stehen, die Schweizer Telekomunternehmen per DNS blockieren. Eine ausländische Bewilligung, gleich aus welchem Land, entfaltet in der Schweiz keine Wirkung. Wie die Bewilligungsprüfung funktioniert und was sie kostet, steht im Abschnitt ##RECHTSLAGE## ausführlich; hier genügt die Feststellung, dass sie die Rangfolge dieses Vergleichs bestimmt.

Werfen wir vorher einen Blick auf die beiden Vergleichskriterien, die in anderen Ländern den Ausschlag geben und hier ins Leere laufen. Kriterium eins: die Zahl der erreichbaren Märkte und Sportarten. Sie ist in der Schweiz nicht das Ergebnis einer Produktentscheidung, sondern das Ergebnis einer Liste – nur was auf der Gespa-Liste der zugelassenen Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten steht, darf angeboten werden. Kriterium zwei: die Quote selbst. Sie ist in der Schweiz kein Wettbewerbsargument zwischen zwei Anbietern, die dieselbe Liga anbieten, sondern der Ausdruck einer Rechnung, die jeder Buchmacher gleich anstellt. Beides wird in eigenen Abschnitten aufgenommen.

Eine dritte Frage stellt sich anders, als sie klingt: Wo darf man ein Konto eröffnen? Sporttip läuft im Swisslos-Vertragsgebiet – den Kantonen AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH, dazu Tessin und das Fürstentum Liechtenstein. Jouez Sport läuft in den sechs Westschweizer Kantonen Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Ein Online-Konto setzt Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im jeweiligen Gebiet voraus. Wer in Zürich wohnt, kann kein Jouez-Sport-Konto eröffnen; wer in Genf wohnt, kein Sporttip-Konto. Das ist der härteste Punkt dieses Vergleichs, härter als jede Quote.

Und die dritte Gruppe, die über die Taille entscheidet, ist die Geldauflage: Swisslos verteilte für 2025 einen Reingewinn von CHF 562 Mio., davon CHF 506 Mio. an die kantonalen Fonds und CHF 56 Mio. an die Stiftung Sportförderung Schweiz. Aus den Sportwetten stammten CHF 109 Mio. (2024: CHF 122 Mio.). Wer hier einen Wettschein ausfüllt, bezahlt also indirekt eine öffentliche Kasse mit – ein Argument, das kein ausländischer Anbieter für sich vorbringen kann, und eines, das den einen oder anderen Wettenden von der Marge versöhnt.

##VERGLEICH## Was der Vergleich nach Wettangebot, Quotenniveau und Limiten hergibt

Die drei Kriterien, um die es hier gehen soll, sind im Schweizer Fall ungewöhnlich ungleich verteilt. Nehmen wir sie nacheinander und sagen bei jedem, wo er sich entscheidet und wo er ins Nichts führt.

Beim Wettangebot ist die Schweiz nicht der Ort, an dem sich Anbieter über die Menge der Märkte unterscheiden. Die zugelassenen Wettarten stehen auf einer geschlossenen Liste, die Aufsichtsbehörde führt sie in der Version vom 9. September 2026. Qualifikationsrunden zählen nur, wenn sie aufgeführt sind, Frauenwettbewerbe nur, wenn sie aufgeführt sind, Ranglistenwetten nur, wenn die Rangliste über den Einzug in einen internationalen Wettbewerb oder über das Podest entscheidet. Wetten auf Trainingsläufe gibt es nicht, Eckball- und Kartenmärkte führt die Liste nicht, und esports kommt darin nicht vor. Das ist keine Zurückhaltung aus Vorsicht, sondern eine Auswahlentscheidung des Gesetzgebers.

Beim Quotenniveau verhält es sich genauso unspektakulär. Eine Quote ist ein Preis mit einer Marge darin, und die Marge ist keine Frage des Wohlwollens. Zwei Anbieter, die dieselbe Meisterschaft unter denselben Vorgaben anbieten, liegen beim Quotenschlüssel näher beieinander als in jedem Markt mit offener Konkurrenz. Der Vergleich wird dadurch nicht falsch, nur schmaler. Er wird zum Vergleich zweier sehr ähnlicher Preislisten.

Anders die Limiten. Sie sind Veranstalterbedingungen und unterscheiden sich dadurch tatsächlich. Bei Sporttip reicht der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten von CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette beträgt CHF 1’000, für eine Systemwette CHF 10’000. Die Limiten kann Swisslos jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Für einen Wettenden mit einem Fünfer im Wettschein ist das irrelevant. Für jemanden, der eine Meinung zu einem Spiel hat und sie in einer Position ausdrücken will, ist CHF 1’000 eine Wand.

Es lohnt sich, diese drei Kriterien einmal für eine Saison durchzurechnen. 38 Spieltage, 20 Vereine, jede Woche zehn Spiele auf der Speisekarte – ein reichlich gedeckter Tisch, auf dem nach der Gespa-Liste nur bestimmte Teller stehen. Wer sein Wettangebot nach der Zahl der Märkte auswählt, wählt in der Schweiz zwischen zwei Anbietern mit demselben Katalog. Wer es nach der Quote auswählt, wählt zwischen zwei Preislisten mit demselben Aufbau. Wer es nach der Limite auswählt, findet endlich einen Unterschied, und es ist ein Unterschied, der nur wenige betrifft.

##GRUNDLAG## Serie A und Sportwetten in der Schweiz: was die Liga ist und was sie für den Wettschein bedeutet

Eine Espressotasse und ein Bleistift liegen auf einem Caféhaustisch neben einer gefalteten Stoffserviette im Licht der Morgensonne.
Die Serie A hat seit der Saison 2004/05 20 Vereine; jeder Verein bestreitet 38 Spieltage im Hin- und Rückspiel.

Die italienische Meisterschaft ist eine der Ligen, bei denen sich Struktur und Wettschein gegenseitig erklären. Die Serie A hat seit der Saison 2004/05 20 Vereine, zuvor waren es 18. Jeder Verein bestreitet 38 Spieltage im Hin- und Rückspiel, die Saison läuft von Ende August bis Ende Mai. Wer das weiss, weiss auch, worüber er in einem Oktober auf die Serie A wettet: über einen Spieltag von zehn Partien, nicht über eine Meisterschaft, die erst im Mai entschieden ist – und die beiden Dinge haben in einer Quote nichts miteinander zu tun.

Wie der Spielplan gemeint ist, zeigt der Auf- und Abstieg. Aus der Serie A steigen die letzten drei Mannschaften in die Serie B ab; aufsteigen die beiden Besten der Serie B und der Sieger der Play-offs der Plätze 3 bis 6. Das ist die Mechanik, aus der im Frühling alles wird, was langweilig aussieht und es nicht ist: Abstiegskampf am 36. Spieltag gegen eine Mannschaft, für die es um nichts mehr geht, ist ein anderer Markt als dieselbe Paarung im September. Die zweite Hälfte der Saison liefert die Tabellenlage mit, die die erste nicht haben konnte.

Bei Punktgleichheit entscheidet in der Serie A der direkte Vergleich; Entscheidungsspiele wurden bis zur Saison 2005/06 ausgetragen. Auch das ist relevant, wenn es um Platzierungen geht: ein Endstand, bei dem zwei Vereine gleichauf liegen, ist über den direkten Vergleich aufgelöst, nicht über ein Entscheidungsspiel. Wer auf eine Platzierung wettet, sollte diesen Auflösungsschlüssel kennen, weil er die Rangfolge am Saisonende bestimmt.

Ein Stück Geschichte gehört dazu, weil es die Zahlen erklärt, mit denen geworben wird. Die erste italienische Meisterschaft wurde 1898 ausgetragen, den ersten Titel gewann der CFC Genua; den Namen Serie A trägt die Liga seit der Reform von 1946, mit der die Lega Calcio entstand. Rekordmeister ist Juventus Turin mit 36 Titeln, dahinter Inter Mailand mit 21 und der AC Mailand mit 19. Organisiert wird die Liga von der Lega Nazionale Professionisti Serie A, einer Untereinheit des italienischen Fussballverbands FIGC. Diese Zahlen sind in der Berichterstattung ständig präsent – und sie sagen über ein einzelnes Spiel im November genau nichts.

Die abgelaufene Saison liefert den konkreten Rahmen: die Serie A 2025/26 lief vom 23. August 2025 bis zum 24. Mai 2026, Meister wurde Inter Mailand mit 87 Punkten. Abgestiegen sind US Cremonese mit 34 Punkten, Hellas Verona mit 21 und Pisa SC mit 18; Torschützenkönig wurde Lautaro Martínez von Inter Mailand mit 17 Toren. Das sind die Bezugspunkte, an denen eine Einschätzung für die neue Saison ansetzt – Form, Kader, Tabellenlage. Sie sind aber ausdrücklich kein Ausblick auf die nächste.

Was das mit Kosten zu tun hat, lässt sich an einer Zahl festmachen. Die Liga führt 20 Vereine und 38 Spieltage pro Verein, das ergibt 380 Partien in einer Saison. Jede dieser Partien wird nur dann zu einem Wettschein, wenn der Wettbewerb und die Wettart auf der Gespa-Liste stehen. Ein Spielplan, der im Fernsehen läuft, und ein Spielplan, der im Wettprogramm steht, sind also zwei verschiedene Dinge, und wer bei beiden dasselbe annimmt, sucht das eine oder andere vergeblich.

##RECHTSLAGE## Rechtslage: die Bewilligung als Preis, den Schweizer Wettende zahlen

Eine kleine Messingwaage steht auf einem Holzschreibtisch vor einem Fenster, durch das Licht in einen ruhigen Büroraum fällt.
Vor der ersten Sporttip-Teilnahme müssen Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage gesetzt werden; eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden.

Die Rechtslage in der Schweiz ist kein Nebenaspekt dieses Themas, sie ist seine Form. Online-Sportwetten sind ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51, in Kraft seit dem 1. Januar 2019; Art. 3 lit. c und e) und werden von der Gespa beaufsichtigt, der Interkantonalen Geldspielaufsicht in Bern, gestützt auf das Geldspielkonkordat, das am 1. Januar 2021 in Kraft trat. Die Eidgenössische Spielbankenkommission ist hier nicht zuständig; sie beaufsichtigt nur Casinos. Wer Schweizer Sportwetten mit eidgenössischer Casino-Aufsicht verwechselt, verwechselt zwei verschiedene Bewilligungsarten.

Eine Bewilligung besteht aus zwei Teilen: einer Veranstalterbewilligung und einer Bewilligung pro Spiel (Art. 21–25 BGS). Und sie gilt nur in der Schweiz (Art. 4 BGS). Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter von Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt. Diese beiden sind Swisslos mit dem Produkt Sporttip und Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport. Swisslos arbeitet gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 (IKV 2020) und hat ihren Sitz in Basel. Die Loterie Romande nennt als Kontaktadresse die Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne, zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende.

Der Preis dieser Konstruktion liegt nicht in einer Gebühr. Er liegt in vier Dingen, die ein Wettender sonst gewohnt ist, und die hier fehlen.

Erstens die Adresse. Ein Konto setzt Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt in der Schweiz voraus (Art. 47 Abs. 3 VGS), und in der Praxis zusätzlich Wohnsitz im Vertragsgebiet der Veranstalterin. Wer in Zürich sitzt, hat eine Wahl; wer in Genf sitzt, hat die andere. Es gibt keinen dritten Weg innerhalb der Schweiz.

Zweitens die Auswahl. Was gewettet werden darf, ist eine geschlossene Liste: die Gespa-Liste der zugelassenen Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten (Version 10.09.2026; Art. 25 BGS, Art. 29 VGS). Sportwetten dürfen sich nur auf Sportereignisse beziehen – Wetten auf Wetter, Politik oder Fernsehsendungen sind nicht erlaubt. Qualifikationsrunden nur, wenn sie aufgeführt sind; Frauenwettbewerbe nur, wenn sie aufgeführt sind; Ranglistenwetten nur, wenn die Rangliste über den Einzug in einen internationalen Wettbewerb oder über das Podest entscheidet; nie Wetten auf Trainingsläufe. Eckball- und Kartenmärkte führt die Liste nicht, eine Esport-Sektion hat sie nicht, und veranstaltungen, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen, sind ausgeschlossen (Art. 25 Abs. 2 BGS). Livewetten sind erlaubt, vor dem Spiel und während des Spiels, soweit die Veranstalterin über eine entsprechende Entscheidung verfügt; das BGS kennt keine Beschränkung auf bestimmte Live-Märkte. Wer live auf die Serie A setzt, findet also keinen gesetzlichen Vorbehalt, nur das Wettprogramm der Veranstalterin.

Drittens der Verzicht auf die eigene Regie. Ein Wettender in der Schweiz hat keine Wahlfreiheit zwischen Anbietern, und er hat sie nicht, weil der Gesetzgeber sie an einer Stelle abgeschnitten hat: bei den bewilligten Veranstaltern. Das ist die eine Hälfte des Preises.

Die andere Hälfte ist das, was ohne Bewilligung gilt. Eine ausländische Bewilligung – Curaçao, Malta, Deutschland oder ein anderes Land – entfaltet in der Schweiz keine Wirkung (Art. 4 BGS). Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung zu veranstalten ist strafbar: bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Betrieb bis zu fünf Jahre (Art. 130 BGS). Die Spielenden werden nicht bestraft. Aber Einsätze und Gewinne können in einem Verfahren gegen die Anbieterin eingezogen werden, und es besteht weder Schutz noch eine Kontrolle der Fairness. Das ist keine Warnung, sondern eine Beschreibung der Rechtsfolge.

Dazu kommt die Durchsetzung. Die Gespa veröffentlicht eine Sperrliste ausländischer Domains, die Schweizer Telekomunternehmen per DNS blockieren (Art. 86–93 BGS; erste Liste vom 3. September 2019, 671 Domains Ende 2025). Blockierte Domains werden innerhalb von Stunden ersetzt – die Aufsichtsbehörde nennt dafür Interwetten und Bet-at-Home und führt bet365 auf der Liste. Eine Sperrliste, die innerhalb von Stunden umgangen wird, ist kein Schutzwall, sondern eine Erschwernis. Wer sie als Garantie liest, liest sie falsch.

Die ehrliche Bilanz der beiden Wege sieht so aus. Ohne Schweizer Bewilligung: keine Schweizer Aufsicht, keine Anbindung an das Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, und Gewinne unterliegen der kantonalen Steuerpraxis. Mit Schweizer Bewilligung: voller Schweizer Schutz, aber nur zwei Veranstalter, ein geschlossener Katalog an Sportarten und Märkten, eine Wohnsitzbedingung und eine Identitätsprüfung. Keiner der beiden Wege ist von sich aus «die sichere Wahl». Sie sind verschiedene Verträge mit verschiedenen Kosten.

Ein Detail verdient einen eigenen Satz, weil es oft falsch erzählt wird: die Schweiz kennt kein Instrument, mit dem Banken oder Kartensysteme Zahlungen an unbewilligte Wettseiten sperren. Was es gibt, ist die DNS-Sperre. Wer von einer Kartensperre liest, liest von etwas, das es hier nicht gibt.

##RECHTSLAGE## Was eine Bewilligung im Alltag bedeutet: Spielzeit, Spielsperre, Steuer

Die Bewilligung wird erst dort greifbar, wo sie das Wettverhalten berührt. Nehmen wir die drei Stellen, an denen das am deutlichsten passiert, und die zwei, an denen sich viele irren.

Die Spielzeit ist die erste. Bei Sporttip umfasst die reguläre Spielzeit die reguläre Spieldauer – im Fussball rund 90 Minuten – plus Nachspielzeit. Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Für eine Wette auf den Ausgang eines Meisterschaftsspiels heisst das: der Treffer in der 94. Minute zählt mit, der im Elfmeterschiessen nicht. Das ist keine Nebenfrage, sondern der Unterschied zwischen gewonnen und verloren, und es steht in den Bedingungen, nicht im Bauchgefühl.

Die zweite Stelle ist die Spielsperre. Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Das ist die stärkere der beiden Massnahmen, und sie ist eine, die der Wettende selbst auslöst. Nach Art. 80–82 BGS umfasst die Spielsperre die Sperrung überschuldeter oder suchtgefährdeter Personen und die Selbstsperre in einem gemeinsamen Register; eine freiwillige Sperre lässt sich erst nach drei Monaten aufheben (Art. 84 VGS), unter Beteiligung einer Fachstelle (Art. 81 BGS). Eine selbst gewählte Pause von bis zu sechs Monaten muss angeboten werden (Art. 89 VGS). Ausgeschlossene oder minderjährige Spielende haben keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne (Art. 45 BGS).

Die dritte Stelle ist die Steuer, und hier wird es am häufigsten verwechselt. Gewinne aus einem in der Schweiz erlaubten Grossspiel – die ESTV nennt Sportwetten ausdrücklich – sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommenssteuerfrei und werden nur darüber besteuert. Der eidgenössische Freibetrag liegt ab dem 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000 (2025: CHF 1’070’400). Der kantonale Freibetrag weicht davon ab, deshalb gilt «je nach Kanton» – eine einzelne kantonale Zahl wäre falsch. Oberhalb des Freibetrags behält die Veranstalterin 35 % Verrechnungssteuer ein, die über die Deklaration des Gewinns in der Steuererklärung zurückgeholt wird. Für einen gewöhnlichen Wettenden liegt der Gewinn weit unter dieser Schwelle: keine Einkommenssteuer und keine Verrechnungssteuer auf dem Gewinn.

Und die Kehrseite. Gewinne bei ausländischen Anbietern unterliegen nicht der Verrechnungssteuer, aber die kantonale Steuerpraxis etwa im Thurgau behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen als vollständig steuerbares Einkommen, unabhängig von der Höhe. Die Steuerfreiheit ist also nicht der Normalfall, sondern die Ausnahme, die an eine Schweizer Bewilligung gekoppelt ist. Eine Steuer auf Einsätze gibt es in der Schweiz nicht. Wer hierzulande von einer Wettsteuer auf den Einsatz liest, liest von etwas, das es nicht gibt. Für die eigene Situation bleibt es bei einer allgemeinen Information: Steuerberater oder kantonale Steuerverwaltung fragen.

Ein Wort noch zu einem Feld, auf dem die Schweiz strenger ist, als viele annehmen: Werbung und Boni. Werbung darf nicht aufdringlich oder irreführend sein und darf sich nicht an Minderjährige oder gesperrte Personen richten (Art. 74 BGS). Werbung für ein in der Schweiz nicht erlaubtes Geldspiel ist verboten (Art. 74 Abs. 3 BGS) und wird mit einer Busse von bis zu CHF 500’000 geahndet (Art. 131 BGS). Die Höhe dieser Busse sagt mehr über die Haltung des Gesetzgebers als jede Broschüre. Gratisspiele oder Gratisguthaben brauchen die vorgängige Zustimmung der Gespa (Art. 75 Abs. 2 BGS; 2025 erteilte sie 24 Zustimmungen an die Loterie Romande und 8 an Swisslos). Ein Werbeverbot zu bestimmten Tageszeiten gibt es nicht. Und um es klar zu sagen: die Bedingungen eines Bonus stehen ausschliesslich in den Bedingungen des jeweiligen Veranstalters.

##SPIELERSCHUTZ## Spielerschutz: die Limite, die vor der ersten Wette gesetzt wird

Vor der ersten Teilnahme an Sporttip müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen. Die Oberlimite liegt bei CHF 9’999, unter 21 Jahren bei CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich.

Drei Limiten, drei Zeitfenster – und die interessanteste Zahl ist nicht die Oberlimite, sondern der Unterschied zwischen sofort und 72 Stunden. Verluste bremsen lässt sich in derselben Minute. Mehr riskieren lässt sich erst nach drei Tagen. Der Gesetzgeber hat die Verzögerung bewusst auf die Richtung gelegt, die nach oben geht: nach Art. 87 VGS muss die Veranstalterin einen oder mehrere Höchstwerte für tägliche, wöchentliche oder monatliche Einsätze oder Verluste verlangen; eine Senkung wirkt sofort, eine Erhöhung nach Gesetz nach 24 Stunden – Swisslos und Loterie Romande wenden in ihren eigenen Bedingungen 72 Stunden an.

Dass die Limiten vom Spielenden selbst gesetzt werden und nicht vom Staat, ist ein oft übersehener Punkt. Die Schweiz kennt keine gesetzlich festgeschriebene Einzahlungsobergrenze. Das heisst: die Zahl, die den Einsatz begrenzt, schreibt der Wettende selbst, und die Veranstalterin verlangt sie. Wer sie zu hoch ansetzt, hat sie zu hoch angesetzt, und niemand korrigiert das nachträglich nach unten, ausser ihm selbst.

Was das praktisch bedeutet, lässt sich an einem typischen Fall erzählen. Wer mit CHF 50 im Monat auf die Serie A wetten will, setzt die 30-Tage-Limite auf CHF 50 und hat danach keinen Zugriff auf mehr. Wer sie auf CHF 500 setzt und CHF 50 ausgeben will, hat sich selbst eine Regel gegeben, die keine ist. Der Schutzmechanismus ist ein Geländer, kein Geländer mit Sicherung.

Zur Registrierung selbst gehört mehr als ein Name. Für ein Online-Konto bei Swisslos braucht es mindestens 18 Jahre sowie Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Swisslos-Vertragsgebiet. Es darf keine Spielsperre bestehen, und jede Person darf sich nur einmal registrieren. Die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adress-Datenbanken geprüft. Sporttip steht Personen ab 18 Jahren offen; unter 18 Jahren ist die Teilnahme ausgeschlossen, und wer als Wettkämpfer an einem Wettereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten. Ein Konto pro Person mit geprüfter Identität ist die Regel (Art. 47–52 VGS); Minderjährige sind online nicht zugelassen (Art. 72 BGS).

Und weil es zur Ehrlichkeit dieses Themas gehört: die Kontrolle am Verkaufspunkt ist nicht lückenlos. Bei Testkäufen der Gespa im Jahr 2025 wurde an Verkaufsstellen in 47,5 % von 200 Fällen eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft. Wer den Schutz an einem Tresen für streng hält, sollte diese Zahl kennen.

Ein zweiter Punkt, der nicht nach Spielerschutz aussieht und es ist: die Auszahlung. Gewinne und Guthaben werden nur auf ein Zahlungskonto auf den Namen des Kontoinhabers ausbezahlt (Art. 50 Abs. 2 VGS). Anonyme oder Krypto-Auszahlungen gibt es im bewilligten Schweizer Wettgeschäft nicht, und eine Kreditgewähr an Spielende ist nicht erlaubt (Art. 75 Abs. 1 BGS). Welche Zahlungsmarken ein Anbieter akzeptiert, ist dessen eigene Sache und steht nur in seinen Bedingungen. Der Effekt dieses Grundsatzes ist unspektakulär und wertvoll: das Geld kann nur dorthin zurück, wo es hergekommen ist.

##TIPPS## Prognosen und Strategie: warum eine gute Einschätzung kein Einkommen ist

Wer bei «Serie A Wetten Tipps» an eine Liste von Spielen mit Kreuzen dahinter denkt, sucht etwas, das diese Liga nicht hergibt. Was eine Prognose hergibt, ist ein Argument: Form, Tabellenlage und Quote, gewichtet zu einer Einschätzung. Was sie nicht hergibt, ist ein Ertrag. Auch eine sauber begründete Einschätzung bleibt unsicher, und wer sie als Einnahmequelle rechnet, rechnet mit einem Ergebnis, das er nicht kennt.

Die Bausteine sind überschaubar und jeder hat eine andere Halbwertszeit. Die Tabellenlage aus 38 Spieltagen ist die trägste Grösse: sie bewegt sich langsam und sagt viel über die Klasse eines Vereins, wenig über ein einzelnes Spiel. Die Form ist die schnellste und die unzuverlässigste: drei Siege können ein Lauf oder ein Programm aus drei schwachen Gegnern sein, und die Tabelle unterscheidet das nicht. Die Quote wiederum ist kein neutraler Messwert. Sie enthält bereits die Einschätzung vieler anderer Marktteilnehmer und die Marge der Veranstalterin. Wer gegen die Quote argumentiert, argumentiert nicht gegen ein unbeschriebenes Blatt.

Genau darin liegt der Denkfehler, den die Tipp-Kultur am hartnäckigsten pflegt: dass eine Information «genug» sein kann. Ist sie nicht. Information verändert nicht das Ergebnis eines Fussballspiels. Sie verändert höchstens die Treffsicherheit einer Schätzung, und das in kleinen Schritten. Was der Wettende tatsächlich multipliziert, wenn er eine Kette von Wetten spielt, ist die Marge, nicht der Erwartungswert. Aus 5 % Marge auf ein Spiel wird über eine Folge von Spielen eine sichere Verlustkurve – nicht, weil diese Spiele schlecht ausgesucht waren, sondern weil die Marge bei jedem einzelnen anfällt.

Für den Alltag in der Schweiz heisst das: die Kombination aus Bewilligung und Marge macht den kurzfristigen Gewinn nicht unmöglich, aber sie macht ihn unwahrscheinlich und sie macht jeden Plan mit «langfristig» im Namen verdächtig. Wer auf die Serie A wettet, weil ihn die Liga interessiert, zahlt für dieses Interesse einen Preis, den er kennen sollte. Wer wettet, weil er den Preis für ein Einkommen hält, hat den Preis falsch verstanden.

Ein Wort zu den typischen Empfehlungsformaten, weil sich an ihnen am leichtesten prüfen lässt, was Substanz hat und was nicht. Eine Einschätzung, die eine Ausgangslage, eine Begründung und eine Bedingung enthält («die Einschätzung kippt, wenn die Stammverteidigung fehlt»), ist nachprüfbar. Eine, die eine sichere Sache behauptet, ist es nicht, denn sichere Sachen gibt es im Fussball der Serie A nicht – in der Saison 2025/26 standen am Ende drei Absteiger mit 34, 21 und 18 Punkten und ein Meister mit 87. Vorhersehbar war am Saisonbeginn keiner dieser vier Endstände.

So bleibt es dabei: die Seite erklärt, wie eine Wette und ein Markt funktionieren, was sie kosten und wovon ein Kurs abhängt. Sie nennt keinen Sieger.

##WETTARTEN## Wettarten und Quoten: was der Quotenschlüssel aus einer Wette macht

Quoten sind eine Sprache mit einer eingebauten Gebühr. Sie werden in der Schweiz in Dezimalform angegeben, und was die Zahl bedeutet, ist wörtlich zu nehmen: sie gibt an, wie viel der Einsatz zurückbringt, wenn die Wette aufgeht. Ein Einsatz von CHF 20 auf Quote 2.10 bringt CHF 42 zurück, davon CHF 22 Nettogewinn. Bei Kombinationswetten multiplizieren sich die Quoten der einzelnen Voraussagen zu einem Preis: zwei Voraussagen zu 1.80 und 1.90 ergeben 3.42, und CHF 10 bringen dann CHF 34.20 zurück. Das ist die Rechnung des Gewinnfalls; ob er eintritt, sagt sie nicht.

Und in jeder Quote steckt die Marge. Nehmen wir die Rechnung an einem erfundenen, sauber gerundeten Beispiel: ein 1X2-Markt mit 2.10 auf die Heimmannschaft, 3.40 auf das Unentschieden und 3.60 auf die Auswärtsmannschaft. Die Auszahlungsquote dieses Marktes ist 1 ÷ (1/2.10 + 1/3.40 + 1/3.60), die Marge ist 1 minus diesen Wert. Die Eingangsgrössen sind drei Quoten und die Annahme, dass der Markt vollständig ist – genau drei Ausgänge, kein anderer. Das Ergebnis liegt je nach Quotensatz und Rundung in einer Bandbreite von rund 4 bis 6 %, wobei das gerundete Beispiel selbst auf etwa 5 % führt: so viel behält die Buchhaltung von jedem Franken, der auf diesen Markt gesetzt wird, vor jedem Ausgang des Spiels. Die Zahl ist eine Schätzung für einen Markt, nicht für ein Spiel.

Diese Marge ist der Grund, warum sich zwei Beobachtungen nicht widersprechen. Beobachtung eins: man kann mit einer Einzelwette gewinnen. Beobachtung zwei: über viele Einzelwetten hinweg zahlt der durchschnittliche Wettende die Marge. Beide Sätze sind wahr, weil der eine von einer Wette und der andere von einer Menge von Wetten handelt. Dasselbe gilt für Kombiwetten, bei der die Marge jeder Voraussage noch oben draufkommt, und für Systemwetten, bei denen aus einer Kombination viele Kombinationen werden – der Preis der Kombination multipliziert sich, die Marge aber auch.

Aufpassen bei Long-Term-Wetten: je länger das Ereignis entfernt ist, desto weniger Konkurrenzdruck trägt eine Quote. Eine Quote, die im August auf die Meisterschaft der Serie A gestellt wird, ist über acht Monate weder korrigierbar noch abgleichbar, und genau dasselbe gilt für die Marge darin. Die Marge sticht also in einer Langzeitwette deutlich mehr heraus als in einer Einzelwette auf ein Spiel am Samstag.

##WETTARTEN## Einzelwette, Kombiwette, Systemwette und Langzeitwette im Überblick

Vier Wettarten, vier verschiedene Arten, wie die Marge wirkt, und der Reihe nach.

Eine Bedingung gilt für alle vier: die reguläre Spielzeit. Bei Sporttip umfasst sie die reguläre Spieldauer plus Nachspielzeit; Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Handelt ein Markt von einem Saisonergebnis, hat diese Regel keine Bedeutung; handelt er von einem Spiel, entscheidet sie den Ausgang.

Zum Schluss die Werkzeuge, mit denen die Veranstalterin selbst am Preis arbeitet. Quotenboosts bei Sporttip gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage; Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettenden nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert, und bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Quotenboost klingt nach einem Geschenk des Hauses und ist eine Aktion mit einer Frist, einer Obergrenze und einer Bedingung, die im Kleingedruckten steht.

Etwas unbequemer ist die Bedingung, die für Kombinationen zusammenhängender Ereignisse gilt. Bei Sporttip werden voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung nur über die Bet-Builder-Funktion kombiniert. Nimmt Swisslos irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Für den Wettenden heisst das: hat er in einer Kombination zwei Dinge kombiniert, die sich gegenseitig bedingen – ein Spiel und ein Ereignis in diesem Spiel – geht die ganze Wette mit dem Einsatz ohne Gewinn zurück. Der Einsatz ist dann kein Verlust, aber die Einschätzung auch nichts wert.

Zwei weitere Mechaniken lohnen einen Satz, weil sie den Preis einer Wette von einer anderen Seite zeigen. Cash-Out bei Sporttip gibt es für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und eine Garantie für jeden Markt besteht nicht. Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden; Swisslos muss Cash-Out nicht für alle Wetten anbieten. Wer ihn als Werkzeug nutzt, kauft sich Sicherheit zum Preis der Differenz.

Und bei Livewetten gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00, und in spielentscheidenden Situationen – Elfmeter, Rote Karte, Entscheid des Videoschiedsrichters – kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Bei einem Anbieter, der in einer Live-Situation nicht schnell genug ist, ist das eine Rückabwicklung; bei einem, der die Aktualisierung nicht mitbekommt, dasselbe. Der Punkt ist die Quote 1.00, und der Punkt ist, dass sie niemanden rettet, der zu spät kommt.

##SPORTARTEN## Sportarten und Turniere: der Rahmen, den die Gespa-Liste steckt

Die Serie A ist eine Liga mit einem klaren Kalender, und dieser Kalender strukturiert das ganze Wettjahr. Zwanzig Vereine, 38 Spieltage pro Verein, Hin- und Rückspiel, Saison von Ende August bis Ende Mai. Auf diesem Gerüst sitzt alles, was an Märkten entsteht: der Ausgang eines Spieltags, der Ausgang einer Platzierung, der Ausgang einer Meisterschaft. Die drei haben unterschiedliche Laufzeiten und deshalb unterschiedliche Preise.

Die Meisterwette ist die bekannteste Langzeitwette auf diese Liga. Sie wird vor dem ersten Spieltag gestellt und über eine ganze Saison gehalten. In der Saison 2025/26 endete sie mit Inter Mailand und 87 Punkten; abgestiegen sind US Cremonese mit 34 Punkten, Hellas Verona mit 21 und Pisa SC mit 18, Torschützenkönig wurde Lautaro Martínez von Inter Mailand mit 17 Toren. Die Spannweite zwischen 87 und 18 Punkten in derselben Tabelle ist eine gute Erinnerung daran, wie ungleich die Ausgangslagen in dieser Liga sind – und wie wenig das über den Ausgang einzelner Spiele sagt.

Der Rahmen für alles, was gewettet werden darf, ist die Liste der Aufsichtsbehörde: zugelassene Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten, Version vom 9. September 2026. Sie ist die eigentlich relevante Grösse, wenn ein Wettender prüfen will, ob er das Spiel, das er im Kopf hat, überhaupt bewerben kann. Qualifikationsrunden sind nur aufgenommen, wenn sie aufgeführt sind; Frauenwettbewerbe nur, wenn sie aufgeführt sind; Ranglistenwetten nur, wenn die Rangliste über den Einzug in einen internationalen Wettbewerb oder über das Podest entscheidet. Im Spielbetrieb der Serie A sind das die praktischen Hürden: ein Freundschaftsspiel, ein Trainingsspiel, ein Testspiel im Winter – keines davon ist ohne weiteres eine Wette.

Was es auf der Liste nicht gibt, ist ebenso erhellend wie das, was darauf steht. Eine Sektion für esports fehlt, und Eckball- sowie Kartenmärkte führt sie nicht. Der zweite Punkt verdient eine Anmerkung für alle, die einen Kombischein mit «über 10 Ecken» und «drei gelbe Karten» planen: dieser Schein ist in der Schweiz nicht bewilligungsfähig. Virtuelle Sportarten sind rechtlich nicht geklärt; dazu ist hier nichts zu sagen. Und Wetten auf mehr als Sportereignisse – Wetter, Politik, Fernsehsendungen – sind ohnehin ausgeschlossen.

Die Runde schliesst sich bei der Rangordnung. Bei Punktgleichheit entscheidet in der Serie A der direkte Vergleich; Entscheidungsspiele wurden bis zur Saison 2005/06 ausgetragen. Wer auf einen Platz wettet, sollte diesen Schlüssel kennen, weil er am letzten Spieltag über die Reihenfolge entscheidet, wenn zwei Vereine gleichauf liegen. Es ist eine Regel aus dem Reglement, die zu einem Wettmarktergebnis wird – und deshalb ist sie nicht gleichgültig.

Der praktische Rat dazu ist unspektakulär: die Liga ist der Takt, die Liste ist die Grenze, der Transfermarkt ist die Variable. Am 23. August 2025 fing eine Saison an und am 24. Mai 2026 endete sie, und dazwischen lag eine Kaderbewegung im Winter, die jede Einschätzung vom September umwerfen konnte. Wer seinen Wettschein im Winter mit der Tabelle vom Herbst begründet, arbeitet mit veralteten Daten.

Die vorgestellten Anbieter im Vergleich

Zehn Namen, aber nicht zehn vergleichbare Angebote. Zwei davon dürfen Sportwetten in der Schweiz veranstalten, acht nicht. Diese Reihenfolge wird hier nicht verschoben: sie ist die Bewilligungslage und keine Wertung.

Swisslos Sporttip: bewilligt, im grössten Vertragsgebiet, mit den klarsten Limiten

Sporttip ist das Sportwettenprodukt der SWISSLOS Interkantonalen Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel. Die Genossenschaft veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 (IKV 2020). Wer in den Kantonen AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH, im Tessin oder im Fürstentum Liechtenstein wohnt, kann ein Konto eröffnen; wer in der Westschweiz wohnt, nicht. Das ist das grösste Vertragsgebiet der beiden Bewilligungen, und für einen Wettenden in Zürich ist es zugleich das einzige.

Ein zweiter Schweizer Anbieter fehlt in diesem Vertragsgebiet nicht aus Zufall. Zusammen mit dem Gebiet der Loterie Romande deckt Sporttip die Deutschschweiz, das Tessin und Liechtenstein ab, und die Aufteilung selbst ist der Grund, warum ein Vergleich oft nur einen Namen kennt.

Beim Produkt ist Sporttip der Anbieter mit dem grössten belegbaren Umfang. Der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten liegt bei CHF 1, der Höchsteinsatz bei CHF 1’000, für eine Systemwette bei CHF 10’000; Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Cash-Out gibt es für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur online und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand des Sportereignisses ab und kann jederzeit geändert werden; eine Garantie für jeden Markt besteht nicht. Der Kombiboost verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50 und stuft den Bonus auf den Nettogewinn nach der Zahl der Voraussagen: 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn. Quotenboosts gelten nur online für Prematch-Einzelwetten, Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn um einen angegebenen Prozentsatz; beide sind pro Wettenden einmal nutzbar, in Einsatz und Erhöhung limitiert, und bei einem Cash-Out verfällt der Boost.

Der Kombiboost ist die interessanteste Zahl dieser Zeile und die am leichtesten missverstandene. Dreissig Prozent mehr Nettogewinn klingen nach einem besseren Preis. Sie sind ein Anreiz zu grösseren Kombinationen, und je grösser die Kombination, desto mehr Voraussagen müssen alle zugleich aufgehen. Der Bonusaufschlag wächst mit der Zahl der Beine, und jede dieser Quoten trägt ihre Marge. Es ist kein Widerspruch, sondern Rechnung: den Preis des einzelnen Beins senkt kein Bonus.

Beim Spielerschutz ist Sporttip die Adresse mit den konkretesten belegbaren Vorkehrungen. Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage sind Pflicht, die Oberlimite liegt bei CHF 9’999 und unter 21 Jahren bei CHF 1’000; eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage ist möglich. Der Zugang lässt sich produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf; eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos und im Fürstentum Liechtenstein. Für ein Online-Konto braucht es 18 Jahre und Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet, es darf keine Spielsperre bestehen, und jede Person darf sich nur einmal registrieren; die Ausweisdaten werden ausgelesen und gegen Adress-Datenbanken geprüft.

Fazit: Die Limitenstruktur ist hier das schärfste Profil der beiden Schweizer Veranstalter – ein Mindesteinsatz von CHF 1 für den kleinen Schein und eine Wand bei CHF 1’000 für den grossen. Wer seine Einsätze nach oben ausreizen will, stösst bei Sporttip früher an als jeder Marketingtext vermuten lässt.

Loterie Romande Jouez Sport: bewilligt, aber nur für sechs Westschweizer Kantone

Jouez Sport ist das Sportwettenprodukt der Loterie Romande, der Société de la Loterie de la Suisse Romande. Sie veranstaltet es für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura, hat ihre Kontaktadresse an der Avenue de Provence 14 in 1001 Lausanne und zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz sowie 221 Mitarbeitende. Die Bewilligung entspricht der von Sporttip: eine Veranstalterbewilligung und eine Spielbewilligung pro Spiel nach dem Geldspielgesetz (SR 935.51), unter Aufsicht der Gespa.

Die 2’350 Verkaufsstellen sind die eigentliche Kennzahl dieses Angebots. Sie beschreiben einen Vertrieb, der auf physische Präsenz gebaut ist – und sie erklären, warum ein Online-Konto hier nur ein zweiter Zugang zu einem Netz ist, das schon vorher existierte. Wer in der Westschweiz wohnt und seinen Wettschein ohnehin am Kiosk abgibt, findet in der Verkaufsstelle etwas, das ein deutschschweizerischer Wettender nicht hat.

Die gleiche Bewilligungsgrundlage bringt die gleichen Grenzen mit. Auch hier gilt Wohnsitz oder gewöhnlicher Aufenthalt im Vertragsgebiet für ein Online-Konto. Für einen Wettenden in Genf ist das keine Einschränkung, sondern die Eintrittskarte; für einen Wettenden in Bern ist es der Ausschluss vom zweiten bewilligten Angebot des Landes.

Fazit: Die Bindung an sechs Kantone ist hier kein Nachteil des Produkts, sondern sein Zuschnitt – ein Angebot, das im eigenen Gebiet über 2’350 Verkaufsstellen greift und ausserhalb davon gar nicht erst antritt.

22Bet: ohne Schweizer Bewilligung, für Schweizer Wettende ohne jeden Rechtsweg

22Bet hat keine Schweizer Bewilligung. Nur Swisslos und Loterie Romande dürfen in der Schweiz Sportwetten anbieten. Eine Bewilligung, die für die Schweiz gemeldet würde, ist nicht etabliert und entfaltet hier keine Wirkung (Art. 4 BGS). Das bedeutet konkret: keine Verbindung zum Schweizerischen Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, und die Domain kann auf die Sperrliste der Gespa gesetzt und per DNS blockiert werden.

Was das für einen Wettenden heisst, ist eine Frage der Zuordnung und nicht der Moral. Wer dort eine Wette abschliesst, hat keinen Schweizer Ansprechpartner, keine Schweizer Aufsicht und keine Schweizer Beschwerdestelle. Bei einem Streit um einen Wettschein bleibt nur das, was im Ausland vertraglich steht.

Fazit: Wer hier spielt, tauscht die Schweizer Aufsicht gegen ein ausländisches Vertragswerk ein – und dieser Tausch ist der eigentliche Preis der Adresse.

IviBet: ohne Schweizer Bewilligung, mit denselben Rechtsfolgen

IviBet hat keine Schweizer Bewilligung. Es gelten die gleichen Rechtsfolgen wie bei 22Bet: keine Anbindung an das Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, und die Domain kann auf die Gespa-Sperrliste kommen.

Die Rechtsfolgen sind bei jedem Anbieter dieser Gruppe dieselben, und das ist der Punkt, der in einem Vergleich untergeht: acht ausländische Namen erzeugen acht Zeilen, aber nur eine Rechtslage.

Fazit: Bei einem Streit um Einsatz oder Auszahlung gibt es hier keinen Schweizer Weg – nur den des Anbieters.

BassBet: ohne Schweizer Bewilligung, und damit ohne Schweizer Schutz

BassBet hat keine Schweizer Bewilligung. Die Bewilligungslage ist dieselbe wie bei jedem anderen Anbieter dieser Gruppe: nur Swisslos und Loterie Romande dürfen Sportwetten in der Schweiz anbieten, eine ausländische Bewilligung hat hier keine Kraft (Art. 4 BGS), es gibt keine Verbindung zum Sperrregister, keinen Schweizer Rechtsweg, und die Domain kann per DNS gesperrt werden.

Eine Schweizer Wette ist ein Vertrag mit Schweizer Aufsicht. Diese Aufsicht fällt hier weg, und mit ihr die Spielerschutzmechanismen, die an eine Schweizer Bewilligung geknüpft sind. Wer Verlustlimiten und Sperren als selbstverständlich ansieht, verlässt sich auf einen Rahmen, der hier nicht gilt.

Fazit: Das Angebot mag auffallen – die Schutzmechanismen, die eine bewilligte Schweizer Adresse mitbringt, sind hier nicht die Grundlage.

Sportuna: ohne Schweizer Bewilligung, Sperrliste eingeschlossen

Sportuna hat keine Schweizer Bewilligung. Es gelten die gleichen Rechtsfolgen wie bei 22Bet: keine Anbindung an das Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, und die Domain kann per DNS blockiert werden.

Die Blockierung ist dabei das sichtbarste Merkmal dieser Gruppe. Sie erfolgt nicht gegen den Wettenden, sondern gegen den Anbieter – und sie ist der Grund, warum manche Adressen in der Schweiz nur zeitweise erreichbar sind.

Fazit: Eine Adresse, die auf einer Sperrliste stehen kann, bietet keinen stabilen Zugang – und keine stabile Grundlage für einen Wettschein, der über Wochen läuft.

Rollbit: ohne Schweizer Bewilligung, mit den Folgen des Art. 130 BGS

Rollbit hat keine Schweizer Bewilligung. Swisslos und Loterie Romande sind die einzigen, die Sportwetten in der Schweiz veranstalten dürfen; eine Schweizer Bewilligung dieses Anbieters ist nicht etabliert und ohne Wirkung (Art. 4 BGS). Für diesen Anbieter gelten dieselben Beschränkungen der Gespa wie für andere ausländische Marken, einschliesslich der möglichen DNS-Sperre.

Das Veranstalten von Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung ist strafbar, bei gewerbsmässigem Betrieb mit bis zu fünf Jahren Freiheitstarfe oder Geldstrafe (Art. 130 BGS). Die Spielenden werden nicht bestraft, aber Einsätze und Gewinne können in einem Verfahren gegen die Anbieterin eingezogen werden.

Fazit: Das Risiko liegt hier nicht bei der Anmeldung, sondern bei der Auszahlung – ein Gewinn, auf den ein Verfahren gegen den Anbieter trifft, ist der teuerste denkbare Fall.

BillyBets: ohne Schweizer Bewilligung, ohne Schweizer Ansprechpartner

BillyBets hat keine Schweizer Bewilligung.

Ohne Schweizer Aufsicht gibt es auch keine Schweizer Stelle, die Verlustlimiten, Sperrfristen oder Auszahlungsregeln erzwingt. Der Schutz, den ein bewilligter Anbieter bieten muss, existiert hier nur, wenn der Anbieter ihn freiwillig einräumt.

Fazit: Verantwortungsvolles Spielen ist hier eine Frage des Angebots und nicht des Rechts – ein Unterschied, der erst auffällt, wenn man ihn braucht.

BetAlright: ohne Schweizer Bewilligung, als Referenz und nicht als Option

BetAlright hat keine Schweizer Bewilligung. Nur Swisslos und Loterie Romande dürfen Sportwetten in der Schweiz anbieten; eine für die Schweiz geltende Bewilligung ist nicht etabliert und ohne Wirkung (Art. 4 BGS). Es besteht keine Verbindung zum Schweizer Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, und die Domain kann per DNS blockiert werden.

Bei allen diesen Anbietern bleibt am Ende eine einzige relevante Frage: wer den Vertrag schützt, wenn etwas schiefgeht. In der Schweiz ist die Antwort klar geregelt – die Aufsicht liegt bei der Gespa, und sie greift nur bei den beiden Bewilligungen.

Fazit: Die einzige belastbare Zusage, die diese Adresse einem Schweizer Wettenden machen kann, ist die fehlende Schweizer Zusage.

myBet: ohne Schweizer Bewilligung, deshalb nur zur Information genannt

myBet hat keine Schweizer Bewilligung. Swisslos und Loterie Romande sind die beiden Veranstalter, die Sportwetten in der Schweiz anbieten dürfen; eine Schweizer Bewilligung dieses Anbieters ist nicht etabliert und ohne Kraft in der Schweiz (Art. 4 BGS). Es gibt keine Anbindung an das Sperrregister, keinen Schweizer Rechtsweg, und die Domain kann auf die Sperrliste gesetzt und blockiert werden.

Wichtig ist die Unterscheidung der beiden Gruppen. Wer neben diesen acht Namen die beiden bewilligten liest, könnte annehmen, es gehe um zehn Optionen unter Schweizer Recht. Es geht um zwei Optionen und acht Hinweise. Werbung für ein in der Schweiz nicht erlaubtes Geldspiel ist verboten (Art. 74 Abs. 3 BGS) und mit einer Busse von bis zu CHF 500’000 bewehrt (Art. 131 BGS) – dieser Absatz beschreibt, und er empfiehlt nichts.

Fazit: Genannt, um einzuordnen – wer Swisslos oder die Loterie Romande vergleicht, vergleicht die beiden einzigen Adressen, die im Schweizer Recht überhaupt eine Zusage machen können.

Häufige Fragen zu Serie-A-Wetten in der Schweiz

Wer darf in der Schweiz überhaupt Wetten auf die Serie A anbieten?

Ausschliesslich Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport. Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter von Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt; beide halten eine Veranstalterbewilligung und eine Spielbewilligung nach dem Geldspielgesetz unter Aufsicht der Gespa. Eine ausländische Bewilligung entfaltet in der Schweiz keine Wirkung.

Sind Wetten auf italienischen Fussball von der Liste der zugelassenen Wettarten gedeckt?

Die Aufsichtsbehörde führt eine geschlossene Liste der zugelassenen Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten, zuletzt in der Version vom 9. September 2026. Nur was dort steht, darf angeboten werden – Qualifikationsrunden und Frauenwettbewerbe nur, wenn sie aufgeführt sind. Eckball- und Kartenmärkte und eine Esport-Sektion fehlen auf der Liste.

Wie berechnet sich der Gewinn einer Wette aus Einsatz und Quote?

Die Dezimalquote gibt an, was der Einsatz zurückbringt. CHF 20 auf Quote 2.10 ergeben CHF 42 zurück, davon CHF 22 Nettogewinn. Bei Kombiwetten multiplizieren sich die Quoten der Voraussagen zu einem Preis: 1.80 und 1.90 ergeben 3.42. Das ist die Rechnung des Gewinnfalls, keine Aussage über die Wahrscheinlichkeit.

Was bedeutet die Marge in den Quoten für Meister- und Langzeitwetten?

Die Marge ist der Teil des Einsatzes, den der Buchhalter vor jedem Ausgang einbehält. Bei einem 1X2-Markt mit 2.10, 3.40 und 3.60 liegt sie je nach Rundung bei rund 4 bis 6 %, im gerundeten Beispiel bei etwa 5 %. Bei Langzeitwetten sticht sie stärker heraus, weil das Angebot über Monate nicht abgleichbar ist.

Was gehört bei Fussballwetten zur regulären Spielzeit, und zählt die Nachspielzeit mit?

Bei Sporttip umfasst die reguläre Spielzeit die reguläre Spieldauer plus Nachspielzeit. Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Bei einem Meisterschaftsspiel der Serie A entscheidet die Nachspielzeit also mit, ein Elfmeterschiessen nicht.

Ab welchem Betrag wird ein Gewinn aus Sporttip oder Jouez Sport besteuert?

Bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn bleibt der Gewinn steuerfrei; darüber behält die Veranstalterin 35 % Verrechnungssteuer ein. Der eidgenössische Freibetrag liegt ab dem 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000, der kantonale weicht davon ab, deshalb gilt «je nach Kanton». Bei ausländischen Anbietern greift die kantonale Praxis.

Was am Ende des Vergleichs steht

Zwei bewilligte Veranstalter und acht Namen ohne Bewilligung – das ist die ganze Auswahl, die ein Schweizer Wettender bei Sportwetten auf die Serie A hat, und sie ist keine Frage des Geschmacks. Swisslos Sporttip deckt das grösste Vertragsgebiet ab, führt einen Mindesteinsatz von CHF 1 und eine Obergrenze von CHF 1’000 pro Einzel- oder Kombinationswette, verlangt Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage vor der ersten Teilnahme und sperrt im schweizweiten Register. Die Loterie Romande bietet Jouez Sport für sechs Westschweizer Kantone über 2’350 Verkaufsstellen. Alles Weitere ist ohne Schweizer Bewilligung, ohne Anbindung an das Sperrregister, ohne Schweizer Rechtsweg – und in der Schweiz nicht beworben werden darf es auch nicht.

Der Preis dieser Ordnung ist bekannt und messbar. Es gibt keinen Preiswettbewerb zwischen zwei Anbietern, die nicht dieselben Wettenden erreichen. Es gibt keine freie Anbietervielfalt, weil sie gesetzlich abgeschnitten ist. Und es gibt eine Marge in jeder Quote, die sich über eine Saison summiert und die kein Langzeitversprechen ausgleicht. Was man dafür bekommt, ist eine Aufsicht, ein Sperrregister, das auch für Casinos gilt, feste Spielregeln wie die Nachspielzeit und eine Steuerfreiheit bis zu einem Freibetrag, der für einen gewöhnlichen Wettenden unerreichbar hoch liegt.

Bleibt die einzige Zahl, die man nicht umgehen kann: die Marge. Sie steht in jeder Quote, sie wächst mit jeder Voraussage in einer Kombination, und sie fällt bei jedem einzelnen Einsatz an – unabhängig davon, wie gut die Einschätzung war. Wer das weiss und trotzdem auf die Serie A wettet, wettet mit offenen Augen auf eine Liga, die er kennt. Wer es nicht weiss, zahlt für ein Spiel den Preis eines Geschäfts, und das ist der teuerste Irrtum, den diese Seite verhindern will.

Inhalt erstellt vom Team «handywettench»