Wimbledon-Wetten in der Schweiz: Wer darf Rasentennis überhaupt anbieten?

Updated Oktober 2026
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Ein Tennisplatz aus Rasen im ersten Morgenlicht mit frisch gezogenen Linien, einem Netz und einem leeren Schiedsrichterstuhl, dahinter hohe Hecken.

Stand: Oktober 29, 2026. Die Angaben zu Bewilligungen, Limiten und Wettregeln wurden gegen die Gespa-Aufsicht und die veröffentlichten Bedingungen der beiden Schweizer Veranstalter geprüft.

Die Wimbledon Championships 2026 fanden vom 29. Juni bis 12. Juli 2026 in London auf Rasen statt und waren die 139. Austragung.

Es gibt in diesem Land genau zwei Adressen, an denen sich ein Wimbledon-Ergebnis legal in eine Wette verwandeln lässt. Nicht zehn Buchmacher mit unterschiedlich aggressiven Willkommenspaketen, nicht eine Handvoll Marken mit Sitz in Valletta und einem Schweizer Support-Telefon. Zwei. Was die Sportwetten-Landschaft hier von der in Deutschland oder Österreich unterscheidet, ist nicht die Auswahl an Wettarten und auch nicht die Sportart. Es ist die Zahl der Anbieter, und sie ist per Gesetz gedeckelt.

Genau hier setzt dieser Überblick an. Wer aus der Schweiz heraus auf Rasentennis setzen will, hat im Kern zwei Wege: ein Konto bei einem der beiden konzessionierten Veranstalter, oder ein Konto bei einem der ausländischen Anbieter, die Schweizer Spielende ohne Bewilligung bedienen. Beide Wege existieren, beide werden hier beschrieben und bewertet, und beide kosten etwas. Der eine kostet Reichweite, der andere den Rechtsschutz.

Wer nur die Überschrift liest, könnte glauben, es gehe um Tipps für das nächste Turnier. Geht es nicht. Niemand kann den Ausgang eines Tennismatches kennen, und wer das behauptet, verkauft etwas. Was sich sauber erklären lässt, ist die Mechanik: wie eine Quote entsteht, was die Marge darin ausmacht, welche Tennisformate überhaupt auf dem Programm stehen und was ein bewilligter Veranstalter tun muss, bevor ein Konto live gehen darf. Das ist der Stoff dieser Seite, und er trägt weiter als jeder Tipp.

Wettarten und Quoten, die es bei Tennis zu verstehen gibt

Bevor ein einziger Franken auf ein Match wandert, muss klar sein, worauf überhaupt gesetzt wird. Tennis ist in dieser Hinsicht gnädig: Der Sport bringt eine kleine, überschaubare Zahl von Wettarten hervor, und die Unterschiede zwischen ihnen sind technisch, nicht mystisch. Wer sie einmal sortiert hat, liest jede Wettseite anders.

Ein gelber Tennisball liegt im Gras neben der weissen Grundlinie, Tau glitzert auf den Halmen im flachen Sonnenlicht.
Die ersten Lawn Tennis Championships in Wimbledon begannen am 9. Juli 1877 an der Worple Road.

Was auf dem Wettschein stehen kann

Die Bandbreite beginnt beim Turniersieger — einer Langzeitwette, die Monate vor dem ersten Aufschlag abgeschlossen wird und bei der das Feld noch offen ist. Ein Stück darunter liegt die Matchwette, der Klassiker auf Sieg oder Niederlage in einer Begegnung. Feiner wird es mit Satz- und Gamewetten, bei denen ein einzelner Durchgang oder ein einzelnes Aufschlagspiel die Einheit bildet. Dazu kommen Handicap-Varianten und Über/Unter-Wetten auf die Zahl gespielter Sätze.

Wer sich für den Turniersieg entscheidet, kauft sich ein halbes Jahr Ungewissheit ein. Wer eine Gamewette platziert, sitzt mit dem Ergebnis nach drei Minuten da. Das ist kein Detail der Wettart, sondern der eigentliche Preisunterschied: Je länger das Ereignis offen bleibt, desto mehr Zeit hat eine Quote, sich zu bewegen.

Ein Holzschreibtisch in einem hellen Büro mit Blick auf einen Park, darauf eine Lupe und ein leerer Notizblock.
Turnierdirektor der Wimbledon Championships ist seit 2020 Jamie Baker.

Bei einem Schweizer Veranstalter kommt zu dieser Liste eine Vorgabe, die kein anderes Land kennt. Das erlaubte Angebot ist eine geschlossene Aufstellung: die Gespa-Liste der bewilligten Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten, in der jeweils gültigen Fassung. Tennis steht darin, und die Liste zulässt die Wettarten, die sie auflisten lässt — sie ist die Grenze, nicht die Auswahl der Marketingabteilung. Qualifikationsrunden erscheinen nur, wenn sie aufgeführt sind, Frauenwettkämpfe ebenso, und Ranglistenwetten nur dann, wenn die Rangliste über den Einzug in einen internationalen Wettbewerb oder aufs Podest entscheidet. Ecken- und Kartenmärkte sucht man in dieser Aufstellung vergeblich, eine Esport-Sektion existiert darin nicht. Das ist der Grund, weshalb dieses Angebot übersichtlich wirkt. Es ist übersichtlich.

Der Rasen und die Regeln, die die Sätze formen

Wimbledon wird in London ausgetragen. Ausrichter ist der All England Lawn Tennis and Croquet Club, und das Turnier ist das einzige Grand-Slam-Turnier auf Rasen. Gespielt wird jährlich zwei Wochen ab Ende Juni; es ist der dritte Grand-Slam-Block des Jahres.

Für Satz- und Matchwetten ist die Zählweise entscheidend, denn sie bestimmt, wie viele Gelegenheiten ein Match einem Spieler lässt. Bei den Herren geht es über drei Gewinnsätze, bei den Damen über zwei. Steht es 6:6, folgt ein Tiebreak bis 7 Punkte; im Entscheidungssatz wird seit März 2022 ein Match-Tiebreak bis 10 Punkte mit zwei Punkten Vorsprung gespielt. Zwei Gewinnsätze bedeuten in der Praxis weniger Spielraum: Ein Satzverlust ist im Damenturnier selten folgenlos. Wer eine Satzwette platziert, wettet damit auf einen kürzeren Vorgang mit schmalerer Fehlertoleranz, während eine Matchwette über fünf Sätze die Varianz eines einzelnen Durchgangs glattbügelt. Die Quote spiegelt das, und zwar bevor der erste Ball geschlagen ist.

Was die Quote über die Chance sagt — und was nicht

Eine Quote ist kein Orakel. Sie ist der Preis, zu dem ein Veranstalter bereit ist, ein Risiko zu übernehmen, und in diesem Preis steckt seine Marge. Der Quotenschlüssel — oder, mit dem Marktbegriff, die Auszahlungsquote — ist der Anteil aller Einsätze, den ein Markt an die Wettenden zurückzahlt. Man erhält ihn, indem man eins durch jede Quote des Marktes teilt, diese Werte addiert und eins durch die Summe nimmt. Die Marge ist der Rest bis 100 %: das, was der Veranstalter von jeder Einheit Einsatz behält.

Rechnen wir das an einem einfachen Beispiel durch, nicht an einem zitierten Preis. Ein Zwei-Weg-Markt mit Quoten von 1.90 auf beiden Seiten: 1 ÷ 1.90 ergibt zweimal rund 0,5263, die Summe liegt bei rund 1,0526, der Quotenschlüssel also bei etwa 0,95. Die Marge beträgt folglich ungefähr 5 %. Diese Grössenordnung — ein mittlerer einstelliger Prozentwert — ist der Bereich, in dem sich ein Hauptmarkt auf Tennis typischerweise bewegt, und sie gilt unter der Bedingung, dass beide Seiten gleich bepreist sind. Ein Markt mit einer deutlichen Favoritin und einer klaren Aussenseiterin verschiebt die Verteilung der Einsätze und kann die Marge in eine andere Richtung ziehen; bei wenigen Anbietern und dünnen Tennisbänden ist die Streuung grösser als bei einem Grossereignis im Fussball. Das ist keine Randnotiz. Wer 5 % Marge auf hundert Wetten zu je CHF 10 bezahlt, hat nach Ablauf der Serie statistisch rund CHF 50 an die Preissetzung verloren, unabhängig davon, wie viele seiner Wetten aufgingen. Die Marge ist kein Vorwurf an den Veranstalter; sie ist der Preis der Buchmachung, und sie ist der einzige Kostenposten, der bei jeder einzelnen Wette anfällt, ob sie gewinnt oder nicht. Die fünf Prozent sind ein illustratives Beispiel, kein Angebot dieser Seite und keine Zusage über irgendeinen konkreten Markt.

Wie eine Wette ausgezahlt wird, steht bei einem Schweizer Veranstalter in den Bedingungen: Der Gewinnbetrag ergibt sich aus Einsatz mal Quote, bei Kombinationen mal der Gesamtquote, dem Produkt der Einzelquoten. Der Betrag wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und anschliessend auf fünf Rappen genau abgerundet. Bei einer Kombination aus zwei Quoten von 1.65 und 2.10 liegt die Gesamtquote bei 3’465; aus CHF 20 werden CHF 69.30. Die Rundung arbeitet dabei zu Ungunsten des Wettenden — sie tut es in einem Ausmass, das niemanden ruiniert, und in einer Richtung, die der Veranstalter gewählt hat.

Die Sonderfälle, die kein Werbetext erwähnt

Zwei Mechaniken verändern das Bild, sobald eine Wette über eine einzelne Voraussage hinausgeht. Aneinanderhängende Wettereignisse derselben Sportveranstaltung lassen sich bei Sporttip ausschliesslich über die Bet-Builder-Funktion kombinieren. Nimmt der Veranstalter eine solche Kombination versehentlich ohne diese Funktion an, kann er die gesamte Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Wer also zwei Märkte desselben Matches auf einen Wettschein setzt, sollte wissen, dass die Kombination nicht zustande kommt — sie wird nicht einfach zu einem anderen Preis abgerechnet.

Der zweite Sonderfall betrifft die Livewette und die Frage, was passiert, wenn ein Wettschein auf dem Server landet, während das Ereignis entschieden ist. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00, und in spielentscheidenden Situationen — Elfmeter, Rote Karte, Videoschiedsrichter-Entscheid — kann Sporttip Wetten mit Quote 1.00 werten. Der Einsatz kommt zurück, der Gewinn nicht. Diese Regel schützt nicht den Wettenden; sie schützt die Buchmachung vor dem Rennen zwischen Bildsignal und Annahmeserver. Ein Spieler mit langsamer Leitung sollte das wissen, bevor er in der Schlussphase eines Match-Tiebreaks noch schnell auf einen Wettschein tippt.

Und dann ist da noch der Gratiswetten-Markt, der bei jedem grossen Turnier aufblüht. Bei Sporttip gibt es Quotenboosts und Profitboosts, die nur online für bestimmte Wetten gelten, den möglichen Nettogewinn um einen angegebenen Prozentsatz erhöhen und pro Wettenden nur einmal nutzbar sind — in Einsatz und Erhöhung limitiert, und bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Der Kombiboost verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50 und staffelt sich in seiner Erhöhung nach der Zahl dieser Voraussagen. Alles davon sind Begrüssungsgesten mit eingebautem Verfalldatum, und keine davon macht ein verlustbringendes Spiel profitabel.

Sport und Turnier: wie der Spielplan die Wettentscheidung formt

Ein Tennisturnier ist für den Wettenden kein einzelnes Ereignis, sondern eine zweiwöchige Abfolge von Gelegenheiten, die sich nach einer festen Ordnung entlädt. Wer diese Ordnung kennt, setzt anders — nicht besser im Sinne von treffsicherer, aber bewusster.

Wimbledon dauert jährlich zwei Wochen ab Ende Juni und steht als drittes Grand-Slam-Turnier des Jahres im Kalender. Die 2026er-Ausgabe des Turniers fand am 12. Juli 2026 ihren Abschluss. Das Herreneinzel gewann Jannik Sinner aus Italien, das Dameneinzel Linda Nosková aus Tschechien. Diese Ausgabe ist abgeschlossen und abgerechnet. Wer jetzt über ein Wimbledon-Wettszenario nachdenkt, denkt an die nächste Austragung 2027, deren genaue Daten hier nicht festgehalten sind.

Von der Auslosung bis zum Finale

Die erste Woche eines Grand-Slam-Turniers ist ein anderer Wettgegenstand als die zweite. In der Auftaktphase treffen gesetzte Spielerinnen und Spieler auf Gegner aus der Qualifikation oder auf ungesetzte Teilnehmende; die Quoten auf die Favoritin sind kurz, der Erkenntniswert über ihren Formstand gering. Zwei Runden später steht ein Feld da, das sich auf Spielerinnen und Spieler eingeengt hat, deren Rasentauglichkeit belegt ist. Ab der zweiten Woche werden die Bänder dünner, die Bewegungen in den Quoten heftiger, und genau dort verschieben sich Märkte am schnellsten.

Aus dieser Gliederung folgt die praktische Unterscheidung: Ein Langzeitmarkt auf den Turniersieg wird vor dem ersten Aufschlag entschieden und lebt von einem Informationsvorsprung, den kaum jemand hat. Ein Matchmarkt auf ein Achtelfinale entsteht erst, wenn die Auslosung steht, und reagiert auf Aufwärmphasen und Verletzungsmeldungen. Beides sind Wetten auf dasselbe Turnier — und sie verhalten sich in der Vorlaufzeit völlig verschieden.

Was die Gespa-Liste für Tennis zulässt

Bei den beiden bewilligten Veranstaltern entscheidet nicht die Sportart über das Angebot, sondern die Aufstellung. Die Gespa-Liste der bewilligten Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten zieht eine geschlossene Grenze: Qualifikationsrunden erscheinen nur, wenn sie dort aufgeführt sind, Frauenwettkämpfe ebenso, Ranglistenwetten nur, wenn die Rangliste über den Einzug in einen internationalen Wettbewerb oder aufs Podest entscheidet, und Wetten auf Trainingsläufe kommen darin nicht vor. Ein Tennisturnier erscheint also nicht in seiner Gänze auf dem Wettschein, sondern in dem Ausschnitt, den die Aufstellung hergibt.

Was ausserhalb dieser Grenze liegt, ist bei einem bewilligten Anbieter schlicht nicht bestellbar — kein Versehen, keine Lücke im Programm, sondern die Bedingung der Bewilligung. Wer das Angebot eines Schweizer Veranstalters mit dem eines ausländischen vergleicht und dabei auf eine grössere Zahl von Märkten beim ausländischen Anbieter stösst, vergleicht nicht zwei Buchmacher, sondern zwei verschiedene Rechtsordnungen. Die eine ist eine Aufstellung, die andere ist ein Geschäftsmodell ohne Schweizer Grenzen — mit allen Konsequenzen, die dieser Unterschied nach sich zieht.

Livewetten auf Rasentennis

Ein Livewettangebot bei einem Schweizer Veranstalter gilt unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird. Nicht jedes Match, auf das sich während des Spiels setzen lässt, läuft also auf einem Bildschirm mit. Das ist ein Detail mit Folgen: Wer eine Livewette platzieren will, während er das Match verfolgt, sollte vorher prüfen, ob der Veranstalter dieses Match überhaupt im Liveprogramm führt. Beim Schweizer Veranstalter ist die Livewette in den Bedingungen ausdrücklich vorgesehen, vor Spielbeginn und während des Spiels, soweit eine entsprechende Entscheidung vorliegt; das Gesetz selbst schränkt Livewetten nicht auf bestimmte Märkte ein.

Während eines Matches sind die Quoten in Bewegung, und zwar in Abhängigkeit vom Spielstand — nach jedem Aufschlagverlust, jeder langen Rally, jedem medizinischen Time-out. Bei langen Turnierwochen bedeutet das für den Wettenden eine Versuchung in Serie: Immer wenn ein Satz kippt, entsteht ein neuer Preis, und immer wenn ein neuer Preis entsteht, sieht er wie eine Gelegenheit aus. Wer während dreier Turniertage sechzehn Livewetten platziert, hat sechzehn Mal Marge bezahlt, nicht einmal. Die Antwort auf diese Mechanik ist keine bessere Prognose, sondern eine Zahl, die vorher feststeht.

Zuschauen oder setzen: die zwei Wege in die Turnierwoche

Der erste Weg führt über den zugelassenen Veranstalter. Der Spieler legt ein verifiziertes Konto an, akzeptiert Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage, setzt in einem geschlossenen, bewilligten Angebot und ist im Streitfall an einen Schweizer Adressaten gebunden. Der zweite Weg führt über einen ausländischen Anbieter ohne Schweizer Bewilligung. Dort ist das Angebot breiter, der Zugang offener und die Unterstützung dünner: keine Verbindung zum Schweizer Sperrregister, kein Schweizer Rechtsschutz, und die Domain kann auf die Sperrliste des Gespa gesetzt werden, sodass Schweizer Telekom-Anbieter sie per DNS blockieren.

Keiner dieser Wege ist per Voreinstellung «der sichere». Der bewilligte Weg ist eng, reglementiert und vollständig dem Schweizer Schutzregime unterstellt. Der unbewilligte Weg ist breit, unreguliert hierzulande und trägt ein rechtliches Risiko, das der Spielende nicht mit der Einzahlung begleicht, sondern später. Wer bereit ist, für ein grösseres Wettangebot auf Spielerschutz, Registeranbindung und Schweizer Durchsetzungswege zu verzichten, sollte das als bewussten Tausch verstehen — nicht als Schnäppchen.

Die geprüften Veranstalter und Anbieter im Vergleich

Diese Rangliste bewertet zehn Namen, und sie tut es nach einer Ordnung, die die Schweizer Rechtslage vorgibt: erst die beiden Veranstalter, die hier überhaupt Sportwetten anbieten dürfen, dann die ausländischen Marken, die Schweizer Spielende antreffen. Die Reihenfolge ist nicht nach Geschmack gesetzt. Sie trennt zwei Kategorien, die nicht dasselbe sind und nicht dasselbe dürfen.

überblick

Anbieter Schweizer Bewilligung Veranstalter oder gemeldete Bewilligung
Swisslos Sporttip Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung (BGS, SR 935.51) SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel
Loterie Romande Jouez Sport Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung (BGS, SR 935.51) Loterie Romande, Société de la Loterie de la Suisse Romande
ZotaBet ohne Schweizer Bewilligung gemeldete Bewilligung nicht festgestellt
Unibet ohne Schweizer Bewilligung gemeldete Bewilligung nicht festgestellt
Betscore ohne Schweizer Bewilligung gemeldete Bewilligung nicht festgestellt
WirWetten ohne Schweizer Bewilligung gemeldete Bewilligung nicht festgestellt
BetFury ohne Schweizer Bewilligung gemeldete Bewilligung nicht festgestellt
Rollbit ohne Schweizer Bewilligung gemeldete Bewilligung nicht festgestellt
Rabona ohne Schweizer Bewilligung gemeldete Bewilligung nicht festgestellt
Bruce Bet ohne Schweizer Bewilligung gemeldete Bewilligung nicht festgestellt

Die Spalte mit der Bewilligung trägt über weite Strecken denselben Eintrag, und das ist keine Nachlässigkeit der Prüfung, sondern die Aussage selbst. Es gibt keine dritte Bewilligung. Der Unterschied zwischen Rang zwei und Rang drei dieser Liste ist nicht graduell; er ist kategorial, und die beiden Veranstalter bilden ihn ab. Was die Tabelle nicht zeigen kann, ist die andere Hälfte des Bildes: Die beiden bewilligten Häuser decken nicht dasselbe Gebiet ab, und ein Konto lässt sich nur dort eröffnen, wo man wohnt. Das wird in den Abschnitten zu Swisslos Sporttip und Loterie Romande Jouez Sport erläutert.

1. Swisslos Sporttip — das Angebot mit voller Schweizer Aufsicht

Swisslos hat seinen Sitz in Basel und veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019; die Sportwetten laufen unter dem Namen Sporttip. Die Bewilligung ist eine Veranstalterbewilligung und eine Spielbewilligung nach dem Geldspielgesetz, SR 935.51, unter Aufsicht des Gespa.

Das Vertragsgebiet umfasst die Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie den Kanton Tessin und das Fürstentum Liechtenstein. Wer dort wohnt oder seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat, kann ein Online-Konto eröffnen. Wer ausserhalb lebt, kann es nicht — daran ändert die beste Quote nichts. Für die Registrierung braucht es mindestens 18 Jahre, Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet, es darf keine Spielsperre bestehen, und jede Person darf sich nur einmal registrieren. Die Ausweisdaten werden aus dem hochgeladenen Dokument ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft.

Wer Sporttip zum ersten Mal nutzt, setzt Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage. Die Oberlimite liegt bei CHF 9’999, für Personen unter 21 Jahren bei CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort. Eine Erhöhung erst nach 72 Stunden — und das ist die Zeitspanne, die den Unterschied macht: Wer in einer schlechten Nacht seinen Rahmen anheben will, muss erst eine Nacht darüber schlafen, zusätzlich zur gesetzlichen Mindestfrist von 24 Stunden, die das Gesetz vorgibt und die beide Veranstalter in ihren eigenen Bedingungen auf 72 Stunden strecken. Daneben steht eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage. Ein Konto lässt sich produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf; eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein.

Die Einsätze sind begrenzt: Der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten beträgt CHF 1, der Höchsteinsatz CHF 1’000, für eine Systemwette CHF 10’000. Swisslos kann diese Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Für einen Gelegenheitswettenden ist die Obergrenze ohne Bedeutung. Für jemanden, der während einer Turnierwoche den Kombiboost voll ausfahren will, ist sie die Wand, an die er bei der Aufteilung eines Einsatzes stösst.

Der Kombiboost gilt nur online, für Prematch-, Live- und Systemwetten, und verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50. Der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn solchen Voraussagen; Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert. Auf einem Wettschein mit vier Spielen bringt der Boost also einen Bruchteil dessen, was die Prozentzahl suggeriert, weil die Mindestquote 1.50 auf jede einzelne Position angewendet wird und die Auswahl damit enger wird als die Zahl der Spiele vermuten lässt.

Cash-Out gibt es für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiger Ausgleich ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführter Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, eine Garantie für jeden Markt besteht nicht, der Cash-Out-Betrag liegt tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann jederzeit geändert werden.

Fazit. Wer im Vertragsgebiet wohnt und den vollen Schweizer Schutz will — Registeranbindung, Schweizer Aufsicht, Steuerfreiheit unterhalb des Freibetrags — findet hier das einzige erreichbare Angebot neben dem der Loterie Romande. Der Preis dafür heisst Enge: CHF 1’000 Höchsteinsatz, ein geschlossenes Marktangebot und ein Cash-Out, der nicht jedem Markt garantiert wird und dessen Betrag unter dem Nenngewinn liegt. Eine Kombiwette über fünfzehn Positionen mit dem vollen Boost ist auf dieser Plattform nicht darstellbar.

2. Loterie Romande Jouez Sport — derselbe Rahmen, anderes Gebiet

Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Sie nennt als Kontaktadresse Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne, zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende. Der Bewilligungsrahmen ist derselbe: eine Veranstalterbewilligung und eine Spielbewilligung nach dem Geldspielgesetz, SR 935.51, unter Aufsicht des Gespa.

Das Kontozugangsgebiet deckt sich mit den sechs Kantonen. Wer in Zürich lebt, kann bei Jouez Sport kein Online-Konto eröffnen, und wer in Genf lebt, kann keines bei Sporttip eröffnen. Das ist die praktischste Konsequenz der interkantonalen Aufteilung und die einzige, die einen Wettenden unmittelbar betrifft: Die Wahl zwischen den beiden bewilligten Häusern ist keine Wahl. Sie wird vom Wohnsitz getroffen.

Zwei Veranstalter mit je eigenem Gebiet, je eigener Aufsichtsanbindung und je eigenen Bedingungen heissen auch zwei Mal dasselbe Regelwerk mit anderer Umsetzung. Limitenhöhe, Frist für eine Limitenänderung, Cash-Out-Umfang und Bonusmechanik sind bei der Loterie Romande eigenständig geregelt. Wer von einem Kanton in einen anderen zieht, wechselt nicht nur die Adresse auf dem Konto, sondern unter Umständen auch das Haus, in dem er überhaupt spielen kann.

Fazit. Für Spielende in der Westschweiz ist Jouez Sport nicht die zweite Option, sondern die einzige, und die Prüfung dreht sich damit nicht um den Vergleich zweier Angebote, sondern um die Frage, ob man mit dem Rahmen dieses Hauses zufrieden ist. Das Netz aus 2’350 Verkaufsstellen macht den Unterschied im Alltag: Wo ein Online-Konto stockt, steht eine physische Annahmestelle zur Verfügung — ein Vorteil, den ein ausländischer Anbieter nicht kopieren kann.

3. ZotaBet — ohne Schweizer Bewilligung, ohne hiesigen Anschluss

ZotaBet besitzt keine Schweizer Bewilligung. Nur Swisslos und die Loterie Romande dürfen in der Schweiz Sportwetten anbieten; eine im Ausland gemeldete Bewilligung hat hier keine Geltung und damit keine Kraft. Das Haus ist nicht an das Schweizer Sperrregister angeschlossen, es gibt keinen Schweizer Rechtsschutz, und die Domains können auf die Sperrliste des Gespa gesetzt werden, die Schweizer Telekom-Anbieter per DNS blockieren.

Aus dieser Struktur folgt alles Weitere für den Spielenden, und es ist keine Kleinigkeit: Wer hier gewinnt und streitig abrechnet, hat keinen Schweizer Adressaten für sein Begehren.

Fazit. Diese Marke interessiert zwei Gruppen. In der Schweiz Wohnhafte, die das engere Marktangebot eines bewilligten Veranstalters als unzureichend empfinden und dafür den Verzicht auf Registeranbindung und Durchsetzung in Kauf nehmen — das ist ein bewusster Tausch. Und Spielende, deren Wohnsitz ausserhalb der beiden Vertragsgebiete liegt und die deshalb gar keinen Zugang zu einem bewilligten Konto haben.

4. Unibet — ohne Schweizer Bewilligung, breit aufgestellt

Unibet hat keine Schweizer Bewilligung. Eine im Ausland gemeldete Bewilligung entfaltet in der Schweiz keine Wirkung. Keine Verbindung zum Schweizer Sperrregister, kein Schweizer Rechtsschutz, Domain auf der Sperrliste des Gespa blockierbar.

Ein Anbieter dieser Grösse spricht Wettende an, die ein Programm über mehrere Sportarten hinweg suchen und sich nicht auf eine geschlossene Liste auflisten lassen wollen.

Fazit. Hier gewinnt der Sport, die Schweiz verliert. Wer die Breite eines internationalen Programms über eine einzelne Sportart hinaus will, findet sie hier — und bezahlt dafür den Schweizer Schutzweg, der bei einem bewilligten Haus selbstverständlich wäre.

5. Betscore — ohne Schweizer Bewilligung

Betscore führt keine Schweizer Bewilligung. Eine im Ausland gemeldete Bewilligung gilt hier nicht. Keine Registeranbindung, kein Schweizer Rechtsschutz, Sperrlisten-Eintrag möglich.

Wer ein Haus sucht, das sich nicht über eine Schweizer Aufsichtsanbindung definiert, landet bei Marken dieser Grösse.

Fazit. Die Beurteilung hängt an einer einzigen Frage: Ist der Wettende bereit, im Streitfall auf Schweizer Wege zu verzichten? Wer diese Frage mit Nein beantwortet, hat auf dieser Liste nur zwei Adressen.

6. WirWetten — ohne Schweizer Bewilligung

WirWetten besitzt keine Schweizer Bewilligung; eine ausländische Bewilligung hat in der Schweiz keine Geltung. Es besteht keine Verbindung zum Schweizer Sperrregister, kein Schweizer Rechtsschutz, und die Domain kann von Schweizer Anbietern per DNS blockiert werden.

Der Name legt einen Schweizer Bezug nahe. Rechtlich ist dieser Bezug nicht vorhanden.

Fazit. Ein deutschsprachiges Auftreten ist keine Bewilligung. Wer einen Anbieter mit deutscher Oberfläche wählt und dabei Schweizer Aufsicht erwartet, verwechselt Sprache mit Zuständigkeit — und das ist der teuerste Irrtum, den diese Liste kennt.

7. BetFury — ohne Schweizer Bewilligung

BetFury hat keine Schweizer Bewilligung; eine gemeldete Bewilligung im Ausland hat hier keine Kraft. Keine Anbindung an das Schweizer Sperrregister, kein Schweizer Rechtsschutz, Sperrliste möglich.

Fazit. Für Sportwetten ist dieses Haus kein Schweizer Anbieter und wird auch durch einen Ausbau des Sportprogramms keiner. Wer hier ein Konto anlegt, tut es ausserhalb des Schweizer Rahmens, und keine Produktentscheidung des Anbieters ändert daran etwas.

8. Rollbit — ohne Schweizer Bewilligung

Rollbit führt keine Schweizer Bewilligung. Eine ausländische Bewilligung entfaltet in der Schweiz keine Wirkung. Keine Registeranbindung, kein Schweizer Rechtsschutz, blockierbare Domain.

Fazit. Die Bewertung dieses Hauses fällt kurz aus, weil der entscheidende Punkt nicht im Produkt liegt. Ohne Schweizer Bewilligung beginnt jedes Wimbledon-Szenario bei einem Nachteil, den kein Wettangebot aufwiegt.

9. Rabona — ohne Schweizer Bewilligung

Rabona besitzt keine Schweizer Bewilligung; eine im Ausland gemeldete Bewilligung hat hier keine Geltung. Das Haus ist nicht an das Schweizer Sperrregister angeschlossen, Schweizer Rechtsschutz besteht nicht, und die Domain kann auf die Sperrliste gesetzt werden.

Fazit. Ein Anbieter, dessen Bewertung an derselben Marke hängt wie die aller anderen Häuser dieser Gruppe: kein Schweizer Anschluss. Wer das akzeptiert, vergleicht nur noch Preise und Sportarten.

10. Bruce Bet — ohne Schweizer Bewilligung

Bruce Bet hat keine Schweizer Bewilligung. Eine ausländische Bewilligung hat in der Schweiz keine Kraft. Keine Verbindung zum Schweizer Sperrregister, kein Schweizer Rechtsschutz, Domain auf der Sperrliste des Gespa blockierbar.

Fazit. Am Ende dieser Liste steht die nüchterne Erkenntnis, mit der sie begonnen hat: Die Zahl der Anbieter mit Schweizer Bewilligung bleibt zwei, unabhängig davon, wie viele Namen noch folgen.

Überblick über das Rasenturnier und seine Stellung im Spieljahr

Wimbledon ist ein Turnier mit einer ungewöhnlich langen Geschichte und einer ungewöhnlich kurzen Dauer. Beides zusammen erklärt, warum es den Wettkalender so stark prägt.

Die ersten Lawn Tennis Championships begannen am 9. Juli 1877 an der Worple Road. Aus dem Clubturnier wurde über die Jahrzehnte das einzige Grand-Slam-Turnier auf Rasen, ausgetragen im Londoner Stadtteil Wimbledon und veranstaltet vom All England Lawn Tennis and Croquet Club. Turnierdirektor ist seit 2020 Jamie Baker.

Rasen ist dabei kein romantisches Detail, sondern eine technische Besonderheit im Kalender. Die Unterlage begünstigt Aufschlag und flaches, aggressives Spiel und verkürzt Rallys. Für Wettende heisst das: Die Zahl der Punkte pro Spielzug sinkt, die Bedeutung des Aufschlags steigt, und in einzelnen Sätzen entstehen schnell grosse Abstände über wenige Punkte. Ein Match kann binnen vier Minuten kippen.

Warum die Austragung 2026 abgeschlossen ist

Bei der 139. Austragung des Turniers gewann das Herreneinzel Jannik Sinner aus Italien, der damit seinen Vorjahressieg wiederholte; das Dameneinzel gewann Linda Nosková aus Tschechien. Soviel zu einem Ergebnis, das feststeht, weil es gespielt wurde.

Alle Wettleistungen für diese Ausgabe sind abgerechnet. Wer heute über Wimbledon-Wetten nachdenkt, plant die nächste Austragung, die 2027 folgt. Ein Langzeitmarkt auf den Turniersieg entsteht in der Regel lange vor dem ersten Aufschlag, wenn das Teilnehmerfeld noch nicht feststeht und die Verletzungslage der Favoritinnen und Favoriten unklar ist — der Preis ist dann am weitesten von den tatsächlichen Kräfteverhältnissen entfernt. Wer sich für eine solche Wette interessiert, sollte wissen, welche Grösse er einkauft: ein halbes Jahr Information, die noch niemand hat.

Der Grand-Slam-Kalender als Wettentscheidung

Wimbledon ist der dritte Grand-Slam-Block des Jahres und dauert jährlich zwei Wochen ab Ende Juni. Dasselbe Zeitfenster, dieselbe Platzierung im Kalender, jedes Jahr — und trotzdem verhalten sich die Quoten von Jahr zu Jahr unterschiedlich, weil das Feld sich verändert und die Rasenform einzelner Spielerinnen und Spieler nicht konstant ist.

Aus dieser Wiederkehr folgt eine praktische Konsequenz für den Spielenden: Die Turnierwoche ist kein Zustand, sondern eine Abfolge mit Endpunkt. Wer während der zwei Wochen mehrmals setzt, sollte die Gesamtsumme vorher festlegen und nicht Satz für Satz entscheiden.

Vorbereitung: was ein Wettender vor der Turnierwoche klärt

Drei Dinge stehen vor der ersten Wette fest, nicht danach. Erstens der Zugang: Ein Konto lässt sich nur bei dem Veranstalter eröffnen, in dessen Gebiet man wohnt, und die Registrierung ist nicht augenblicklich, weil sie eine Ausweisprüfung verlangt. Wer zwei Tage vor dem Achtelfinale ein Konto braucht, hat ein Problem. Zweitens die Limiten: Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage werden vor der ersten Teilnahme gesetzt, eine Erhöhung greift erst nach 72 Stunden. Wer seinen Rahmen zur Turniermitte anheben will, stösst auf eine Wartezeit, die er nicht überbrücken kann. Drittens das Liveprogramm: Ob ein bestimmtes Match live angeboten wird, ist vor der Wette sichtbar, und zwar nur vorher.

Rechtliche Lage: Bewilligung, Sperrliste und Steuern

Die Rechtslage ist in der Schweiz der eigentliche Wettfaktor, weil sie bestimmt, wer überhaupt als Adressat existiert. Wer sie kennt, kennt die Grenzen der Wahl.

Online-Sportwetten sind ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz, SR 935.51, das am 1. Januar 2019 in Kraft trat. Beaufsichtigt wird das Ganze vom Gespa, der Interkantonalen Geldspielaufsicht mit Sitz in Bern, gestützt auf das Geldspielkonkordat, das am 1. Januar 2021 in Kraft trat. Nicht die ESBK, die ausschliesslich die Casinos beaufsichtigt — ein Unterschied, der in vielen Ratgebern verwischt wird. Eine Bewilligung braucht eine Veranstalterbewilligung und eine Bewilligung pro Spiel, und sie gilt nur in der Schweiz.

Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter für Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt. Es gibt keine Liste weiterer bewilligter Buchmacher, weil es keine gibt; das Gespa veröffentlicht nur die Sperrliste der blockierten ausländischen Domains. Diese Zahl ist keine Marktschwäche, sondern eine Steuerungsentscheidung: Der Reinertrag geht an gemeinnützige Zwecke in den Kantonen. Swisslos verteilte für 2025 einen Reingewinn von CHF 562 Mio., davon CHF 506 Mio. an die kantonalen Fonds und CHF 56 Mio. an die Stiftung Sportförderung Schweiz; aus den Sportwetten stammten CHF 109 Mio., nach CHF 122 Mio. im Vorjahr. Wer hier eine Wette platziert, finanziert am Ende also nicht nur ein Buchmacherhaus, sondern Wassersportanlagen und Sportverbände.

Was überhaupt Gegenstand einer Wette sein darf

Bei den bewilligten Veranstaltern ist der Gegenstand der Wette nicht frei verhandelbar. Es dürfen nur Sportereignisse sein — Wetten auf Wetter, Politik oder Fernsehsendungen sind ausgeschlossen. Das erlaubte Angebot ist eine geschlossene Aufstellung: die Gespa-Liste der bewilligten Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten. Qualifikationsrunden erscheinen nur, wenn sie gelistet sind, Frauenwettkämpfe nur, wenn sie gelistet sind, Ranglistenwetten nur, wenn die Rangliste über den Einzug in einen internationalen Wettbewerb oder aufs Podest entscheidet, und Wetten auf Trainingsläufe kommen nicht vor. Ecken- und Kartenmärkte finden sich in der Liste nicht, eine Esport-Sektion ebenfalls nicht. Ereignisse, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen, sind ausgeschlossen.

Ein Tennisturnier ist also nicht als Ganzes bestellbar. Wer mehr Märkte will, findet sie bei einem ausländischen Anbieter — und wählt damit ein Regelwerk statt einer einzelnen Sportart.

Was die ausländische Bewilligung in der Schweiz wert ist

Nichts. Eine Bewilligung aus Curaçao, Malta, Deutschland oder einem anderen Land entfaltet in der Schweiz keine Wirkung. Wer Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung veranstaltet, macht sich strafbar; gewerbsmässiger Betrieb wird härter bestraft als der einmalige. Der Spielende wird nach der bundesrechtlichen Praxis nicht bestraft. Das ist ein schwacher Trost. Einsätze und Gewinne können in einem Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden, und ein Fairplay-Kontrollorgan oder ein Schweizer Schutzversprechen gibt es nicht.

Dazu kommt die Sperrliste. Das Gespa veröffentlicht ausländische Domains, die Schweizer Telekom-Anbieter per DNS blockieren; die erste Liste stammte vom 3. September 2019, am Ende des Jahres 2025 umfasste sie 671 Domains. Der Vorgang funktioniert nur gegen Namen, nicht gegen Sachen: Blockierte Domains tauchen innerhalb von Stunden unter neuer Adresse wieder auf, das sogenannte Domain-Hopping. Wer also ein Konto bei einem nicht bewilligten Anbieter hat, sollte nicht damit rechnen, dass dieses Konto länger erreichbar bleibt als der Name, unter dem es eröffnet wurde. Das ist ein Zugänglichkeitsrisiko, das man bei einer Marke mit Schweizer Bewilligung nicht trägt.

Ein Konto, ein Name — und der Weg des Geldes

Ein Konto beim bewilligten Veranstalter setzt eine verifizierte Identität voraus, und es darf nur eines pro Person bestehen. Gewinne und Guthaben werden ausschliesslich auf ein Zahlungskonto ausbezahlt, das auf den Namen des Kontoinhabers lautet. Anonyme Auszahlungen oder Kryptotransaktionen gibt es im bewilligten Schweizer Sportwettangebot nicht, und eine Kreditgewährung an Spielende ist ebenfalls ausgeschlossen. Welche Zahlungsmarken ein einzelner Anbieter akzeptiert, regelt dieser in seinen eigenen Bedingungen — und nur dort.

Für einen Wettenden mit begrenztem Budget ist diese Kette aus Identitätsprüfung und Namensgleichheit lästig und im Kern die wichtigste Schutzvorrichtung des Systems: Sie verhindert, dass ein Konto ohne Rückverfolgbarkeit entsteht. Wer beim ausländischen Anbieter ein Konto in fünf Minuten anlegt, hat diesen Schutz nicht, sondern dessen Abwesenheit.

Was aus einem Gewinn bis zum Steuerbescheid wird

Gewinne aus einem in der Schweiz erlaubten Grossspiel sind bis zu einem Freibetrag pro Einzelgewinn einkommenssteuerfrei und werden erst darüber steuerpflichtig. Der Bundesfreibetrag liegt ab dem 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000, nach CHF 1’070’400 im Jahr 2025; der kantonale Freibetrag weicht davon ab, je nach Kanton. Oberhalb des Freibetrags behält der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ein, die über die Deklaration des Gewinns in der Steuererklärung zurückgeholt wird. Eine typische Sportwette liegt weit unter dieser Grenze: keine Einkommenssteuer und keine Verrechnungssteuer auf dem Gewinn.

Bei ausländischen Anbietern fällt keine Verrechnungssteuer an. Dafür behandelt die kantonale Steuerpraxis im Thurgau Gewinne aus ausländischen Grossspielen als vollständig steuerbares Einkommen, unabhängig von der Höhe. Ein Gewinn, der bei einem bewilligten Haus steuerfrei geblieben wäre, wird auf einem Konto ohne Schweizer Bewilligung zur steuerbaren Einnahme. Eine Steuer auf den Einsatz kennt die Schweiz nicht; wer von einer «Wettsteuer» auf Einsätze liest, hat es mit einer anderen Rechtsordnung zu tun. Für die eigene Situation bleibt der Gang zur Steuerberatung oder zur kantonalen Steuerverwaltung.

Grenzen der Werbung, Grenzen der Gratisangebote

Werbung für Geldspiele darf nicht aufdringlich, nicht irreführend und nicht auf Minderjährige oder gesperrte Personen ausgerichtet sein. Werbung für Geldspiele, die in der Schweiz nicht erlaubt sind, ist verboten und wird mit einer Busse von bis zu CHF 500’000 geahndet. Deshalb beschreibt eine Seite wie diese das Angebot ausländischer Anbieter und bewertet es, ohne dazu aufzurufen. Gratisspiele oder Gratisguthaben benötigen vorgängig die Zustimmung des Gespa; 2025 gab es 24 Zustimmungen an die Loterie Romande und 8 an Swisslos. Bonusbeträge und Bonusbedingungen stehen ausschliesslich in den Bedingungen des jeweiligen Veranstalters. Eine Uhrzeit, ab der keine Werbung mehr laufen darf, kennt das Schweizer Recht nicht.

Verantwortungsvolles Spielen während der Turnierwoche

Die Spielerschutzregeln der Schweiz sind bemerkenswert unaufgeregt und in einem Punkt bemerkenswert wirksam: Sie verlagern die Entscheidung über die Obergrenze auf die Personen, die wetten, und setzen sie zeitlich vor die erste Wette.

Limiten setzen, bevor die erste Wette läuft

Der Veranstalter muss einen oder mehrere Höchstwerte für tägliche, wöchentliche oder monatliche Einsätze oder Verluste verlangen. Bei Swisslos werden diese Limiten für 1, 7 und 30 Tage vor der ersten Teilnahme gesetzt; die Oberlimite liegt bei CHF 9’999, für Personen unter 21 Jahren bei CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich. Eine feste staatliche Einzahlungsobergrenze, wie sie in anderen Ländern existiert, gibt es in der Schweiz nicht.

Genau diese Konstruktion — die Limite wird freiwillig gesetzt, aber nicht freiwillig erhöht — ist der praktisch wirksamste Mechanismus im ganzen Regelwerk. Sie nutzt den Umstand, dass niemand seinen Rahmen in entspanntem Zustand anheben will, sondern in einem aufgeregten. Wer am Dienstag einer Turnierwoche einen Einsatz verdoppeln will, wartet bis Freitag, und am Freitag ist die Gelegenheit oft vorbei. Die Limite ist keine Gängelung, sondern ein Tempolimit auf einer Strecke, die genau dann gefährlich wird, wenn man schnell unterwegs ist.

Pausen, Sperren und das gemeinsame Register

Ein Konto lässt sich produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Von Amtes wegen richtet sich die Sperre an überschuldete oder spielsuchtgefährdete Personen; wer sich selbst sperren lässt, kann die Sperre erst nach drei Monaten aufheben lassen, und dabei ist eine Fachstelle beteiligt. Ein selbst gewählter Unterbruch von bis zu sechs Monaten muss angeboten werden. Gesperrte und minderjährige Personen haben keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne.

Wer glaubt, eine Sperre lasse sich mit einem Anruf lösen, irrt: Die Fristen sind gesetzt und werden nicht verhandelt. Für jemanden, der die Kontrolle behalten will, ist das keine Härte, sondern die Zusicherung, dass die eigene Entscheidung hält.

Livewetten und die Länge einer Turnierwoche

Zwei Wochen Turnier mit bis zu einem Dutzend Matches pro Tag und Livequoten, die sich mit jedem Aufschlag ändern — das ist keine einzelne Versuchung, sondern eine, die mehrere hundert Male wiederkehrt. Für diese Situation trägt ein allgemeiner Vorsatz («ich bleibe diszipliniert») wenig. Was trägt, ist eine feste Obergrenze für die Turnierwoche, die vor dem ersten Ball festgelegt wird, und ein Instrument, das sie durchsetzt: die Verlustlimite für 30 Tage, die eine Erhöhung erst nach 72 Stunden zulässt. Wer während des ersten Wochenendes erkennt, dass die Grenze zu hoch gewählt war, kann sie sofort senken.

Der Gespa-Testkauf 2025 zeigt im Übrigen, wie unterschiedlich die Schutzmechanik in der Praxis greift: An Verkaufsstellen wurde einer minderjährigen Testperson in 47,5 % von 200 Fällen eine Sportwette verkauft. Der Wert ist keine Aussage über das Onlinegeschäft, wo die Identität vor der Kontoeröffnung geprüft wird — aber er ist eine Aussage darüber, dass Kontrollen an Annahmestellen nicht durchweg streng sind. Zwei Wege, zwei Realitäten.

Breitere Hilfe findet sich bei den Beratungsstellen der Kantone und bei Angeboten der Suchtprävention; der Zugang beginnt bei der eigenen Limite und bei der Sperre, nicht bei einer guten Absicht.

Häufig gestellte Fragen

Wann fanden die Championships 2026 statt, und worauf wird dort gespielt?

Das Turnier 2026 wurde im Juli in London auf Rasen ausgetragen. Wimbledon ist das einzige Grand-Slam-Turnier auf Rasen, wird vom All England Lawn Tennis and Croquet Club ausgetragen und dauert jährlich zwei Wochen ab Ende Juni. Die nächste Austragung folgt 2027.

Wer darf in der Schweiz überhaupt Wetten auf Tennis anbieten?

Nur zwei Veranstalter: Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport. Ihre Bewilligungen gelten nur in der Schweiz. Eine ausländische Bewilligung hat hier keine Geltung. Die Gespa-Liste zieht zusätzlich die Grenze des erlaubten Angebots — Tennis in dem Ausschnitt, den sie aufführt.

Wie unterscheiden sich Herren- und Damenturnier bei der Satzzahl?

Die Herren spielen über drei Gewinnsätze, die Damen über zwei. Bei 6:6 folgt ein Tiebreak bis 7; im Entscheidungssatz seit März 2022 ein Match-Tiebreak bis 10 mit zwei Punkten Vorsprung. Kürzere Distanz heisst höhere Schwankung: Ein einzelner Satzverlust kostet im Damenturnier mehr.

Wie wird die Auszahlung berechnet, und was verdient der Veranstalter daran?

Der Gewinnbetrag ist Einsatz mal Quote, bei Kombinationen mal dem Produkt der Einzelquoten; das Ergebnis wird auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf fünf Rappen abgerundet. Die Marge steckt im Quotenschlüssel: Bei einem Markt mit 1.90 auf beiden Seiten bleiben rund 95 % der Einsätze im Markt, die Marge liegt also bei etwa 5 %.

Was gilt bei Livewetten, und wie schnell ändern sich die Quoten?

Livewetten sind bei einem Schweizer Veranstalter zulässig, und die Wette gilt unabhängig davon, ob das Ereignis übertragen wird. Quoten bewegen sich mit dem Spielverlauf, teils nach jedem Punkt. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Ausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00.

Wie wirken sich Verlustlimiten und Spielsperre auf die Turnierwochen aus?

Die Limiten für 1, 7 und 30 Tage werden vor der ersten Teilnahme gesetzt; eine Senkung greift sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Eine Spielsperre blockiert den Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage; eine unbefristete Sperre steht in einem schweizweiten Register und gilt auch für Casinos.

Inhalt erstellt vom Team «handywettench»