Asiatische Wetten verstehen: Linien, geteilte Einsätze und was davon in der Schweiz erlaubt ist

Updated Oktober 2026
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Ein Fussball und ein Massband liegen auf kurz geschnittenem Rasen neben einer Kreidelinie, Morgenlicht von der Seite.

Stand: Oktober 29, 2026 — geprüft gegen die Bewilligungen und die Aufsichtsliste der Gespa, die interkantonale Geldspielaufsicht in Bern.

Der Gewinnbetrag einer Sporttip-Wette ergibt sich aus Einsatz mal Quote und wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf 5 Rappen genau abgerundet.

Zwischen einer Wette auf ein halbes Tor und einer Wette auf ein Vierteltor liegt der ganze Unterschied dieser Wettart — und die meisten Erklärungen im Netz gehen darüber hinweg, als wäre es eine Feinheit. Es ist keine. Bei einer Viertellinie wird der Einsatz geteilt, und die zwei Hälften können am selben Spielende zwei verschiedene Ergebnisse haben: die eine gewonnen, die andere zurückgezahlt. Wer das nicht weiss, hält die Gutschrift für einen Irrtum.

Asiatische Wetten sind im Kern Wetten auf Tore und Handicaps, bei denen die Linie nicht nur in halben Schritten gesetzt wird, sondern auch in ganzen und in Viertelschritten. Die ganze Linie kennt keine Rückzahlung: gewonnen oder verloren. Die Viertellinie teilt. Und genau diese Teilung macht die Sache für einen Einsteiger schwerer, als sie ist.

In der Schweiz stösst die Erklärung ausserdem an eine Grenze, die keine Auslegung wegdiskutieren kann: Sportwetten dürfen hier nur zwei Veranstalterinnen anbieten, und was sie anbieten dürfen, steht auf einer geschlossenen Liste der Aufsicht. Asiatische Linien sind also nicht einfach eine Option, die ein Schweizer Wettender irgendwo anklickt. Es gibt zwei Orte dafür, und daneben eine ganze Reihe von Adressen ohne Schweizer Bewilligung.

Grundlagen: Was asiatische Wetten sind und was sich hinter AHC verbirgt

Der Begriff «asian handicap» kommt aus einem Markt, in dem Buchmacher lange keine Unentschieden-Wetten kannten und die Ausgeglichenheit eines Spiels deshalb über eine Vorgabe herstellten. Statt drei Ausgänge anzubieten, gibt der eine Seite Tore und nimmt sie der anderen. Aus drei Ergebnismöglichkeiten werden zwei.

Ein Kajak liegt am Ufer eines Bergsees, daneben ein Paddel, das Wasser ist glatt und der Himmel klar.
Bei Sporttip-Livewetten zählen Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, mit Quote 1.00.

Ein Beispiel, wie es sich liest: Heisst es «Team A −0.5», muss A gewinnen, damit die Wette aufgeht. Heisst es «Team A +0.5», reicht ein Unentschieden. Die Vorgabe ersetzt das X, sie ersetzt nicht die Einschätzung. Wer diese Logik einmal durchschaut, erkennt sie in jedem Wettprogramm sofort.

«AHC» ist die Kurzform, die in Wettprogrammen und Filtern auftaucht. Sie bezeichnet dieselbe Sache und meint nicht eine zweite Wettart. Der Schweizer Markt schreibt die Bewegungen nicht aus, sondern hält sie über die Quote aus: Eine Vorgabe, die niemand annimmt, würde der Veranstalter über die Quote nachziehen, nicht über die Linie. Die Linie ist die Information, die Quote der Preis.

Und dann ist da noch die Viertellinie, die als asiatische Linie im engeren Sinn gilt: −0.25, −0.75, +1.25, +1.75. Sie ist keine eigene Linie, sondern ein Mittel aus zwei benachbarten. −0.25 liest sich als halbe Wette auf 0 und halbe auf −0.5. Das ist die Stelle, an der die Stückelung des Einsatzes ins Spiel kommt und die meisten Erklärungen enden, obwohl sie hier erst anfangen müssten.

Welche Varianten es gibt: Handicap, Gesamttore, Viertel- und Halbtore

Zwei Linien teilen die asiatische Familie, und sie werden ständig durcheinandergebracht. Die Handicap-Linie verschiebt den Abstand zwischen zwei Teams. Die Tore-Linie verschiebt die Gesamtzahl der Tore. Bei der einen ist die Frage, wer weiter vorn liegt; bei der anderen, wie viele Treffer überhaupt fallen.

Handicap-Linien und wer welche Linie nimmt

Die klassische asiatische Handicap-Wette arbeitet in drei Abstufungen, und jede tut etwas anderes mit dem Geld.

Bei einer ganzen Linie — −1, +1, −2 — gibt es keinen Zwischenzustand. Gewinnt Team A mit genau einem Tor Vorsprung bei −1, ist die Wette unentschieden, und der Einsatz kommt zurück. Diese Rückzahlung ist der Grund, aus dem die Quote bei ganzen Linien höher steht als bei derselben Vorgabe in halber Stufe.

Bei einer halben Linie — −0.5, +0.5, −1.5 — ist ein genaues Ergebnis schlicht nicht möglich. Die Wette kennt nur zwei Ausgänge. Dafür zahlen halbe Linien in der Regel etwas schlechter, weil die Rückzahlungswahrscheinlichkeit wegfällt, die den Veranstalter etwas kostet.

Und bei einer Viertellinie — −0.25, −0.75 — passiert beides gleichzeitig, auf zwei Hälften verteilt. −0.75 heisst: die eine Hälfte läuft auf −0.5, die andere auf −1. Gewinnt Team A mit einem Tor, ist die erste Hälfte gewonnen und die zweite zurückgezahlt. Wer das nicht weiss, sieht auf dem Konto eine halbe Gutschrift und hält sie für einen Buchungsfehler.

Wer sich zum ersten Mal mit asiatischen Linien beschäftigt, fährt mit halben Linien am einfachsten, weil es neben Gewinn und Verlust nichts zu erklären gibt. Wer eine Einschätzung hat, die genau neben der halben Linie liegt — «knapper Sieg, aber nicht mehr» — für den ist die Viertellinie das Werkzeug, weil sie beim fast-passenden Ergebnis nicht den ganzen Einsatz kostet.

Über-Unter in halben und ganzen Torstufen

Auf der Tore-Seite passiert dasselbe mit einer anderen Bezugsgrösse. Statt «2.5 Tore» liest sich eine asiatische Über-Unter-Wette auch als «2.25» oder «2.75».

Bei Über 2.25 gilt für die erste Hälfte des Einsatzes die Linie 2 und für die zweite die Linie 2.5. Fallen genau zwei Tore, ist die Erste zurückgezahlt und die Zweite verloren. Fallen drei oder mehr, gewinnen beide. Fallen null oder eins, verlieren beide. Bei Über 2.75 liegt die Teilung auf 2.5 und 3: genau drei Tore heissen halb gewonnen, halb zurückgezahlt.

Der Reiz liegt in der Zone, in der ein Spiel am häufigsten endet. Ein 2:1 ist das Ergebnis, das gefühlt in jedem zweiten Fussballspiel steht, und die Linien 2, 2.25 und 2.5 liegen alle drei darum herum. Wer auf Über 2.5 setzt, zahlt für das 2:1 den ganzen Einsatz. Wer auf Über 2.25 setzt, verliert beim 2:1 die Hälfte. Wer auf Über 2 setzt, bekommt beim 2:1 sein Geld zurück.

Diese Staffelung ist kein Geschenk, sondern eine Auswahl mit Preisunterschied: Die Quote sinkt mit der freundlicheren Linie. Für einen Spieler mit kleinem Konto kann die tiefere Linie trotzdem die bessere Wahl sein — nicht weil sie gewinnt, sondern weil sie im häufigsten Fall weniger kostet.

Variante Linie Ergebnis bei genau zwei Toren Charakter
Über 2 ganze Linie Einsatz zurück kein Ausgang, Rückzahlung
Über 2.25 Viertellinie halb gewonnen, halb zurück geteilter Einsatz
Über 2.5 halbe Linie verloren klarer Verlust, meist höhere Quote
Unter 2.25 Viertellinie halb gewonnen, halb zurück Spiegelbild, gleiche Teilung

Was westliche Über-Unter von dieser Familie trennt

Die klassische Über-Unter-Wette stammt aus dem angelsächsischen und europäischen Wettmarkt und kennt seit Jahrzehnten zwei Ausgänge bei einer glatten Torschwelle, typischerweise 2.5. Bei ihr gibt es keine Rückzahlung und keine Viertelteilung, weil die Schwellen absichtlich so gesetzt sind, dass ein genaues Ergebnis nicht vorkommt.

Der Unterschied liegt also nicht im Ziel, sondern im Werkzeug. Die westliche Linie sagt «mehr oder weniger als 2.5 Tore». Die asiatische Linie sagt «mehr oder weniger als 2, und wenn es genau 2 sind, reden wir über die Hälfte deines Einsatzes». Das ist der ganze Trick: asiatische Linien verschieben die Torschwelle nicht, sie verschieben, wie weh das Treffen der Schwelle tut.

Wer die beiden durcheinanderbringt, trifft falsche Vorentscheidungen. Eine Über-2.5-Wette ist nicht «dasselbe wie Über 2, nur billiger», sondern eine Wette mit einem klareren Risikoprofil und einer anderen Note.

So funktioniert die Auswertung: addieren, vergleichen, abrechnen

Die Rechnung selbst ist simpel, sobald man weiss, in welcher Reihenfolge sie läuft. Die Linie oder die Torschwelle wird auf den Endstand addiert. Das Ergebnis dieser Addition entscheidet, was mit dem Einsatz passiert. Es geht nicht darum, wie das Spiel ausging, sondern darum, welches Ergebnis in dieser Rechnung steht.

Ein durchgerechnetes Beispiel mit einer Viertellinie

Nehmen wir eine Viertellinie mit einem Einsatz von CHF 100, aufgeteilt also in zwei Hälften von CHF 50. Wir nehmen an, die Wette lautet −0.75 auf die Heimmannschaft.

Erster Fall: Die Heimmannschaft gewinnt mit zwei Toren Vorsprung. Beide Hälften laufen auf gewonnen. Beide Hälften werden mit der Quote bepahlt. Der ganze Einsatz trägt.

Zweiter Fall: Sie gewinnt mit genau einem Tor. Die Hälfte auf −0.5 hat gewonnen, die Hälfte auf −1 ist zurückgezahlt. Damit steht eine volle Hälfte Gewinn und eine volle Hälfte Einsatzrückzahlung, und der Nettogewinn beträgt die Hälfte dessen, was der ganze Einsatz gebracht hätte. Nichts an dieser Gutschrift ist ein Fehler.

Dritter Fall: Unentschieden oder Niederlage. Beide Hälften sind verloren, die −0.5-Seite direkt und die −1-Seite ebenfalls, weil aus einem Unentschieden mit einer Vorgabe von einem Tor ein rechnerisches Minus wird. Der ganze Einsatz ist weg.

Bemerkenswert ist die Schieflage im zweiten Fall: Der Leser gewinnt dort die Hälfte dessen, was dieselbe Wette ohne Teilung gebracht hätte, und verliert im dritten Fall den ganzen Einsatz. Die Viertellinie belohnt also nicht das knappe Ergebnis, sie dämpft nur die Strafe dafür. Genau das ist ihr Zweck.

Warum der Endstand erst nach Nachspielzeit feststeht

Diese Frage ist bei jeder sportlichen Wette heikel und bei asiatischen Linien besonders, weil ein einziges Tor den ganzen Ausgang bewegt. Wer ein Tor wettet, wettet auf die Summe der Treffer über die volle Spielzeit.

Als reguläre Spielzeit gilt die reguläre Spieldauer plus Nachspielzeit. Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur mit, wenn das Wettprogramm ausdrücklich darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Eine Linie von −0.5, die auf ein Unentschieden in der regulären Zeit herausläuft, wird von einem Treffer in der 119. Minute nicht gerettet.

Wer asiatische Linien auf K.o.-Spiele setzt, muss diese Abgrenzung kennen. Das ist die Stelle, an der erfahrene Wettende regelmässig Geld verlieren, weil sie in Gedanken schon im Elfmeterschiessen sind. Wie der Spielstand bei Live-Wetten mit Handicap gewertet wird, wird im Abschnitt «Der Spielstand bei Live-Linien» erläutert.

Der Spielstand bei Live-Linien

Live verschiebt sich alles, und der Linienmechanismus bleibt der einzige Anker. Die Linie wird während des Spiels an das laufende Ergebnis angepasst, sodass ein 1:0 oft zu einer Linie von −1.5 auf den Führenden führt. In dieser Anpassung liegt die eigentliche Information der Live-Wette.

Ein technischer Punkt gehört dazu und er wird ständig übersehen: Bei Live-Wetten zählt der Massstab, den das Wettprogramm zur Verfügung stellt, und die Wette gilt unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird. Wer auf einen Stream wartet, bevor er setzt, hat vielleicht schon zu spät gesetzt.

Vergleich der zugelassenen Schweizer Veranstalter

In der Schweiz gibt es keinen Vergleich, wie ihn ein Leser aus dem Ausland kennt. Es gibt zwei zugelassene Veranstalter, jeder mit eigenem Gebiet, und daneben eine Reihe von Anbietern ohne Bewilligung. Was beide anbieten dürfen, bestimmt nicht die Nachfrage nach asiatischen Linien, sondern die Liste der Aufsicht.

Anbieter Schweizer Bewilligung Veranstalter oder gemeldete Bewilligung
Swisslos Sporttip Veranstalter- und Spielbewilligung, Aufsicht Gespa SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel
Loterie Romande Jouez Sport Veranstalter- und Spielbewilligung, Aufsicht Gespa Loterie Romande, Société de la Loterie de la Suisse Romande
Boomerang Bet keine Schweizer Bewilligung keine gemeldete Bewilligung
X3Bet keine Schweizer Bewilligung laut Drittquellen Tobique (Kanada)
22Bet, BDMBet, IviBet, Bettilt, FortuneJack, Betclic keine Schweizer Bewilligung keine gemeldete Bewilligung

Die zwei Zeilen oben und die neun darunter sind nicht dieselbe Kategorie von Anbieter, und die Tabelle soll das nicht einebnen. Die zwei obersten stehen im Gesetz: Nur sie dürfen Sportwetten veranstalten, was sie anbieten dürfen, ist durch die Liste der Aufsicht auf Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten begrenzt, und ein Spielerkonto öffnet sich nur für Personen mit Wohnsitz im jeweiligen Vertragsgebiet. Die anderen neun bieten ohne Schweizer Bewilligung an, und eine ausländische Bewilligung ist in der Schweiz ohne Wirkung.

Was der Quotenschlüssel zweier Anbieter unterscheidet

Anbietervergleiche in diesem Bereich leben von einer Zahl, die fast nie ausgeschrieben wird, und die man trotzdem selbst rechnen kann. Nehmen wir als Beispiel einen Markt mit zwei Ausgängen und je der Quote 1.90 — eine erfundene Beispielquote, keine abgefragte Zahl.

Die Auszahlungsquote dieses Marktes ist 1 geteilt durch die Summe von 1/1.90 und 1/1.90. Der Schlüssel liegt damit im Bereich von etwa 95 Prozent; die Marge des Veranstalters, also der Anteil, den er von jedem gesetzten Franken einbehält, liegt entsprechend um 5 Prozent. Das ist eine Bandbreite, keine feste Grösse, denn je nach Sportart, Liga und Marktbreite verschiebt sie sich um ein bis zwei Punkte.

Auf einen Umsatz von CHF 2’000 über eine Wette gerechnet entspricht das ungefähr CHF 100, die der Veranstalter im Durchschnitt einbehält. Bei einem Anbieterschnitt von zwei Prozentpunkten weniger wären es rund CHF 60 gewesen — ein Unterschied von CHF 40 auf einem Betrag, der dem Leser wie ein Vielfaches seiner einzelnen Einsätze vorkommt.

Genau deshalb ist die Quote selbst bei solchen Beispielen marginal: Der Quotenschlüssel eines Marktes ist die einzige Zahl, die über jeden einzelnen Einsatz hinweg konstant wirkt, und die wenigsten Wettenden schauen je darauf. Wer zwischen zwei Anbietern mit denselben Linien wählt, wählt zwischen zwei Margen.

Der Quotenschlüssel selbst gerechnet

Die Marge eines Marktes steckt in ihren Quoten — nicht in einer Linie, nicht in einem Limit. Die Auszahlungsquote eines Marktes ist 1 geteilt durch die Summe aller Kehrwerte der Quoten. Die Differenz zu 100 Prozent ist die Marge des Veranstalters.

Bei zwei Ausgängen zu je 1.90 ergibt die Summe der Kehrwerte rund 1.0526, die Auszahlungsquote also etwa 95 Prozent und die Marge entsprechend rund 5 Prozent. Das ist ein Beispiel, keine abgefragte Zahl.

Diese Zahl ist die ehrlichste Kennzahl eines Marktes, weil sie nichts über den Ausgang vorgibt und nur das Verhältnis beschreibt. Eine asiatische Linie mit einem Quotenschlüssel von 94 Prozent kostet über hundert Wetten hinweg mehr als eine mit 97 Prozent, ohne dass der Wettende am Spieltag etwas davon merkt.

Festgehalten: Bei zwei Ausgängen zu je 1.90 bleibt vom Umsatz im Durchschnitt rund 95 Prozent beim Wettenden, und rund 5 Prozent behält der Veranstalter. Wer eine Viertellinie über mehrere Hälften spielt, bekommt dieselbe Marge zweimal zu spüren — nicht doppelt so hoch, aber auf zwei abgerechneten Positionen.

Wann die Schweizer Linien zulässig sind — und wann nicht

Diese Frage beantwortet nicht die Beliebtheit asiatischer Linien, sondern die Liste der Aufsicht. Die Gespa führt, welche Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten angeboten werden dürfen. Wer asiatische Wetten auf ein Ereignis setzen will, das dort nicht steht, findet sie bei einem Schweizer Veranstalter nicht.

Die praktische Konsequenz: Ein Schweizer Wettender gewinnt bei den beiden Veranstaltern Zugang zu einer geprüften Produktlinie und verliert die Breite. Es ist nicht so, dass ein breiteres Wettangebot automatisch ein besseres wäre; es ist eine andere Ware. Was die Liste der Aufsicht umfasst und was sie ausschliesst, steht in der folgenden Sektion zur Rechtslage im Detail.

Asiatische Wetten als Angebot: Einordnung für Schweizer Wettende

Asiatische Linien sind kein Schweizer Produkt, das hier gewachsen wäre, sondern ein Handelsformat, das sich weltweit verbreitet hat. In der Schweiz nehmen sie eine klarere Rolle ein als irgendwo sonst: Sie sind eines von mehreren Wettformaten innerhalb eines stark eingegrenzten Angebots.

Wo diese Wettart herkommt und wie sie hierherkam

Ihren Ursprung hat die asiatische Linie in einem Markt mit anderen Regeln und einer anderen Buchmacherkultur. Dort wurden Unentschieden gewettet, aber über zwei Ausgänge abgerechnet. Das Format hat sich von Asien aus über europäische Anbieter verbreitet und liegt heute in fast jedem Wettprogramm.

In der Schweiz ist die Einfuhr eine Einbahnstrasse: Die Wettarten sind in der Liste der Aufsicht geregelt, und kein Anbieter kann dort etwas hinzufügen, weil es auf einem internationalen Portal populär ist. Was dort steht, bestimmt die Aufsicht, und was nicht dort steht, fehlt — unabhängig davon, wie hoch die Nachfrage ist.

Asiatische Linien an Beispielen

Ein Tor-Vorsprung von einem halben Tor gegenüber einer Mannschaft, die im Mittelfeld der Liga steht, ist eine der häufigsten Linien überhaupt. Bei einem Vorsprung von einem ganzen Tor steht die Rückzahlung im Fokus, weil ein Ein-Tor-Sieg die Wette neutralisiert. Bei −1.25 teilt sich das ganze Tor auf zwei Linien. Drei Beispiele, ein Mechanismus.

Die Praxis am Wettprogramm: Wer die Linie −1.25 sieht und sie als «−1.25».

Festzuhalten: Eine Halblinie kennt zwei Ausgänge, eine ganze Linie drei — gewonnen, verloren, zurückgezahlt — und eine Viertellinie davon zwei gemischt, weil sie zwei Linien gleichzeitig ist.

Was asiatische Linien über eine Einschätzung sagen

Eine Linie ist das Ergebnis einer Rechnung, die der Veranstalter mit der öffentlichen Meinung über ein Spiel anstellt, und genau darin liegt ihr Wert für einen Leser. Wenn die stärkere Mannschaft bei −1.5 liegt, hat der Markt den Sieg eingeplant, aber nicht deutlich. Bei −0.25 ist die Sache eng, bei −1 steht die Rückzahlung im Weg.

Wer selbst eine Meinung zum Spiel hat, kann mit der asiatischen Linie ausdrücken, wie stark er diese Meinung gewichtet. Wer keine hat, sollte sich nicht auf die Rechnung des Veranstalters verlassen, denn die grosse Mehrheit der Wettenden liegt bei einer einzelnen Wette falsch. Selbst die Quote eines Marktes mit einem Auszahlungsschlüssel von 95 Prozent ist ein Beleg dafür, wie die Rechnung über die Zeit ausgeht — der eine Anbieter behält den Anteil, der beim anderen kleiner wäre.

Rechtslage: Wer in der Schweiz Sportwetten veranstalten darf

An dieser Stelle hilft keine Interpretation, sondern nur der Blick in das Gesetz. Online-Sportwetten sind in der Schweiz ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51, in Kraft seit 1. Januar 2019), und die Aufsicht liegt bei der Gespa in Bern, nicht bei der ESBK, die nur Casinos beaufsichtigt.

Ein Seeufer mit einem hölzernen Steg, Nebel liegt über dem Wasser, am anderen Ufer erheben sich Berge.
Swisslos hat ihren Sitz in Basel und veranstaltet Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 (IKV 2020).

Eine Bewilligung setzt eine Veranstalterbewilligung und eine Bewilligung pro Spiel voraus, und sie gilt nur in der Schweiz. Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter für Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt. Das sind Swisslos mit Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport; eine Auswahl unter mehreren Schweizer Buchmachern existiert nicht, weil es keine weiteren gibt. Die Gespa publiziert in diesem Bereich keine Liste weiterer Bewilligungen, sondern nur die Sperrliste blockierter ausländischer Domains.

Vertragsgebiete und die Grenze des Spielerkontos

Zulassung und Gebiet hängen zusammen. Swisslos führt Sporttip im Gebiet der Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie im Kanton Tessin und im Fürstentum Liechtenstein. Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura.

Wer im Swisslos-Vertragsgebiet wohnt, kann bei der Loterie Romande kein Online-Konto eröffnen, und umgekehrt. Ein Umzug innerhalb der Schweiz kann den Zugang zum Produkt wechseln. Ein Online-Konto setzt ausserdem Wohnsitz in der Schweiz voraus und in der Praxis im Gebiet der Veranstalterin. Zur Registrierung braucht es mindestens 18 Jahre, einen Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet, keine bestehende Spielsperre und eine Identität, die gegen Adressdatenbanken geprüft wird.

Diese Grenze ist keine Formalität. Sie ist der Grund, aus dem ein Schweizer Wettender bei einem ausländischen Anbieter landet, und sie ist gleichzeitig der Verlust, der dabei anfällt: keine Verbindung zum Schweizer Sperrregister, kein Schweizer Rechtsschutz.

Was auf der Liste der Wettarten steht

Der erlaubte Inhalt ist eine geschlossene Liste: die Liste der Aufsicht mit den zugelassenen Sportarten, Wettbewerben und Wettarten, in der Fassung vom 10. September 2026. Qualifikationsrunden zählen nur, wenn sie dort stehen, Frauenwettbewerbe ebenfalls, Ranglistenwetten nur, wenn die Rangliste die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb oder das Podest entscheidet. Trainingläufe sind nie dabei, und die Liste führt keine Eckball- oder Kartenmärkte und keine Esports-Sektion.

Veranstaltungen, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen, sind ausgeschlossen. Live-Wetten sind erlaubt, vor dem Spiel und während des Spiels, soweit der Veranstalter eine entsprechende Entscheidung hat; das Gesetz kennt keine statutarische Beschränkung auf bestimmte Live-Märkte. Die Liste der Aufsicht ist damit der Massstab, ob eine asiatische Line auf ein bestimmtes Ereignis bei einem Schweizer Veranstalter überhaupt möglich ist.

Was Steuern und Auszahlungswege vorsehen

Diese Sektion bleibt nüchtern, weil falsche Erwartungen hier direkt Geld kosten. Ein Schweizer Wettender gewinnt bei einem zugelassenen Veranstalter bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn steuerfrei, der Bundesschwelle CHF 1’071’000 ab 1. Januar 2026 (CHF 1’070’400 im Jahr 2025). Die kantonale Schwelle weicht davon ab, also je nach Kanton. Darüber hinaus behält der Veranstalter 35 Prozent Verrechnungssteuer ein, die über die Steuererklärung zurückgeholt wird.

Der typische Wettende liegt weit unter diesem Betrag: kein Steuerfreibetrag-Thema, aber auch kein Grund zur Sorglosigkeit bei einem Gewinn über eine Linie mit einem grossen Einsatz. Eine Schweizer Wettsteuer auf den Einsatz gibt es nicht, und wer eine kennt, hat sie von anderswo mitgebracht. Bei Fragen ist eine Steuerberatung oder die kantonale Steuerverwaltung zuständig.

Bei den Auszahlungswegen ist die Regel strenger als der Markt erwartet: Gewinne und Guthaben werden nur auf ein Zahlungskonto lauten auf den Namen des Kontoinhabers ausbezahlt, und eine Kreditgewährung an Spielende gibt es nicht. Anonyme oder Krypto-Auszahlungen existieren im bewilligten Schweizer Wettangebot nicht. Welche Zahlungsarten ein Anbieter führt, ist dessen eigene Sache und steht in seinen Bedingungen.

Verantwortungsvoll wetten: Limiten, Sperren und der geteilte Einsatz

Asiatische Linien haben eine Eigenschaft, die sich mit Verlustlimiten schlecht verträgt, und sie ist die wichtigste Aussage dieser Sektion: Der Einsatz lässt sich teilen, die Limite nicht. Wer eine Viertellinie spielt, hat einen Einsatz gebucht, auch wenn er sich rechnerisch auf zwei Hälften verteilt.

Warum die Viertellinie zum Kostenfaktor wird

Eine Limite von CHF 20 pro Wette klingt nach einer Bremse. Bei einer Viertellinie mit einem Einsatz von CHF 100 liegt man darüber, und wer den Einsatz in Gedanken in zwei Hälften von CHF 50 zerlegt, hat die Limite zweimal umgangen statt einmal eingehalten. Genau dieses Zerlegen ist bei asiatischen Linien verführerisch, weil es ins Bild der Wette passt.

Bei einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung fehlen zusätzlich die Instrumente, die einer Limite erst Bedeutung geben. Es gibt dort keine Verbindung zum Schweizer Sperrregister, kein Verlustlimit nach Schweizer Vorgaben und keine Aufsichtsinstanz, an die man sich wenden könnte.

Verlustlimiten und der Unterschied zwischen Senken und Erhöhen

Die Limiten setzt in der Schweiz der Spielende, nicht der Staat. Die Veranstalterin muss einen oder mehrere Höchstwerte für tägliche, wöchentliche oder monatliche Einsätze oder Verluste verlangen. Eine Senkung wirkt sofort, eine Erhöhung erst nach 24 Stunden — Swisslos und Loterie Romande setzen in ihren eigenen Bedingungen 72 Stunden an.

Wer also in einer Verlustphase die Limite erhöhen will, stösst auf eine Wartezeit. Das ist die Absicht. Wer diese Wartezeit nutzt, um über die Linienwahl nachzudenken, hat schon gewonnen, was diese Regeln hergeben.

Spielsperren und das Register

Wer sich sperren lassen will, kann das produktbezogen für 1 bis 180 Tage tun, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein.

Für einen Spielenden, der sein Konto gesperrt hat, ist das relevant: Der Anbieterwechsel in der Schweiz führt nicht an der Sperre vorbei, weil die beiden Veranstalter und die Casinos dasselbe Register nutzen. Ein Anbieter ausserhalb des Schweizer Systems führt an der Sperre dagegen vorbei, und das ist in einer Sperrphase die schlechteste Eigenschaft eines Portals.

Wo Betroffene Hilfe finden

Wer den Verdacht hat, dass das Spielen keine freie Entscheidung mehr ist, findet in der Schweiz Beratungs- und Behandlungsstellen für Spielsucht, und die Organisationen der Veranstalter sowie die interkantonale Aufsicht verweisen darauf. Die Gespa führt Informationsangebote zum Spielerschutz. Schweizweit existiert zudem eine Beratungstelefonie für Personen mit einer Suchtproblematik und für deren Umfeld.

Ein Konto lässt sich pausieren, eine Limite lässt sich senken und eine bestehende Sperre lässt sich nicht umgehen. Diese drei Werkzeuge stehen jedem Leser zur Verfügung, unabhängig davon, welche Wettart er spielt.

Die Veranstalter und ihre Angebote im Vergleich

Zehn Namen stehen hier in einer Reihenfolge, die inhaltlich begründet ist: zuerst die zwei Schweizer Veranstalter, dann Anbieter ohne Schweizer Bewilligung, die ein Schweizer Leser im Alltag trotzdem sieht. Werbung für nicht in der Schweiz zugelassene Geldspiele ist strafbar, deshalb beschreiben und bewerten diese Abschnitte die Angebote, und sie empfehlen keines.

Swisslos Sporttip: die prüfbaren Regeln eines staatlich getragenen Angebots

Sporttip stammt von der SWISSLOS Interkantonalen Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel und veranstaltet Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 (IKV 2020). Die Sportwetten laufen unter dem Namen Sporttip.

Beim Einsatz lohnt die Genauigkeit. Der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten liegt bei CHF 1, der Höchsteinsatz bei CHF 1’000 für eine Einzel- oder Kombinationswette und bei CHF 10’000 für eine Systemwette. Die Limiten kann Swisslos jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern; eine Wette über der Limite wird nicht angenommen.

Der Gewinnbetrag ergibt sich aus Einsatz mal Quote — bei Kombinationen die Gesamtquote, also das Produkt der Einzelquoten — und wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Diese doppelte Rundung ist keine Kleinigkeit für einen Spieler, der asiatische Viertellinien exakt abrechnen will: Das Ergebnis nach der Linienteilung wird nach derselben Regel gerundet.

Der Kombiboost gilt nur online, für Prematch-, Live- und Systemwetten, und verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50. Der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 Prozent bei vier, 20 Prozent bei sieben, 40 Prozent bei zehn und 100 Prozent bei fünfzehn solchen Voraussagen, wobei Einsatz und Gewinnerhöhung limitiert sind. Ein Leser, der seine asiatischen Linien in eine Kombi packt, muss die Quote jeder einzelnen Voraussage über 1.50 halten, sonst zählt sie für den Boost gar nicht — und genau das gelingt mit einer Viertellinien-Auswahl nicht immer, weil die Teilung die effektive Quote drückt.

Quotenboosts gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage, Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz; beide sind pro Wettenden nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert, und bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Cash-Out gibt es für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung; ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und eine Garantie für jeden Markt besteht nicht. Der Cash-Out-Betrag liegt tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann jederzeit geändert werden.

Zum Schutz: Vor der ersten Teilnahme müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen, mit einer Oberlimite von CHF 9’999 und CHF 1’000 für Personen unter 21 Jahren; eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden, und zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich. Der Zugang lässt sich produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, und eine unbefristete Spielsperre wird im schweizweiten Register eingetragen. Spielguthaben lassen sich per Online-Zahlungsmöglichkeit oder Einzahlungsschein kaufen, mit einem Mindestbetrag von CHF 20, höchstens CHF 10’000 in 30 Tagen und nur solange das Wallet-Guthaben CHF 9’999 nicht übersteigt. Auszahlungen: zweimal pro 365 Tage gratis auf ein Konto auf den eigenen Namen, ab der dritten Auszahlung kann eine Kommission von 3 Prozent anfallen, die Überweisung dauert 5 bis 10 Arbeitstage, und Gratisspielguthaben aus Promotionen ist nicht auszahlbar. Gewinne bis CHF 1’000 pro Spielbestätigungsquittung werden automatisch dem Wallet gutgeschrieben, höhere Beträge innert 3 Arbeitstagen auf ein Konto in der Schweiz oder Liechtenstein überwiesen, sofern die Zahlungsverbindung bekannt ist.

Das Urteil dieser Seite über Sporttip dreht sich um die doppelte Rundung und den Boost-Mechanismus. Die Rundung auf 5 Rappen trifft bei asiatischen Linien genau die Stelle, an der die Teilung entsteht, und der Kombiboost belohnt nur Quoten ab 1.50, was eine Viertellinie nach der Teilung schwer erreichbar macht. Wer asiatische Linien einzeln und in ruhigen Stufen spielt, findet hier das transparenteste Regelwerk des Schweizer Marktes. Wer den Boost mit asiatischen Linien kombinieren will, muss rechnen, ob die Linie die 1.50 überhaupt trägt.

Loterie Romande Jouez Sport: das Westschweizer Pendant mit klaren Obergrenzen

Jouez Sport kommt von der Loterie Romande, die für die sechs Westschweizer Kantone veranstaltet und als Kontaktadresse die Avenue de Provence 14 in 1001 Lausanne nennt. Sie zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende.

Die Einsatzstufen sind niedriger angesetzt als im Rest des Schweizer Angebots: Der Mindesteinsatz online beträgt CHF 2, in Verkaufsstellen CHF 3 und für Multiples CHF 2, der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten liegt bei CHF 500. Ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten. Für einen Spieler mit kleinem Budget ist diese Untergrenze von CHF 2 ein Vorteil gegenüber dem Mindestbetrag von CHF 1 bei Swisslos nur dann, wenn er kleine Wetten streut — der Höchsteinsatz von CHF 500 deckelt dagegen aggressivere Einsätze früher.

Der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette liegt bei CHF 300’000, für alle Gewinne eines Multiples zusammen bei CHF 1’000’000. Eine Kombiwette umfasst 2 bis 10 Voraussagen, und die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombi muss mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen. Das ist für asiatische Linien relevant, weil eine Viertellinie nach der Teilung zu einer tieferen effektiven Quote führt als dieselbe Linie in halber Stufe.

Wettscheine mit einem Gewinn oder einer Einsatz-Rückerstattung bis CHF 200 lassen sich in jeder Jouez-Sport-Verkaufsstelle einlösen; bei genügend Bargeld darf eine Verkaufsstelle bis höchstens CHF 2’000 auszahlen. Für einen Spieler, der asiatische Linien mit kleinen Einsätzen spielt, ist dieser Bargeldweg über die Verkaufsstelle eine praktische Eigenheit des Westschweizer Vertriebs.

Hier richtet sich das Urteil an den Spieler mit kleinen Einsätzen. Die Quote-Untergrenze von 1.10 für jede Kombi schliesst eine schlecht gerechnete Linie aus, und der Höchsteinsatz von CHF 500 verhindert genau die Aufstockung, die einer Verlustphase folgt. Wer seine asiatischen Linien klein und kontrolliert spielt, findet hier eine engere Kultur als das Gesetz verlangt. Der Preis dafür ist die Gebietsgrenze: nur in den sechs Westschweizer Kantonen.

Boomerang Bet: ohne Schweizer Bewilligung, mit den Folgen dieses Status

Boomerang Bet verfügt über keine Schweizer Bewilligung. Da eine ausländische Konzession in der Schweiz keine Gültigkeit besitzt, existiert weder eine Verbindung zum Schweizer Sperrregister noch ein inländischer Rechtsschutz; zudem unterliegen die Domains der Gespa-Sperrliste und damit der DNS-Blockierung durch Schweizer Internetanbieter.

Ausländische Gewinne fallen steuerlich unter kantonale Praxis, und mindestens ein Kanton behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen als vollständig steuerbares Einkommen, unabhängig von der Höhe. Dass eine Website ein breites Wettprogramm zeigt, ändert an der Bewilligungslage nichts.

Das Urteil über Boomerang Bet ist damit eine Frage der Fehlertoleranz. Wer sich bei einem Schweizer Veranstalter keine Auszahlung erklären kann, hat eine Adresse, an die er sich wenden kann. Bei diesem Anbieter gibt es sie nicht, und die Steuerfrage hängt am Kanton statt an der eigenen Steuererklärung. Für einen Leser, der asiatische Linien nur ausprobieren will, ist ein blockierbarer Domainnamen das dünnste Fundament einer Wette.

BDMBet: ohne Schweizer Bewilligung und ohne Schweizer Sperrregister

BDMBet operiert ebenfalls ohne Schweizer Bewilligung. In der Schweiz entfaltet eine ausländische Zulassung keine Wirkung, weshalb das Angebot weder an das Schweizer Sperrregister angeschlossen ist noch einen Rechtsschutz bietet. Die Domains können durch die Gespa auf die Sperrliste gesetzt werden, was eine DNS-Blockierung durch hiesige Telekommunikationsanbieter zur Folge hat.

Für die Steuer gilt dasselbe wie bei jedem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung: Ausländische Gewinne fallen unter kantonale Praxis. Ein Schweizer Wettender, der dort asiatische Linien spielt, tut das ausserhalb des Schweizer Rahmens.

Das Urteil über BDMBet betrifft die Sperrbarkeit. Der Anbieter kann jederzeit von einem Tag auf den anderen unerreichbar werden, ohne dass ein Schweizer Gericht und ohne dass die Aufsicht dabei eine Rolle spielten. Wer über ein asiatisches Handicap eine Wette platziert hat, die noch offen ist, sitzt in diesem Moment ohne Ansprechstelle.

22Bet: Reichweite ohne Schweizer Rechtsschutz

Auch 22Bet besitzt keine Schweizer Bewilligung. Da eine ausländische Lizenz in der Schweiz rechtlich nicht greift, fehlt es an einer Anbindung an das Sperrregister sowie an einem inländischen Rechtsschutz. Zudem können die Domains auf die Sperrliste der Gespa gelangen und somit durch Schweizer Anbieter per DNS gesperrt werden.

Die Bekanntheit eines solchen Portals ist kein Ersatz für eine Bewilligung. Sie erklärt, warum ein Schweizer Wettender es überhaupt findet, nicht warum er dort besser aufgehoben wäre.

Das Urteil über 22Bet fragt nach der Rolle, die so ein Portal für einen Schweizer Leser spielt. Als Ort für eine Schweizer Wette ist es nicht geeignet, weil die Bewilligung fehlt. Als Quelle dafür, wie asiatische Linien aussehen und wie breit sie im Ausland geführt werden, ist es brauchbar — aber wer sich aus einem fremden Markt eine Linie abschaut, sollte wissen, dass keine Schweizer Stelle dabei mitspielt.

X3Bet: die Bewilligung eines Dritten, ohne Wirkung in der Schweiz

X3Bet hat keine Schweizer Bewilligung. Laut Drittquellen wird eine Bewilligung aus Tobique in Kanada gemeldet, die in der Schweiz keine Wirkung entfaltet.

Die gemeldete Bewilligung aus Kanada ist die einzige Besonderheit dieses Anbieters, und sie hat für einen Schweizer Wettenden keinen praktischen Wert. Wo keine Schweizer Bewilligung steht, greift kein Schweizer Verfahrensweg.

Das Urteil über X3Bet betrifft den Wert einer gemeldeten ausländischen Bewilligung. Sie klingt nach Ordnung und bedeutet für einen Leser in der Schweiz nichts, weil die Behörde, die sie erteilt hat, hier keine Zuständigkeit besitzt. Wer asiatische Linien spielt, sollte die Aufsicht kennen, die im Streitfall entscheidet — und das ist hier keine.

IviBet: ohne Schweizer Bewilligung und ohne Aufsicht

IviBet hat keine Schweizer Bewilligung.

Für einen Wettenden, der asiatische Linien über eine ganze Saison spielt, ist die Frage nach der Aufsicht keine Formalie. Sie entscheidet darüber, ob eine Auszahlung einklagbar ist.

Das Urteil über IviBet rückt die Limitenfrage in den Vordergrund. Ohne Schweizer Bewilligung gibt es keine Pflicht zu Verlustlimiten nach Schweizer Vorgaben und keine Verbindung zum Schweizer Sperrregister. Wer dort spielt, verzichtet auf das Instrument, das ihn im Fall eines Kontrollverlusts bremsen würde.

Bettilt: ohne Schweizer Bewilligung, mit den gleichen Risiken

Bettilt verfügt ebenfalls über keine Schweizer Bewilligung, wodurch der in der Schweiz geltende Rechtsschutz und die Anbindung an das Sperrregister entfallen. Eine ausländische Lizenz ist hier rechtlich wirkungslos.

Wer dort asiatische Linien spielt, tut das ohne die Aufsicht, die im Schweizer Markt die Wettarten prüft und die Auszahlungspraxis kennt.

Das Urteil über Bettilt handelt von der Blockierbarkeit. Die Sperrliste wird laufend aktualisiert, und blockierte Domains werden innert Stunden ersetzt. Für einen Spieler, der sein Guthaben auf einer solchen Plattform liegen lässt, ist das ein Risiko, das nichts mit der Sportart zu tun hat.

FortuneJack: ohne Schweizer Bewilligung ausserhalb des Schweizer Rahmens

FortuneJack operiert ohne Schweizer Bewilligung, womit keine inländische Rechtssicherheit gegeben ist und auch keine Verbindung zum Schweizer Sperrregister besteht. Eine ausländische Lizenz entfaltet hier keine rechtliche Wirkung; die Domains können zudem auf die Gespa-Sperrliste gelangen.

Die Steuerfolge ist die kantonale Praxis, die bei ausländischen Grossspielen greift. Ein Schweizer Leser sollte vorher wissen, welcher Kanton für ihn zuständig ist.

Das Urteil über FortuneJack betrifft das Angebotsprofil. Ein Portal, das ein breites Spektrum ausserhalb des Schweizer Rahmens führt, ist für einen Spieler interessant, der einen Vergleich ausserhalb der zwei Schweizer Veranstalter sucht. Es ist kein Ort für jemanden, der eine Schweizer Anlaufstelle braucht, wenn ein Gewinn nicht ankommt.

Betclic: ohne Schweizer Bewilligung und ohne Schweizer Ansprechstelle

Betclic arbeitet ohne Schweizer Bewilligung. Da eine ausländische Zulassung in der Schweiz wirkungslos bleibt, bietet das Portal keinen inländischen Rechtsschutz und ist nicht mit dem Schweizer Sperrregister verknüpft. Die Domains können auf die Gespa-Sperrliste gesetzt und damit per DNS durch Schweizer Telekommunikationsanbieter blockiert werden.

Mit der Einstufung als «ohne Schweizer Bewilligung» ist das Angebot für einen Schweizer Wettenden nicht geprüft. Wer asiatische Linien dort spielt, verlässt den Schweizer Rahmen und die Steuerfrage wandert zum Kanton.

Das Urteil über Betclic ist eines über die Bekanntheit. Ein Name, den viele Leser aus dem europäischen Markt kennen, ist in der Schweiz kein Zeichen von Zulassung. Die Werbung für nicht zugelassene Geldspiele ist nach dem Geldspielgesetz strafbar, und deshalb steht ein solcher Name in einer Liste von zehn — mit dem Vermerk, nicht mit einer Aufforderung.

Was beim Ausprobieren asiatischer Linien in der Praxis passiert

Wer eine Schweizer Wette auf ein asiatisches Handicap platziert, durchläuft immer dieselbe Reihenfolge. Das Konto muss im richtigen Vertragsgebiet liegen und die Identität verifiziert sein. Vor der ersten Teilnahme stehen die Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage. Danach wählt man die Sportart, das Spiel, die Linie und den Einsatz, wobei der Mindesteinsatz zu beachten ist.

Bei einer Viertellinie taucht dann die Besonderheit auf: Das System zeigt nicht zwei Wetten, sondern eine. Erst die Auswertung entscheidet, ob beide Hälften tragen, eine oder keine. Wer das vorher weiss, kann eine Gutschrift über den halben Betrag richtig einordnen und muss nicht den Kundendienst anrufen — und das ist ein Vorteil, der nichts mit sportlichem Wissen zu tun hat.

Wenn ein Anbier eine Wette nicht annimmt, liegt das meistens an einer Limite, nicht an der Linie. Beide Schweizer Veranstalter haben Höchstbeträge für Einzel- und Kombiwetten, und Swisslos kann ihre Limiten ohne Angabe von Gründen ändern. Wer grössere Einsätze plant, sollte die Bedingungen vor dem Spielzug lesen, nicht danach.

Es ist ein Unterschied, ob eine Linie zu einer Einschätzung passt oder ob eine Einschätzung gebaut wird, um die Linie zu rechtfertigen. Eine asiatische Linie macht es leicht, den Einsatz aufzuteilen, weil sie selbst geteilt ist. Das ist ihre Attraktion und ihr Risiko.

Häufige Fragen zu asiatischen Wetten

Was sind asiatische Wetten?

Asiatische Wetten sind Wetten auf ein Handicap oder eine Torsumme, bei denen die Linie nicht nur halbe Schritte kennt, sondern auch ganze und Viertelschritte. Bei einer ganzen Linie kann der Einsatz zurückkommen, bei einer halben nicht, und bei einer Viertellinie wird der Einsatz auf zwei benachbarte Linien verteilt.

Was bedeutet eine asiatische Wette bei Torwetten?

Bei einer Torwette verschiebt die Linie die erwartete Torzahl eines Spiels statt den Abstand zwischen zwei Teams. Statt «über oder unter 2.5 Tore» heisst die Frage dann «über oder unter 2.25» oder «über oder unter 2.75», wobei die Viertelstufe den Einsatz teilt. Ein 2:1 wird dadurch je nach Linie zum Gewinn, zur Rückzahlung oder zur halben Rückzahlung.

Wie unterscheiden sich asiatische Torwetten von der klassischen Über-Unter-Wette?

Die klassische Über-Unter-Wette kennt zwei Ausgänge bei einer glatten Torschwelle, meist 2.5, und keine Rückzahlung. Asiatische Linien setzen die Schwelle auch auf ganze Zahlen und auf Viertelstufen, wodurch das genaue Treffen der Schwelle zum Teilverlust oder zur Teilrückzahlung führt. Das Ziel bleibt gleich, das Risikoprofil ist ein anderes.

Wie wird der Spielstand bei Live-Wetten mit Handicap gewertet?

Massgeblich ist der Stand im Wettprogramm, und die Wette gilt unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird. Als reguläre Spielzeit zählt die reguläre Spieldauer plus Nachspielzeit; Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur mit, wenn das Programm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Eine Handicap-Wette verliert ihren Ausgang nicht durch ein späteres Tor.

Welche Anbieter dürfen solche Wetten in der Schweiz anbieten?

Nur Swisslos mit Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport besitzen die Veranstalter- und Spielbewilligung nach dem Geldspielgesetz unter Aufsicht der Gespa, und zwar für unterschiedliche Vertragsgebiete. Alle anderen in dieser Übersicht aufgeführten Anbieter haben keine Schweizer Bewilligung, und eine ausländische Bewilligung gilt in der Schweiz nicht.

Welche Rolle spielen Verlustlimiten, wenn der Einsatz auf mehrere Handicaps aufgeteilt wird?

Die Limite gilt für den gesamten Einsatz, nicht für die Hälfte einer Viertellinie. Wer eine Limite von CHF 20 und einen Einsatz von CHF 40 in Gedanken in zwei Hälften teilt, hat sie überschritten und nicht eingehalten. Bei einer Viertellinie wird der volle Einsatz gebucht, wenn die Wette platziert wird.

Inhalt erstellt vom Team «handywettench»