French Open Wetten Schweiz 2026 — wer aus der Schweiz auf Roland Garros setzen darf und was eine Quote wirklich kostet
Ladevorgang...
Stand: Oktober 29, 2026. Die Bewilligungen der beiden Schweizer Veranstalter wurden gegen die Gespa-Aufsicht und die Angaben des Geldspielgesetzes (BGS, SR 935.51) geprüft.
Der Sandplatz von Paris ist gespielt. Das Herreneinzel der French Open 2026 ging an Alexander Zverev, im Dameneinzel setzte sich Mirra Andrejewa gegen die Qualifikantin Maja Chwalińska durch, und das Gesamtpreisgeld des Turniers lag bei 61’723’000 €, ein Plus von 9,35 % gegenüber dem Vorjahr. Wer in der Schweiz auf Roland Garros setzen will, hat trotzdem gut zu tun: das Turnier läuft jedes Jahr, die nächste Ausgabe folgt 2027, und die Quoten für den Gesamtsieger stehen bereits jetzt in den Programmen. Die spannendere Frage ist eine andere. In der Schweiz dürfen Sportwetten nur von zwei Veranstaltern angeboten werden — Swisslos mit Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport —, und ein Online-Konto bekommt nur, wer im jeweiligen Gebiet Wohnsitz hat. Daneben stehen zehn weitere Namen, die ein Schweizer beim Suchen findet und die alle keine Schweizer Bewilligung haben. Zwischen diesen Wegen liegt kein Detail, sondern der ganze Unterschied: das eine Konto bringt Schweizer Schutzregeln mit, das andere einen Vorbehalt, den man kennen sollte, bevor Geld fliesst.
Beim Wetten auf Roland Garros gibt es zwei Wege: das Angebot der bewilligten Schweizer Veranstalter und das der ausländischen Anbieter ohne Zulassung. Beide unterscheiden sich nicht nur durch die Quote, sondern auch durch den Spielerschutz und die rechtliche Einordnung, die jeder Wettende vor dem ersten Einsatz kennen sollte.
Wie eine Tenniswette entsteht: Einsatz, Quote, Marge
Die Grundlage ist unspektakulär. Eine Einzelwette ist ein Einsatz multipliziert mit einer Quote, und die Quote sagt, wie viel der Veranstalter für einen Treffer zurückzahlt. Bei einer Quote von 1.90 bringt ein Einsatz von CHF 100 im Trefferfall CHF 190 zurück — CHF 90 davon sind Nettogewinn, die übrigen CHF 100 sind der eigene Einsatz, der zurückfliesst. Eine Kombiwette funktioniert nach demselben Muster, nur dass die Quoten der einzelnen Voraussagen zu einer Gesamtquote multipliziert werden: drei Voraussagen zu je 1.90 ergeben 6’859, und aus CHF 10 werden bei einem Treffer aller drei CHF 68.59. Das klingt nach einem grosszügigen Mechanismus, bis man bemerkt, dass jede einzelne dieser Quoten bereits eine Marge trägt und die Marge mit jeder weiteren Voraussage mitmultipliziert wird.

Was in der Quote steckt
Nehmen wir einen illustrativen Zweiwegemarkt, wie er in einem Tennisspiel zwischen zwei gleich stark eingeschätzten Spielern stehen könnte: 1.90 auf Sieger A, 1.90 auf Sieger B. Kein echter Preis, sondern ein Rechenbeispiel für das, was in jeder Quote sitzt. Die Auszahlungsquote dieses Marktes ergibt sich aus 1 geteilt durch die Summe der Kehrwerte beider Quoten, also 1 : (1/1.90 + 1/1.90). Das ergibt 0.95, mithin 95 %. Die Marge ist der Rest: rund 5 %. Anders gesagt, zahlt dieser Markt über die vielen Wetten hinweg etwa 95 % der Einsätze wieder aus, und der Veranstalter behält rund 5 % — nicht von jedem einzelnen Wettschein, aber von der Gesamtheit. Ein Spieler hat auf einer einzelnen Wette also eine faire Chance, im Plus zu landen. Als Gruppe kann er es nicht, weil die 5 % schon abgezogen sind, bevor die erste Wette platziert wird.
Diese Zahl ist eine Bandbreite, kein fester Wert. Sie hängt davon ab, wie der Veranstalter den Markt einstellt, wie viel Publikumsinteresse ein Match trägt und wie sicher sich das Haus beim Ausgang ist. Bei einem grossen Finale auf Sand stehen die Quoten enger zusammen als bei einem Erstrundenmatch zwischen zwei Qualifikanten. Was bleibt, ist die Richtung: eine Marge zwischen etwa 4 % und 7 % ist das, was ein Schweizer während eines Grand-Slam-Turniers in den Köpfen der Zweiwege-Märkte erwarten darf, und der Nutzen für den Spieler sinkt mit jedem Zehntelpunkt, den die Marge zulegt. Wer zwei Anbieter vergleicht, vergleicht genau diese Zahl, auch wenn keiner von beiden sie anschreibt.
Ein Hinweis zum Mitnehmen: Die Quoten für den Gesamtsieger eines grossen Turniers sind die margenschwächsten der ganzen Veranstaltung. Bei einem Feld von 128 Spielerinnen und Spielern verteilt sich das Geld breit, und die Buchmacher müssen sich gegen lange Aussenschläge absichern, indem sie deren Quoten kürzen. Der grosse Outright-Markt sieht also grosszügig aus und ist trotzdem kein Geschenk.
Spielmodus: warum drei Gewinnsätze die Satzwetten verteuern
Der Modus des Turniers ist für Wetten kein Nebenschauplatz, er ist ein Teil der Rechnung. Bei den French Open spielen die Herren auf drei Gewinnsätze, die Damen auf zwei; bei 6:6 entscheidet ein Tiebreak bis 7, und im Entscheidungssatz wird ein Match-Tiebreak bis 10 mit zwei Punkten Vorsprung gespielt — darauf haben sich alle vier Grand-Slam-Turniere im März 2022 verständigt.
Für einen Spieler heisst das: Satzwetten und Spielwetten auf die Herren tragen eine längere Kette möglicher Wendungen, und die Quoten für einen glatten Drei-Satz-Sieg liegen deutlich höher als die für einen Sieg nach zwei Sätzen — das ist keine Grosszügigkeit eines Veranstalters, sondern eine Schätzung der Wahrscheinlichkeit, die mehr Sätze auch wirklich bedeutet. Auf der Damentour ist die Sache dichter: ein Satzverlust kostet dort im Zweisatzformat sofort einen erheblichen Teil der Siegwahrscheinlichkeit, was sauber geführte Satzquoten entsprechend niedriger macht. Wer den Unterschied zwischen einem Satz- und einem Spielmarkt nicht im Kopf hat, sollte ihn sich vor dem ersten Einsatz klar machen.
Langzeitwetten und die Zeit bis zum Finale
Wer auf den Gesamtsieger setzt, bindet Geld über die volle Turnierdauer. Bei den French Open sind das zwei Wochen zwischen erster Runde und Finale, in denen sich eine Position verändern kann, ohne dass der Spieler etwas tun kann. Die Favoritenrolle prägt die Quoten dabei stärker als bei Einzelmatches: Wer als Nummer eins ins Turnier geht, wird kürzer gehandelt als es seine tatsächliche Chance rechtfertigt, weil Publikumsgeld auf ihn fliesst. Der Ausgleich für einen Spieler liegt bei den Aussenseitern, deren Quoten aus demselben Grund länger stehen, als ihre Chance vermuten liesse — und genau dort holt sich der Angreifer eine Position, dessen Spielertyp im Sand mehr kann, als die Weltrangliste verrät.
Zum Cash-Out, der in solchen Situationen immer genannt wird, ist eins festzuhalten: Er ist bei keinem Schweizer Veranstalter ein verbrieftes Recht, sondern eine von Fall zu Fall gewährte Einrichtung.
French Open: wie das Turnier aufgebaut ist
Gespielt wird im Stade Roland Garros im 16. Arrondissement von Paris auf Sand, der Terre battue, und Veranstalter ist der Weltverband ITF. Das erste Turnier dieses Namens fand 1891 als «Championnat de France international de Tennis» statt. Die Rekordsiegerlisten sind kurz und alt: Rafael Nadal gewann das Herreneinzel 14-mal, im Dameneinzel hält Chris Evert den Rekord mit 7 Titeln. Beide Zahlen sind für einen Wetter insofern von Nutzen, als sie zeigen, wie selten ein einzelner Spieler ein Sandplatzturnier über ein Jahrzehnt dominiert — ein Umstand, der die Quoten auf Favoriten meist etwas zu kurz macht.
Die Ausgabe 2026 wurde vom 24. Mai bis 7. Juni 2026 ausgetragen, Zverev gewann gegen Flavio Cobolli, im Dameneinzel schlug Andrejewa Chwalińska. Für das Programm des nächsten Jahres heisst das weniger, als man denkt. Die Sandplatzsaison ist ein eigener Zyklus: Wer die Vorbereitung verletzt verpasst, kommt ohne Matchpraxis nach Paris, und ein Titelgewinn in Madrid oder Rom sagt über den Ausgang in Paris nur begrenzt etwas aus.
Die nächste Ausgabe folgt 2027. Deren genaue Termine sind eine Frage für den Kalender des Veranstalters, nicht für die Wettseite: solange das Hauptfeld nicht steht und die Setzliste von der ITF veröffentlicht ist, arbeiten alle Quoten auf den Gesamtsieger mit Annahmen.
Wer in den Quoten steht: Hauptfeld, Qualifikation, Setzliste
Das Hauptfeld eines Grand-Slam-Turniers umfasst 128 Positionen. Ein Teil davon geht an Qualifikanten, die sich in der Woche vor dem Turnier durch die Qualifikationsrunden spielen — bei den French Open 2026 war Maja Chwalińska genau das: eine Qualifikantin im Damenfinale. Solche Läufe sind der Grund, weshalb eine Seite, die früh Quoten auf den Gesamtsieger stellt, ein Wagnis trägt: Sie muss Spielerinnen einpreisen, die zum Zeitpunkt des Quotenstudiums noch nicht einmal im Hauptfeld stehen.
Gespielt wird in sieben Runden bis zum Finale. Für den Spieler ist die Runde das entscheidende Kriterium, weil sie die Zahl der Matches und damit die Zahl der möglichen Wendungen bestimmt. Eine Runde eins mit ungesetzten Gegnern ist der margenschwächste Teil des Programms und für den Quotenvergleich am aufschlussreichsten: hier ist der Markt am wenigsten von Publikumsgeld verzerrt, und hier tritt der Unterschied zwischen einem Haus mit enger Einstellung und einem ohne am deutlichsten hervor.
In Paris kommen zwei Bedingungen zusammen, die anderswo seltener sind: die Hitze im Juni und die Tagesplätze ohne Flutlicht im Aussenbereich. Beides verschiebt Spiele über den Verlauf mehrerer Stunden und begünstigt Spielertypen mit körperlicher Ausdauer. Wer zwischen zwei ähnlich gequoteten Spielern wählen will, findet dort den besseren Hinweis als in der Statistik der letzten drei Monate.
Roland-Garros-Wetten im Schweizer Programm: welche Wege es gibt
Für einen Schweizer ist das Angebot in zwei Schichten geteilt, und die Trennung ist keine Geschmacksfrage. Auf der einen Seite stehen zwei Veranstalter mit kantonaler Bewilligung, die ihre Programme in einem geografisch begrenzten Gebiet anbieten; auf der anderen Seite ausländische Seiten ohne Schweizer Bewilligung, die von hier erreichbar sind, aber nicht hier zugelassen. Wer die Angebote nebeneinander hält, sollte den Unterschied vor dem Vergleich kennen und nicht erst danach.
Die Tabelle ordnet die zehn Namen nach ihrem Bewilligungsstatus. Die Reihenfolge beginnt bei den zwei bewilligten Veranstaltern und führt anschliessend die ausländischen Seiten in der Reihenfolge ihres Platzes in der Bewertung.
| Nr. | Anbieter | Bewilligungsstatus in der Schweiz | Veranstalter oder gemeldete Bewilligung |
|---|---|---|---|
| 1 | Swisslos mit Sporttip | Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung für ein Grossspiel (BGS, SR 935.51), Aufsicht Gespa | SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel |
| 2 | Loterie Romande mit Jouez Sport | Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung für ein Grossspiel (BGS, SR 935.51), Aufsicht Gespa | Loterie Romande (Société de la Loterie de la Suisse Romande) |
| 3 | Betify | keine Schweizer Bewilligung | gemeldete Bewilligung nicht festgestellt, ohne Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
| 4 | FortuneJack | keine Schweizer Bewilligung | gemeldete Bewilligung nicht festgestellt, ohne Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
| 5 | BetLabel | keine Schweizer Bewilligung | gemeldete Bewilligung nicht festgestellt, ohne Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
| 6 | Funbet | keine Schweizer Bewilligung | gemeldete Bewilligung nicht festgestellt, ohne Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
| 7 | Betclic | keine Schweizer Bewilligung | gemeldete Bewilligung nicht festgestellt, ohne Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
| 8 | X3Bet | keine Schweizer Bewilligung | gemeldete Bewilligung: Tobique (Kanada), ohne Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
| 9 | Bahigo | keine Schweizer Bewilligung | gemeldete Bewilligung nicht festgestellt, ohne Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
| 10 | Rollbit | keine Schweizer Bewilligung | gemeldete Bewilligung nicht festgestellt, ohne Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
Was in dieser Tabelle fehlt, ist so wichtig wie das, was drinsteht: eine mittlere Kategorie gibt es nicht. Jede Bewilligung, die bei den ausländischen Anbietern hinterlegt ist, gleichgültig aus welchem Land, hat in der Schweiz keine Wirkung. Ein Schweizer Veranstalter, der ein Grand-Slam-Turnier bewerben darf und einen Spieler hier aufnehmen darf, braucht die Bewilligung nach BGS — und davon gibt es im ganzen Land genau zwei, weil die Kantone die Zahl der Veranstalter von Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt haben.
Die Tabelle sagt nichts über die Qualität der Programme. Wer am Ende des Tages auf Sand setzen will, sollte deshalb nicht nur die Spalte mit dem Status lesen, sondern den Abschnitt «Die zehn Anbieter im Einzelnen».
Sporttip: das Programm für die Deutschschweiz, die Tessiner und Liechtenstein
Sporttip wird im Gebiet der Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie im Kanton Tessin und im Fürstentum Liechtenstein durchgeführt — zusammen das Swisslos-Vertragsgebiet. Ein Online-Konto ist nur für Personen mit Wohnsitz oder gewöhnlichem Aufenthalt in diesem Gebiet zugänglich; wer dort lebt, findet ein Programm, das die Grand-Slam-Turniere einschliesslich Roland Garros über die Saison führt.
Die Protektion ist hier eng gebaut. Zur Registrierung braucht es mindestens 18 Jahre, Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet, es darf keine Spielsperre bestehen, und jede Person darf sich nur einmal registrieren; die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adress-Datenbanken geprüft. Wen das im Alltag trifft: wer seinen Wohnsitz innerhalb der Schweiz in einen Kanton der Loterie Romande verlegt, verliert den Zugang und muss neu registrieren. Ein Detail, das keinen persönlich betrifft, bis er umzieht und vor einem gesperrten Konto steht.
Einsatzgrenzen sind Sache des Veranstalters, nicht des Gesetzes: der Mindesteinsatz liegt bei CHF 1 für Einzel- und Kombinationswetten, der Höchsteinsatz bei CHF 1’000 für eine Einzel- oder Kombinationswette und bei CHF 10’000 für eine Systemwette. Swisslos kann diese Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Wer mit mehreren Hundert Franken auf einen Aussenseiter gehen will, merkt davon also nichts; wer eine Systemwette über zehn Kombinationen baut, kann an der Grenze anschlagen. Fussballspieler zahlen hier für eine lange Kombination dieselbe Summe wie für eine kurze; für den Kombinationswetter ist das ein angenehmer Nebeneffekt des Systems.
Die Regularien für Tennisturniere sind dabei die gewöhnlichen einer Schweizer Sportwette. Die reguläre Spielzeit umfasst die reguläre Spieldauer plus Nachspielzeit; Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind — bei Tennis entfällt diese Frage ohnehin, der Match-Tiebreak im Entscheidungssatz gehört zum Match und nicht zu einem Zusatzabschnitt. Wetten stehen Personen ab 18 Jahren offen; wer als Wettkämpfer an einem Wettereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht setzen. Bei Livewetten gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird — wer also ohne Stream mitsetzt, verliert nichts, aber Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00, und in spielentscheidenden Situationen kann Swisslos eine Wette mit Quote 1.00 werten. Der Satz ist die eigentliche Warnung für Livewetter auf Sand: ein Ballwechsel dauert Sekunden, und die Seite entscheidet, welcher Zeitpunkt als «tatsächliches Eintreffen» gilt.
Zwei Funktionen sind an Bedingungen geknüpft, die man vorher lesen sollte. Der Kombiboost gilt nur online für Prematch-, Live- und Systemwetten und verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50; der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier Voraussagen, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn. Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert, und wer während der Laufzeit cash-out nutzt, verliert den Boost. Quotenboosts gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage; auch sie sind pro Wettendem einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung begrenzt. Das «100 %» in dieser Staffel ist kein Bonus auf den Einsatz, sondern eine Verdoppelung des Nettogewinns bei fünfzehn richtigen Voraussagen mit Mindestquote — fünfzehnmal richtig, und eine einzige Quote unter 1.50 zählt nicht mit.
Das Verdict: Sporttip ist der einzige der beiden bewilligten Wege, der einem Deutschschweizer offensteht, und sein Programm ist für den Sandplatz vollständig. Der Preis dafür ist ein enges Korsett: Einsatzgrenzen von CHF 1 bis CHF 1’000, Boosts nur online und nur einmal pro Kopf, Cash-Out nur vollständig und ohne Teilauszahlung. Wer eine Woche lang auf ein Turnier setzen und Positionen unterwegs anpassen will, findet hier das Gegenteil von Flexibilität. Wer dagegen im Rahmen eines einzelnen Favoritensiegs bleiben möchte und den Sand sand bleiben lässt, hat mit dem Programm alles, was er braucht.
Jouez Sport: derselbe Bewilligungsrahmen für die Westschweiz
Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura; sie nennt als Kontaktadresse Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne, und zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz sowie 221 Mitarbeitende. Der Bewilligungsrahmen ist derselbe wie bei Swisslos — eine Veranstalter- und Spielbewilligung für ein Grossspiel unter Aufsicht der Gespa —, und das Online-Konto ist ebenso an den Wohnsitz im eigenen Gebiet gebunden: sechs Kantone, gegen neunzehn plus Tessin bei Sporttip.
Genau das ist die Eigenheit dieses Weges. Die Loterie Romande steht einem Genfer oder Neuenburger zur Verfügung und einem Zürcher nicht, und wer innerhalb der Westschweiz umzieht, bleibt im Gebiet, während ein Umzug nach Zürich den Zugang beendet. Der Reingewinn geht an gemeinnützige Zwecke in den Kantonen — für den Spieler ist das kein Quote-Vorteil, aber es erklärt, weshalb hier zwei Veranstalter und keine zwanzig stehen und weshalb das Angebot auf die Region zugeschnitten ist statt auf ein nationales Publikum.
Die Bedingungen für ein Konto folgen demselben Muster wie bei jedem bewilligten Schweizer Veranstalter: ein Konto pro Person, verifizierte Identität, ein Zahlungsweg auf den Namen des Kontoinhabers, keine Kredite. Wer aus der Westschweiz kommt und die Programmtiefe eines Grand-Slam-Turniers sucht, findet sie hier im nämlichen gesetzlichen Rahmen wie in der Deutschschweiz, nur unter einem anderen Namen und mit einem anderen Filialnetz.
Das Verdict: Jouez Sport ist kein schwächerer Weg, sondern der einzige für sechs Kantone, und die Bewilligungslage deckt sich Punkt für Punkt mit der von Sporttip. Der Unterschied liegt in der Grösse des Gebiets und im Zuschnitt des Programms: die Westschweizer Veranstalterin führt weniger Namen und weniger Märkte pro Match als ein internationaler Anbieter, und wer Spanien gegen Argentinien mit einem Handicap von 5.5 Spielen setzen will, wird eher bei einer ausländischen Seite fündig. Wer regelmässig ein Grand-Slam-Turnier begleitet und dabei innerhalb des bewilligten Rahmens bleiben will, für den ist das kein Hindernis.
Die französischsprachige Ausrichtung der Westschweizer Kantone bringt es mit sich, dass ein französischer Marktname auch in der Deutschschweiz verstanden wird. Wer «vainqueur du tournoi» liest, meint denselben Gesamtsieger, den die Deutschschweizer Seite als Turniersieger führt.
Vergleich: was die beiden bewilligten Veranstalter und die ausländischen Seiten trennen
Die Bewertungsmassstäbe für alle zehn Namen sind dieselben: Zugang und Rechtsrahmen, Umfang des Wettangebots, Limiten, Marge und Auszahlungspraxis. Der entscheidende Punkt steht allerdings vorgelagert, und er verschiebt alle weiteren: für die zehn Namen aus den unteren acht Positionen der Tabelle fehlt bereits der Rechtsrahmen, gegen den man sie messen könnte.
Swisslos und die Loterie Romande sind die einzigen, die in der Schweiz Sportwetten veranstalten dürfen; jede ausländische Bewilligung, die bei einem der anderen acht hinterlegt ist, hat in der Schweiz keine Wirkung. Der Spieler ist nicht strafbar, wenn er auf einer ausländischen Seite setzt, aber Einsätze und Gewinne können in einem Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden, und es gibt keine Schweizer Aufsicht, keine Schlichtungsstelle und keine Anbindung ans Sperrregister. Die Gespa veröffentlicht eine Sperrliste ausländischer Domänen, die Schweizer Telekom-Anbieter per DNS blockieren; am Ende des Jahres 2025 standen 671 Domänen darauf, die Liste vom 3. September 2019 war die erste. Blockierte Domänen werden innert Stunden ersetzt — ein Katz-und-Maus-Spiel, in dem der Spieler nicht die Katze ist.
Das ist die andere Seite der Wahl: Der bewilligte Weg bringt volle Schweizer Schutzregeln, aber nur zwei Veranstalter, ein geschlossenes Angebot und eine Wohnsitzbedingung; der ausländische Weg bringt ein breiteres Programm, aber keine Schweizer Aufsicht, keinen Zugang zum Sperrregister und im Steuerrecht die kantonalen Regeln für ausländische Grossspiele. Der bequemste Weg ist keiner von beiden per se. Und allein der Umstand, dass eine ausländische Seite eine Bewilligung aus einem anderen Land meldet, ändert an der Schweizer Lage nichts.
Ein Element, das die Wahl in der Praxis oft entscheidet, ist die Auszahlungsadresse. Bei bewilligten Schweizer Veranstaltern werden Gewinne und Guthaben ausschliesslich auf ein Zahlungskonto im Namen des Kontoinhabers ausbezahlt — anonyme oder Krypto-Auszahlungen gibt es nicht. Wer sein Geld inzwischen an eine Adresse ohne Namen schicken lässt, hat sich für einen Weg entschieden, der mit einem Schweizer Spielerkonto nicht zusammenpasst.
Was ein Grand-Slam-Turnier für ein Haus bedeutet
Die zwei bewilligten Veranstalter tragen ein Programm, das nicht auf Tennis allein gebaut ist; Werbung und Spielerschutz gelten für das ganze Angebot. Werbung darf nicht aufdringlich oder irreführend sein und sich nicht an Minderjährige oder gesperrte Personen richten; Werbung für Geldspiele, die in der Schweiz nicht erlaubt sind, ist untersagt und wird mit einer Busse von bis zu CHF 500’000 geahndet. Ein Gratisspielguthaben braucht die vorgängige Zustimmung der Gespa — im Jahr 2025 gab sie 24 Zustimmungen an die Loterie Romande und 8 an Swisslos. Das erklärt, warum ein bewilligter Anbieter mit Werbeaktionen sparsamer umgeht als eine ausländische Seite: die Bedingungen kommen aus den eigenen Geschäftsbedingungen und nicht aus einer Marketingabteilung, die jedes Turnier mit einer neuen Aktion begleiten kann.
Für den Spieler ist das der eigentlich relevante Vergleich. Eine Willkommensaktion auf einer Seite ohne Bewilligung ist nicht per se schlecht — sie ist nur nicht durchsetzbar, falls das Haus am Ende die Bedingungen anders liest. Und die Bedingungen sind bei jedem Anbieter die eigentliche Preisliste.
Zwei Mechanismen verdienen mehr Aufmerksamkeit, als sie meist bekommen, weil sie den Wert eines Wettscheins verschieben. Der Cash-Out-Betrag liegt tiefer als der mögliche Gewinn ohne vorzeitigen Ausstieg, er hängt vom Stand der Sportereignisse ab, und der Veranstalter muss ihn nicht für alle Wetten anbieten. Voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung dürfen nur über die Bet-Builder-Funktion kombiniert werden; nimmt der Veranstalter eine solche Kombination irrtümlich ohne diese Funktion an, kann er die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Wer zwei Märkte desselben Matches kombiniert — etwa den Sieger und die Gesamtzahl der gespielten Sätze —, spielt mit dem Risiko, am Ende gar nichts als den Einsatz zurückzubekommen.
Rechtslage Schweiz: zwei Veranstalter, ein Bewilligungszwang
Online-Sportwetten sind ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51, in Kraft seit 1. Januar 2019) und stehen unter Aufsicht der Gespa, der Interkantonalen Geldspielaufsicht in Bern; deren Geldspielkonkordat ist seit 1. Januar 2021 in Kraft. Nicht zuständig ist die ESBK, die nur die Casinos beaufsichtigt. Eine Bewilligung setzt eine Veranstalterbewilligung und eine Bewilligung je Spiel voraus und gilt nur in der Schweiz. Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter von Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt.

Was ein Wetter in einem Schweizer Programm tatsächlich findet, ist gesetzlich umschrieben: Erlaubt sind nur Sportwetten — Wetten auf Wetter, Politik oder Fernsehsendungen nicht. Das erlaubte Angebot ist eine geschlossene Liste, die Gespa-Liste der bewilligten Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten in der Version vom 10.09.2026; Qualifikationsrunden stehen nur darin, wenn sie gelistet sind, Frauenwettbewerbe nur, wenn sie gelistet sind, Ranglistenwetten nur, wenn die Rangliste über den Einzug in einen internationalen Wettbewerb oder aufs Podest entscheidet, und Wetten auf Trainingsläufe sind ausgeschlossen. Die Liste weist keine Corner- oder Kartenmärkte und keine Esport-Sektion aus. Ereignisse, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen, sind gesperrt. Livewetten sind erlaubt, vor dem Match und live, soweit der Veranstalter eine entsprechende Bewilligung hält; das Gesetz enthält keine Beschränkung auf bestimmte Live-Märkte. Cash-Out ist nicht reguliert und damit Sache jedes einzelnen Veranstalters.
Wer aus der Schweiz auf eine ausländische Seite geht, verlässt diesen Rahmen vollständig. Eine ausländische Bewilligung — aus Curaçao, Malta, Deutschland oder einem anderen Land — hat in der Schweiz keine Kraft. Das Veranstalten von Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung ist strafbar; strafbar macht sich der Veranstalter, der Spieler nicht. Trotzdem können Einsätze und Gewinne in einem Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden, und es gibt keinen Schutz und keine Fair-Play-Kontrolle. Die Domänen solcher Seiten landen auf der Sperrliste, die Schweizer Telekom-Anbieter per DNS blockieren — am Ende des Jahres 2025 waren es 671 Domänen, und die Gespa nennt das Domain-Hopping als Gegenbewegung: blockierte Adressen werden innert Stunden ersetzt, auch Interwetten und Bet-at-Home tauchen in diesem Zusammenhang auf.
Wohnsitz, Identität, Zahlungsweg
Der Zugang zu einem bewilligten Spielerkonto hat drei Bedingungen, die zusammenwirken. Ein Online-Konto braucht nach Art. 47 Abs. 3 VGS Wohnsitz in der Schweiz und faktisch im Gebiet des jeweiligen Veranstalters. Es gibt genau ein Konto pro Spieler mit verifizierter Identität. Und Gewinne und Guthaben werden nur auf ein Zahlungskonto im Namen des Kontoinhabers ausgezahlt; Kredite an Spieler sind untersagt.
Für den Spieler heisst das: der Weg zu einem Schweizer Konto führt über die Ausweiskontrolle, und jeder Versuch, die Identität zu umgehen, blockiert die Auszahlung. Wer weiss, dass er den Wohnsitz wechselt, sollte die Kontofrage vor dem Registrieren klären und nicht danach.
Was die Gespa-Liste konkret ausschliesst
Die Liste schreibt vor, was gespielt werden darf, und schweigt über das, was sie nicht nennt. Corner- und Kartenmärkte stehen nicht darauf, Esport ebenfalls nicht. Ein Spieler, der sich an einen Corner-Markt auf einer ausländischen Seite gewöhnt hat, findet ihn in einem bewilligten Schweizer Programm nicht — nicht weil der Veranstalter ihn nicht anböte, sondern weil das Angebot gesetzlich umschrieben ist. Das gehört in den Vergleich hinein.
Die Liste regelt ausserdem, was mit Qualifikationsrunden und Frauenwettbewerben geschieht: beides ist wählbar, aber nur solange es ausdrücklich gelistet ist. Und virtuelle Sportarten: dazu lässt sich nichts sagen.
Der Begriff der Bewilligung ist im Übrigen präzise: Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung. Wer in Gesprächen «Lizenz» hört, meint meist denselben Vorgang; im Rechtssatz steht die Bewilligung.
Steuern: der Freibetrag entscheidet
Gewinne aus einem in der Schweiz erlaubten Grossspiel — die ESTV nennt die Sportwette ausdrücklich — sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommenssteuerfrei und werden erst darüber besteuert. Der Bundesfreibetrag liegt ab dem 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000, im Jahr 2025 lag er bei CHF 1’070’400. Der kantonale Freibetrag ist unterschiedlich — deshalb «je nach Kanton» und keine einzelne kantonale Zahl. Oberhalb des Betrags behält der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ein, die über die Deklaration in der Steuererklärung zurückgeholt wird.
Der typische Wetter gewinnt weit unterhalb dieses Betrags und zahlt weder Einkommens- noch Verrechnungssteuer auf seinen Gewinn. Das ist keine Nebenbemerkung, sondern ein handfester Vorteil des bewilligten Weges, und es verschiebt die Rechnung für jeden, der über Jahre regelmässig setzt. Gewinne bei ausländischen Anbietern unterliegen nicht der Verrechnungssteuer; die kantonale Steuerpraxis von Thurgau behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen aber als volles steuerbares Einkommen, unabhängig von der Höhe. Für eine gesicherte eigene Einschätzung bleibt der Gang zur Steuerberatung oder zur kantonalen Steuerverwaltung der richtige Schritt.
Eine Sportwettsteuer auf Einsätze gibt es in der Schweiz nicht. Wer das Gegenteil liest, liest es falsch.
Verlustlimiten, Spielsperre und Hilfe
Vor der ersten Teilnahme ist eine Limite zu setzen, und dieser Vorgang ist der wichtigste des ganzen Kontos. Die Veranstalter müssen einen oder mehrere Höchstwerte für Einsätze oder Verluste je Tag, Woche oder Monat verlangen; eine Senkung wirkt sofort, eine Erhöhung frühestens nach 24 Stunden von Gesetzes wegen. Bei Sporttip sind die Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage zu setzen, die Oberlimite liegt bei CHF 9’999, für Personen unter 21 Jahren bei CHF 1’000; eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich. Die Limite ist damit ein Instrument des Spielers gegen sich selbst, und genau darin liegt ihr Wert: Die 24 Stunden bei einer Erhöhung sind die einzige gesetzliche Atempause, die einem Spieler zugestanden wird.
Der Kontrast gehört hierher, weil er die Rechnung entscheidet: Wer CHF 1’000 als Verlustlimite je 30 Tage setzt und die French-Open-Woche übersteht, kann an einem einzigen Abend nicht mehr verlieren als seine Limite. Wer auf einer Seite ohne Schweizer Bewilligung setzt, hat diesen Mechanismus nicht — dort gilt, was die Gewinn- und Verlustrechnung nach einem Jahr zeigt.
Die Spielsperre ist das zweite Instrument. Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf; eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Eine Sperre wirkt breiter als eine Limite, weil sie nicht nur das eine Programm trifft, sondern auch das Casino und die Westschweizer Angebote. Wer sich sperrt, sollte wissen, dass eine freiwillige Sperre erst nach drei Monaten wieder aufgehoben werden kann und dass dabei eine Fachstelle eingeschaltet wird; eine selbst gewählte Pause bis zu sechs Monaten muss ohnehin angeboten werden. Gesperrte oder minderjährige Personen haben keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne.
Die Aufsicht hat im Jahr 2025 200 Testkäufe an Verkaufsstellen durchgeführt, und in 47,5 % der Fälle wurde einer minderjährigen Person eine Sportwette verkauft. Die Zahl gehört auf den Tisch, weil sie zeigt, wo die Schwachstelle liegt: an der Verkaufsstelle, nicht am Online-Konto. Wer den Schutz eines bewilligten Anbieters wichtig findet, sollte ihn entsprechend nicht mit der Zuverlässigkeit einer Filiale verwechseln.
Zum Schutz gehört auch das Verhältnis zwischen Einsatz und Leben. Ein Turnier dauert zwei Wochen. Eine Limite, die über ein Turnier hält, ist besser als eine, die für die Dauer einer Wette gesetzt wurde.
Die zehn Anbieter im Einzelnen
Die beiden bewilligten Veranstalter stehen zuerst, weil sie den Vergleichsmassstab definieren. Die acht folgenden Namen haben keine Schweizer Bewilligung. Sie werden nach denselben Kriterien bewertet und mit demselben Hinweis geführt — eine Schweizer Bewilligung fehlt ihnen —, und die Bewertung beschränkt sich in jedem Fall auf das, was über den jeweiligen Anbieter bekannt ist.
Betify: der erste der ausländischen Namen
Betify führt keine Schweizer Bewilligung. Eine Bewilligung aus einem anderen Land, die hier hinterlegt wäre, hätte in der Schweiz keine Kraft; eine gesicherte Bewilligung lässt sich für diesen Anbieter nicht feststellen, und das schweizerische Recht knüpft an eine solche ohnehin keine Wirkung. Das Konto auf einer solchen Seite hängt nicht am Sperrregister, und ein Schweizer Rechtsweg gegen den Anbieter besteht nicht. Die Domain kann auf die Sperrliste der Gespa kommen und damit über den DNS-Block eines Schweizer Telekom-Anbieters unerreichbar werden.
Was bleibt, ist die Bewertung des Zugangs. Wer bereits ein Konto bei einem bewilligten Veranstalter führt und einen zweiten Weg zum selben Turnier sucht, muss für diesen Weg auf den Wohnsitzschutz des Schweizer Kontos verzichten — die Verlustlimite, die 72-Stunden-Sperre bei einer Erhöhung und den Zugang zum Sperrregister gibt es dort nicht.
Dieser Platz sagt nichts über die technische Qualität der Seite, sondern über ihre Stellung im Schweizer Markt. Er ist der erste der acht Namen ohne Bewilligung, und der Eintrittspreis ist in jedem Fall derselbe.
FortuneJack: ein Name aus der Krypto-Ecke, ohne Schweizer Anschluss
FortuneJack hat keine Schweizer Bewilligung. Die Angabe, die hierzu hinterlegt ist, lässt keine Bewilligung feststellen, und eine solche hätte hier keine Wirkung. Der Anschluss an das Sperrregister fehlt, ein Schweizer Rechtsweg entfällt, und die Domain kann auf die Sperrliste gesetzt werden.
Ein Schweizer Wetter, der seine Gewinne auf ein Zahlungskonto im eigenen Namen beziehen will, bekommt diesen Mechanismus bei einem bewilligten Veranstalter zugesichert. Wer sich für einen Weg ohne Bewilligung entscheidet, sollte sich über die Auszahlungsadresse im Klaren sein, bevor er den ersten Einsatz platziert, und nicht erst, wenn die Auszahlung ansteht — das ist der Punkt, an dem sich ein Konto und die eigenen Erwartungen am häufigsten trennen.
Der Anschluss an das Schweizer System ist bei diesem Anbieter nicht vorhanden, und das ist der ganze Inhalt des Platzes.
BetLabel: das Muster wiederholt sich
BetLabel hat keine Schweizer Bewilligung, und die hinterlegte Angabe lässt keine Bewilligung feststellen. Das Verhältnis zu den Schweizer Schutzmechanismen ist dasselbe wie bei den beiden Namen davor: kein Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, Sperrlisten-Risiko für die Domain.
Wer die Auswahl zwischen diesen acht Namen vergleicht, sucht nach Unterschieden, die in der Schweizer Rechtslage nicht liegen können, weil für keinen von ihnen eine Bewilligung existiert. Die Unterschiede liegen in allem anderen: im Marktaufbau, in der Tiefe der Tennisprogramme, im Umgang mit Auszahlungen. Alles davon steht in den Geschäftsbedingungen des jeweiligen Anbieters und nirgends sonst.
Der Platz ist damit eine Vergleichsgrösse — nicht mehr und nicht weniger.
Funbet: kein Anschluss an die Schweizer Aufsicht
Funbet führt keine Schweizer Bewilligung. Die hinterlegte Angabe lässt keine Bewilligung feststellen, und eine solche hätte keine Kraft in der Schweiz. Daraus folgt, was für die drei Namen davor ebenfalls gilt: kein Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, und die Domain kann auf die Sperrliste kommen.
Für den Spieler ist die relevante Frage nicht, welche Bewilligung ein Haus vorzeigt, sondern welche Durchsetzbarkeit dahintersteht. Eine Bewilligung aus einem anderen Land ist in einem Streitfall kein Schweizer Instanzenweg. Wer zum ersten Mal auf Roland Garros setzt, sollte den bewilligten Weg zuerst prüfen und erst dann vergleichen; die Reihenfolge kostet nichts und verhindert die unangenehmste Art von Überraschung.
Der Name bleibt im Feld, weil ein Schweizer ihn beim Suchen trifft. Ein Weg für den, der bewusst ausserhalb des Schweizer Rahmens bleiben will, ist er nicht deshalb.
Betclic: Bekanntheit ersetzt keine Bewilligung
Betclic ist ein Name, der einem Schweizer geläufig sein kann; an der Bewilligungslage ändert die Bekanntheit nichts. Eine Schweizer Bewilligung fehlt, und die hinterlegte Angabe lässt keine Bewilligung feststellen. Kein Anschluss ans Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, Sperrlisten-Risiko.
Das ist der Fall, der am ehesten zu einem Missverständnis führt: ein Anbieter, der in anderen Ländern reguliert auftritt und in der Schweiz trotzdem keine Zulassung hat. Wer von einer europäischen Bewilligung auf eine Schweizer Wirkung schliesst, schliesst falsch. Der bewilligte Weg bleibt der, den die Gespa-Liste trägt, und er führt in der Schweiz über zwei Veranstalter.
Der Name steht hier als Vergleichsgrösse, nicht als Empfehlung.
X3Bet: eine gemeldete Bewilligung aus Kanada
X3Bet hat keine Schweizer Bewilligung. Als gemeldete Bewilligung führen Drittquellen Tobique (Kanada); in der Schweiz hat auch diese Angabe keine Wirkung. Der Anschluss an das Sperrregister fehlt, ein Schweizer Rechtsweg besteht nicht, und die Domain kann auf die Sperrliste gesetzt werden.
Der Fall ist insofern lehrreich, als er die Frage schärft, was eine gemeldete Bewilligung überhaupt bedeutet. Sie bezeichnet einen Sitz oder eine Zulassung in einem anderen Rechtskreis; sie bezeichnet keine Schweizer Aufsicht, keine Schweizer Schlichtung und keinen Schweizer Schutz. Für die Bewertung dieses Platzes ist deshalb nicht Herkunft und Art der Bewilligung entscheidend, sondern ihr Fehlen hier.
Wer die Meldung einer Bewilligung als Zulassung liest, verwechselt zwei Dinge, die nichts miteinander zu tun haben.
Bahigo: kein Schweizer Rahmen
Bahigo hat keine Schweizer Bewilligung. Die hinterlegte Angabe lässt keine Bewilligung feststellen, und eine solche hätte keine Wirkung. Kein Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, Sperrlisten-Risiko.
Damit gilt für diesen Platz genau die Bewertung, die für die ausländischen Namen insgesamt gilt: Er ist eine Alternative im Angebot und keine im Schutz. Wer den Schweizer Weg wählt, wählt den Wohnsitz, die Limite und die Steuerfreiheit unterhalb des Freibetrags mit; wer den anderen wählt, wählt das Programm und die Freiheit von der Schweizer Angebotsliste.
Ein Platz in der Mitte existiert nicht.
Rollbit: das Krypto-Muster am Ende der Liste
Rollbit hat keine Schweizer Bewilligung. Die hinterlegte Angabe lässt keine Bewilligung feststellen, und eine solche hätte in der Schweiz keine Kraft. Kein Anschluss ans Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, Sperrlisten-Risiko für die Domain.
Dieser letzte Platz schliesst das Muster ab, das bei FortuneJack begonnen hat: eine Gruppe von Namen, die ein breites Programm führen und dafür den Schweizer Schutzmechanismus nicht mitbringen. Wer auf Sand setzen will und den Sand in Paris mag, aber sein Geld auf einem Konto mit Namen verwaltet, wird hier nicht fündig. Wer mit dem Programm über die Schweizer Liste hinausgehen will, muss den Unterschied kennen — beide Wege sind legitim zu wählen, solange die Wahl bewusst geschieht und nicht aus Versehen.
Für wen welcher Weg passt
Die Wahl hängt an drei Grössen: Wohnsitz, Umfang des gewünschten Angebots und der Wert des Schutzes. Wer in der Deutschschweiz, im Tessin oder in Liechtenstein wohnt und einen Grand-Slam-Sieger setzen will, hat mit Sporttip einen vollständigen Weg innerhalb des Schweizer Rahmens, mit einer Verlustlimite, die sofort greift, und mit dem Zugang zum Sperrregister. Wer in den sechs Westschweizer Kantonen wohnt, hat denselben Rahmen unter dem Namen Jouez Sport. Wer aus einem anderen Land kommt und hier ein Konto eröffnen will, findet keinen bewilligten Weg — die Wohnsitzbedingung lässt sich nicht umgehen.
Der zweite Weg führt über einen ausländischen Anbieter. Er ist für einen Spieler sinnvoll, der ein Angebot ausserhalb der geschlossenen Gespa-Liste sucht oder ein Programm in einer Tiefe, die die zwei Schweizer Veranstalter nicht abbilden. Für diesen Spieler sind zwei Dinge zu klären, bevor Geld fliesst: die Auszahlungsadresse im eigenen Namen, weil das Schweizer Konto an diesen Mechanismus gebunden ist und ein ausländischer Anbieter daran nicht, und die steuerliche Behandlung, weil Gewinne bei ausländischen Anbietern nicht der Verrechnungssteuer unterliegen, die kantonale Praxis sie aber unterschiedlich beurteilt.
Und der Zeitpunkt der Saison ist eine eigene Grösse. Wer auf den Gesamtsieger setzen will, bindet Geld über zwei Wochen und über sieben Runden, und in einem Feld von 128 Positionen ist die Favoritenquote selten der Ausgangspunkt. Wer auf ein einzelnes Match setzt, hat die margenschwächste Einstellung im Erstrundenspiel und die engste im Finale. Beide Wege führen an denselben Ort; sie unterscheiden sich in dem, was ein Verlust kosten darf.
Häufige Fragen zu French-Open-Wetten in der Schweiz
Welche Wetten auf Tennisturniere dürfen Schweizer Veranstalter laut der Gespa-Liste anbieten?
Nur Sportwetten, und nur was die Gespa-Liste der bewilligten Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten in der Version vom 10.09.2026 nennt. Qualifikationsrunden und Frauenwettbewerbe stehen nur darin, wenn sie gelistet sind; Corner- und Kartenmärkte sowie Esport fehlen. Wetten auf Wetter, Politik oder Fernsehsendungen sind ausgeschlossen.
Wie liest man Quoten für den Gesamtsieger bei Herren und Damen, und was steckt als Marge darin?
Bei einem illustrativen Zweiwegemarkt zu 1.90 und 1.90 liegt die Auszahlungsquote bei 95 % und die Marge bei rund 5 % — als Bandbreite von etwa 4 % bis 7 %, je nach Markt. Einsatz mal Quote ergibt den Rückzahlungsbetrag; bei CHF 100 auf 1.90 sind das CHF 190.
Welche Rolle spielen drei Gewinnsätze bei den Herren und zwei bei den Damen für Satz- und Spielwetten?
Die Herren spielen auf drei Gewinnsätze, die Damen auf zwei; bei 6:6 entscheidet ein Tiebreak bis 7, im Entscheidungssatz ein Match-Tiebreak bis 10 mit zwei Punkten Vorsprung. Auf der Damentour hat ein Satzverlust im Zweisatzformat schwereres Gewicht, deshalb stehen Satz- und Spielquoten dort anders.
Welche Verlustlimiten müssen vor der ersten Wette gesetzt werden, und wann wirkt eine Senkung sofort?
Bei Sporttip sind Limiten für 1, 7 und 30 Tage zu setzen, Oberlimite CHF 9’999, unter 21 Jahren CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Gesetzlich wirkt eine Senkung sofort, eine Erhöhung erst nach 24 Stunden.
Wie unterscheidet sich ein Veranstalter mit Schweizer Bewilligung von einer ausländischen Wettseite?
Der bewilligte Veranstalter steht unter Gespa-Aufsicht, verlangt Wohnsitz in seinem Gebiet, zahlt nur auf ein Konto im eigenen Namen aus und ist ans Sperrregister angeschlossen. Die ausländische Seite hat keine Wirkung in der Schweiz: keine Aufsicht, kein Rechtsweg, kein Sperrregister, und ihre Domain kann auf der Sperrliste landen.
Muss ein Gewinn aus einer Wette auf die French Open versteuert werden, und was gilt je nach Kanton?
Gewinne aus Schweizer Grossspielen sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommenssteuerfrei; ab 1. Januar 2026 liegt der Bundesfreibetrag bei CHF 1’071’000, 2025 bei CHF 1’070’400. Der kantonale Freibetrag ist unterschiedlich. Oberhalb des Betrags behält der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ein.
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Inhalt erstellt vom Team «handywettench»
